Die Berliner Zeitung zur Lage der CSU nach ihrem Parteitag

Berlin (ots) - Die CSU hat eine große Sehnsucht. Sie möchte gerne zurück zu alten Zeiten. Zu den Zeiten, in denen die absolute Mehrheit garantiert war, in denen Franz Josef Strauß sich stiernackig und wippend durch Bonn und Bierzelte brüllte. Es ist eine Sehnsucht nach blau-weißer Seligkeit - und die Abgrenzung von allem Nicht-Bayerischen, sei es nun Berlin oder Europa. Auf dem CSU-Parteitag hat das Folgen gehabt: Knapp die Hälfte der Delegierten haben Peter Gauweiler die Stimme gegeben bei der Wahl zum Vize-Parteivorsitzenden. Er hat den Posten nicht bekommen, elf Stimmen fehlten ihm. Elf Stimmen. Ein krachendes Scheitern war das nicht, es war im Gegenteil ein sehr deutliches Votum für die Kompromisslosigkeit.

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