• 08.10.2011, 09:17:28
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Jugendherbergsverband NÖ: Vorstellung Projekttage "Gegen das Vergessen" Ulmerfeld

Ulmerfeld (OTS) - In Zusammenarbeit mit dem Mauthausen Komitee
Österreich (MKÖ) hat der Jugendherbergsverband Niederösterreich die
Projekttage "Gegen das Vergessen" entwickelt. Bei einer
Pressekonferenz am 7. Oktober 2011 in der Jugendherberge Ulmerfeld
wurde dieses Projekt vom Aufsichtsratsvorsitzenden des
Jugendherbergsverbandes Niederösterreich mit prominenter
Unterstützung von Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer, der
designierten Bürgermeisterin von Amstetten, Ursula Puchebner und
NR-Abgeordneter und designierter Vizebürgermeisterin Ulrike
Königsberger-Ludwig vorgestellt.

"Für Schulklassen und Jugendgruppen war bisher eine ausführliche
Auseinandersetzung mit der Thematik zur Gedenkstätte Mauthausen mit
der Begleitung durch die Gedenkstätte selbst meist abgeschlossen.
Viele Fragen, die direkt im Zusammenhang damit entstanden, konnten
kaum mehr gemeinsam aufgearbeitet werden. Eine zusätzliche Exkursion
war selten möglich. Die Jugendherberge Ulmerfeld bietet sich durch
die geografische Nähe zu Mauthausen perfekt an, um eine ausführliche
Auseinandersetzung mit der KZ-Thematik zu gewährleisten," ist sich
der Initiator der Projekttage, Andreas Kollross sicher. "Uns ist
wichtig, dass die Jugendlichen rund um die Besichtigung auch
pädagogisch begleitet und betreut werden. Für die pädagogische
Begleitung und Betreuung der Jugendgruppen konnten wir das Mauthausen
Komitee Österreich (MKÖ) als professionellen Projektpartner gewinnen,
zertifizierte Mauthausen Guides werden für die Betreuung der
Jugendlichen eingesetzt."

Für Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer ist das Wecken von
Demokratiebewusstsein bei jungen Menschen ein wichtiger Aspekt ihrer
politischen Arbeit: "An der Aufarbeitung der nationalsozialistischen
Gräueltaten muss weiter gearbeitet werden. Mir ist wichtig, dass vor
allem Jugendliche einen verantwortungsvollen Umgang mit der
Geschichte lernen und gleichzeitig Schlüsse für die Gegenwart ziehen
können!" Besonders erfreut ist die Nationalratspräsidentin über die
Konzeption der Projekttage, die auch eine Besichtigung von
Außenlagern des ehemaligen KZ Mauthausen vorsieht: "Die Geschichte
der vielen Außenlager des KZ Mauthausen, die auf ganz Österreich
verstreut angesiedelt waren, ist zum Teil gänzlich ausgeblendet
worden. So ist die Verknüpfung sehr wichtig, dass neben dem Gedenkort
Mauthausen auch Gedenkstätten ehemaliger Außenlager besichtigt werden
sollen."

Auch die zukünftigen Verantwortungsträgerinnen der Stadt Amstetten,
zu der die Jugendherberge Ulmerfeld gehört, sind über das neue
Projekt erfreut. Die designierte Bürgermeisterin Ursula Puchebner und
die designierte Vizebürgermeisterin, NRin. Ulrike Königsberger-Ludwig
betonen die Wichtigkeit, die Zeit des Nationalsozialismus inhaltlich
aufzuarbeiten. "Auch in Amstetten gab es ein Außenlager von
Mauthausen. Als Stadt tragen wir Verantwortung, diese Geschichte
nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, vor allem, weil sie direkt
vor unserer Haustüre passiert ist," so die designierte
Bürgermeisterin der Stadt Amstetten, Ursula Puchebner, die in ihrem
Statement die Wichtigkeit der Außenlagerbesichtigung in Kombination
mit der Besichtigung der Gedenkstätte Mauthausen hervorhebt. "Ich bin
erfreut, dass sich die Jugendherberge im Schloss Ulmerfeld mit diesem
neuen Angebot zu einem wichtigen Standort in der Gedenkarbeit weiter
entwickelt, die großzügigen Räumlichkeiten in der Jugendherberge und
das weitläufige Umfeld bieten ausreichend Platz, vor Ort die Thematik
vor- und nachzubereiten."

"Seit Jahren arbeiten wir als Stadt Amstetten mit dem Mauthausen
Komitee zusammen und halten jährlich eine Gedenkveranstaltung zur
Befreiung des Lagers ab. Seit 2001 werden diese Gedenkfeierlichkeiten
von unseren Schulen gestaltet," betont die designierte
Vizebürgermeisterin NR-Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig, die
diese Herangehensweise gemeinsam mit den DirektorInnen ins Leben
gerufen hat, die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit den
Nazi-Gräueln vor allem für junge Menschen. "Wir sind davon überzeugt,
dass dies die beste Vorbeugung ist. Außerdem gibt es auch immer
wieder Projekte mit dem Jugendzentrum Atoll zum Thema Antifaschismus,
erst im Vorjahr haben wir im Rahmen der Kulturwochen eine
Anne-Frank-Ausstellung gezeigt. Das besondere dabei war, dass
Jugendliche zu Guides ausgebildet wurden, die ihre AlterskollegInnen
durch die Ausstellung begleitet haben. Aufarbeitung ist uns wichtig,
wenn diese gemeinsam mit Jugendlichen passiert, ist sie umso
wertvoller. Ich begrüße daher das Projekt des Jugendherbergsverbandes
sehr, da es wieder ein wichtiger Beitrag zum 'nie wieder' und 'nie
vergessen' sein wird!" so Königsberger-Ludwig.

Kollross, Prammer, Puchebner und Königsberger-Ludwig sind sich einig,
dass das Projekt sich als perfekte Ergänzung zum Geschichtsunterricht
in der Schule eignet, und hoffen, dass das Angebot großen Zulauf
findet. "Um den Organisationsaufwand für die LehrerInnen und
Begleitpersonen so gering wie möglich zu halten, wird dieser gänzlich
über den Jugendherbergsverband NÖ abgewickelt", so Kollross
abschließend.

Eckpunkte Schulprojekttage "Gegen das Vergessen":
Begleitung durch die Gedenkstätte Mauthausen
Begleitung durch ein Nebenlager nach Auswahl
Pädagogische Vor- und Nachbereitung
Nächtigung und Verpflegung in der Jugendherberge Ulmerfeld
Preis: 90,00 Euro/SchülerIn
Buchungskontakt: Jugendherbergsverband Niederösterreich, 02742/22 55
555, [email protected], www.hostel.or.at

Rückfragehinweis:
Jugendherbergsverband Niederösterreich, Sabine Schatz, Kastelicgasse 2, A-3100 St.Pölten, Tel.: +43-2742/2255 555; Fax:+43-2742/22 55 550; Mobil: +43-664/353 26 50.

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