- 08.10.2011, 11:05:31
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SPÖ Kaiser zum 10.Oktober: Feiertag für Ortstafellösung und Volksabstimmung macht Blick für die Zukunft frei
Nach der Ortstafellösung ortet SPÖ-Chef Kaiser Aufbruchstimmung im Land. Appell gegen das Schüren von Ressentiments. Die Fälle Scheuch und Martinz/Birnbacher trüben leider das Kärnten-Bild.
Klagenfurt (OTS) - "Vor einem Jahr, anlässlich der 90. Wiederkehr
der Volksabstimmung, haben wir an die entscheidenden Leistungen der
Arbeiterbewegung und der SPÖ beim Abwehrkampf erinnert. Dieses Jahr
dient der 10.-Oktober als Feiertag für eine geglückte
Ortstafellösung, der uns den Blick in eine positive Zukunft frei
macht", erinnert SPÖ-Landesparteivorsitzender LHStv. Peter Kaiser
anlässlich des Landesfeiertages an zwei historische Ereignisse die
die Sozialdemokratie maßgebend mit gestaltet hat.
Im Zeichen der Ortstafellösung gilt der besondere Dank der
Landespolitik für die Dialog- und Konsensbereitschaft Hauptverhandler
Staatssekretär Josef Ostermayer und den betroffenen Bürgermeistern,
die großteils aus der SPÖ kommen, als wichtige Partner bei der
Umsetzung. "Ich appelliere weiterhin gerade an Feiertagen wie dem 10.
Oktober, an denen alte Emotionen Hochkochen können, ruhig Blut zu
bewahren und am Kompromiss festzuhalten", gibt Kaiser den Anstoß
mögliche Protestaktionen zu überdenken.
Grundsätzlich spüren wir eine neue Qualität des Zusammenlebens der
Volksgruppen. Beispiele, wie das, vergangene Woche enthüllte, an die
Gräuel des Nationalsozialismus erinnernde Denkmal des Vereins "
Erinnern Rosegg, Rozek se spominja" würden zeigen, dass sich die
Kärntnerinnen und Kärntner ihrer Vergangenheit immer bewusster
werden, ortet Kaiser eine Art neue Offenheit im Land. Ein weiteres
positives Zeichen sei auch der Gewinn des Bachmann-Preises durch die
Kärntner Slowenin Maja Haderlapp, die mit ihrem autobiografischen
Text den Umgang mit den Kärntner Slowenen rund um den zweiten
Weltkrieg aufarbeite, erklärt Kaiser.
"Kärnten ist offen für ein neues Miteinander und schärft seinen Blick
über die Landesgrenzen hinaus, wo sehr viel Potential liegt", so
Kaiser. Die erstinstanzliche Verurteilung von FPK-Obmann Uwe Scheuch,
das von ÖVP-Obmann Martinz gewährte Birnbacher-Honorar und das damit
zusammenhängende, mangelnde Schuldbewusstsein, würden jedoch das Bild
von Kärnten trüben, fordert Kaiser Moral und Anstand in der Politik
ein. "Heimatbewusstsein bedeutet vor allem, dass man an die Zukunft
des Landes denkt und nicht in erster Linie an die eigene Macht und
die politische Karriere", kritisiert Kaiser. Heimat bedeute aber
auch, dass man jene Menschen unterstützt, denen es nicht so gut geht,
und Unterstützung nicht dem Zufall überlässt, sondern einen
Rechtsanspruch darauf gewährt, so der SPÖ-Chef abschließend.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
SPÖ Kärnten
Klagenfurt
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