VP-Tamandl: Wo bleiben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer?

Tarifreform wenig einfallsreich

Wien (OTS) - Abg.z.NR Gaby Tamandl, Fraktionsführerin der Fraktion ÖAAB-Christliche Gewerkschafter in der Wiener Arbeiterkammer, vermisst bei den heutigen Jubelmeldungen zur Tarifreform bei den Wiener Linien die Bezugnahme auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: "Die SPÖ-Jugend beklatscht die Studententickets, der SPÖ-Seniorenverband die Seniorentickets, aber von jenen, die öffentliche Verkehrsmittel zum Weg in die Arbeit nützen sollen ist kaum die Rede", so Tamandl, die sich flexiblere Modelle für diese Gruppe erwartet hätte. Anzudenken wäre etwa Jobticket-Modelle als Teil einer flexibleren Preisgestaltung.

Ganz abgesehen davon, dass die Tarife in Zukunft an die allgemeine Teuerung gekoppelt sind stehe der Vergünstigung der Jahres- und der Monatskarte eine Verteuerung der Einzelfahrscheine und der 8-Tage-Klimakarte gegenüber: "Das ist eine nicht sinnvolle Bevorzugung der Vielfahrer zu Lasten jener, die die Öffis als alternatives Verkehrsmittel und nicht durchgehend nützen." Tamandl erinnert daran, dass es sinnvoll wäre, für jene, die öffentlich zur Arbeit kommen könnten, Anreize zum Umstieg zu schaffen: "Das wird man nicht erreichen, indem man die Preise für die Einzelfahrten erhöht und damit ein tageweises Umsteigen erschwert."

Neben der flexibleren Preisgestaltung gehört zur Attraktivierung auch die im Grünen-Wahlprogramm enthaltene Intervallverkürzung, der Lückenschluss von U-Bahn-Linien sowie das Vorantreiben des U-Bahn-Ausbaus in das Umland. "Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist es sehr bedauerlich, dass diese Themen bei der heutigen Pressekonferenz zur Gänze ausgespart wurden. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die Finanzierung dieser abgespeckten Reform zumindest nicht zu Lasten der Bediensteten der Wiener Linien geht", so Tamandl abschließend.

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