• 07.10.2011, 13:37:07
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BM Karlheinz Töchterle: "Sprachen eröffnen Welten"

Trilaterale Sprachenkonferenz & European Language Label 2011

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2339
Oliver Paasch (Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens), Bernd Althusmann (Präsident der Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland), SC Kurt Nekula (BMUKK) und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle überreichen gemeinsam das Europäische Sprachensiegel 2011 an Hava Arsabieva und Ulrike Bernhard (Migrantinnenberatung Spittal für das Projekt "Reden ist Leben").

Wien (OTS) - Ganz Europa steht vor der Herausforderung,
Mehrsprachigkeit zunehmend in Schule, Hochschule und Alltag zu
integrieren und Barrieren zwischen Ländern und innerhalb der eigenen
Nation abzubauen. Inwieweit hat sich das Berufsbild der Pädagoginnen
und Pädagogen geändert und wie reagieren die Länder darauf? Inwieweit
müssen Fachdidaktik und Spracherwerbsforschung angepasst werden? Wie
wird Deutsch als Zweitsprache umgesetzt? Wie soll frühes
Sprachenlernen erfolgen? Diese und viele weitere Fragen diskutierten
heute Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle,
BMUKK-Sektionschef Kurt Nekula, Bernd Althusmann, der Präsident der
Kultusministerkonferenz der Bundesrepublik Deutschland, und der
Unterrichtsminister der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens,
Oliver Paasch, bei der trilateralen Sprachenkonferenz "Mit Sprache/n
an Beruf und Gesellschaft aktiv teilnehmen" in Wien.

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle argumentierte, dass
"Sprachenlernen einen hohen Bildungswert an sich hat, sich aber auch
am Bedarf der Gesellschaft und Arbeitswelt orientieren muss. Mit der
LehrerInnenbildung NEU stellen sich BMWF gemeinsam mit BMUKK den
geänderten Herausforderungen."

Für Unterrichtsministerin Claudia Schmied betonte Sektionschef
Kurt Nekula, dass "im Laufe ihrer Ausbildung künftige Lehrerinnen und
Lehrer dahingehend sensibilisiert werden sollen, dass jeder
Unterricht gleichzeitig auch Sprachunterricht ist. Alle Pädagoginnen
und Pädagogen sollen über Wissen zu Interkulturalität,
Mehrsprachigkeit, adäquate Vermittlung von Fachinhalten in der
Unterrichtssprache und Fähigkeiten zur Stützung des Spracherwerbs der
Unterrichtssprache verfügen."

Einen ähnlichen Ansatz verfolgte der deutsche
Kultusministerpräsident Bernd Althusmann:"Einen Ansatzpunkt für
Sprachförderung und Integration gleichermaßen sehen wir darin, junge
Menschen mit Migrationshintergrund zu gewinnen, den Lehrerberuf zu
ergreifen. Als Vorbilder und Brückenbauer können diese Menschen
Schülerinnen und Schüler zu schulischen Erfolgserlebnissen führen und
auch ihre eigene Mehrsprachigkeit einbringen, " erklärte Althusmann.

Der belgische Minister Oliver Paasch resümierte, dass "für Europa
die Kenntnis mehrerer Sprachen eine zwingende Voraussetzung geworden
ist, um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können. Europa kann nur von
dem großen Reichtum seiner kulturellen Vielfalt profitieren, wenn
alle bereit sind, sich für andere Kulturen zu öffnen, auf Menschen
anderer Kulturräume zuzugehen, die Eigenheiten anderer Kulturen zu
verstehen."

European Language Label: Die Gewinnerinnen und Gewinner 2011

Im Anschluss wurde das Europäische Sprachensiegel an die
Gewinnerinnen und Gewinner 2011 überreicht. Sieben österreichische
Institutionen wurden gekürt. Ihre Projekte nutzen innovative Lehr-
und Lernmethoden, stellen die Förderung weniger häufig gelernter
Sprachen oder von Minderheitensprachen in den Vordergrund,
qualifizieren ihre Absolventinnen und Absolventen durch zusätzliche
Sprachkenntnisse zur Lingua Franca Englisch für die Arbeitswelt, und
fördern gleichzeitig die europäische Mehrsprachigkeit. Eine Reihe von
Projekten hat die Verbesserung der Chancengerechtigkeit von
Jugendlichen oder Erwachsenen mit Migrationshintergrund durch die
Förderung der lebensweltlichen Mehrsprachigkeit und der
Bildungssprache Deutsch zum Ziel.

Eine Kurzzusammenfassung der österreichischen Gewinnerprojekte
sowie einen Überblick über alle ausgezeichneten Projekte 2011 aus
Deutschland, Belgien und Österreich finden Sie unter
www.lebenslanges-lernen.at/sprachenkonferenz2011

Das European Language Label

Das von der Europäischen Kommission als European Language Label
bezeichnete Gütesiegel wird in Österreich als Europäisches
Spracheninnovationssiegel (ESIS) und in Belgien und Deutschland als
Europäisches Sprachensiegel geführt. Es richtet sich an
Organisationen und Personen, die innovative Projekte im Bereich des
Lehrens und Lernens von Sprachen umsetzen. Bewerben können sich
Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen: Kindergärten, Schulen,
Pädagogische Hochschulen, Universitäten und Fachhochschulen,
Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Vereine, Landesregierungen,
Städte, Gemeinden, Medien, Bibliotheken und Betriebe. Die
österreichischen Gewinnerinnen und Gewinner werden vom
Österreichischen Sprachenzentrum - ÖSZ im Auftrag der Nationalagentur
Lebenslanges Lernen ermittelt.

"Mit Sprache an Beruf und Gesellschaft aktiv teilnehmen"

Im Mittelpunkt der Konferenz standen die Bedeutung von Sprachen
für den Beruf, das Sprachenlernen in Gemeinschaften und die
Schwerpunkte der Bildungspolitik. Die "Key Note"-Ansprachen kamen von
Belen Bernaldo de Quirós (Referatsleiterin EK) und Monika
Kircher-Kohl (Vorstandsvorsitzende, Infineon Technologies Austria
AG). Eine moderierte Ausstellung mit breitem Spektrum an Projekten
aus den drei Ländern und themenspezifische Workshops am Nachmittag
rundeten die Veranstaltung ab. Die Konferenz bot die Möglichkeit zum
Austausch und zur Vernetzung.

Die ausgezeichneten Projekte wurden in einer Broschüre
veröffentlicht.
Download: www.lebenslanges-lernen.at/sprachenkonferenz2011
Bestellung gedruckter Exemplare: E-Mail an [email protected]

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2339

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Österreichische Austauschdienst-GmbH
   KIM - Kommunikation | Information | Marketing 
   Barbara Sutrich 
   Tel.: 01 / 534 08-256
   E-Mail: [email protected]  
   Web: www.lebenslanges-lernen.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | LLL

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