- 07.10.2011, 12:33:02
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Pädagogische Hochschulen begrüßen Reformvorschläge Schmieds
Hochschulratsvorsitzende in Österreich sehen in Positionierung des Unterrichtsministeriums "klare Wegmarken hin zu einer Neugestaltung der Lehrerbildung"
Wien, 07.10.11 (KAP) Ihre Unterstützung für die Reformvorschläge von
Unterrichtsministerin Claudia Schmied in Bezug auf die Pädagogischen
Hochschulen (PH) hat nach den kirchlichen Verantwortlichen auch die
Konferenz der Hochschulratsvorsitzenden Österreichs bekundet. In
einer Stellungnahme gegenüber "Kathpress" sah der neu gewählte
Vorsitzende der Konferenz, der Leiter der PH Burgenland, Karl
Klement, in den Maßnahmenpaketen Schmieds die weitere Entwicklung
von Institutionen und Personal "in konkretisierter Weise gefördert".
Die Position teilt auch die neue stellvertretende Vorsitzende der
Konferenz, Christine Mann.
Die Positionierungen des Unterrichtsministeriums entsprächen genau
jenen Themen, die die Hochschulräte der 15 PH in Österreich in ihrer
jüngsten Zusammenkunft besprochen hätten. Es seien nun "klare
Wegmarken hin zu einer Neugestaltung der Lehrerbildung" gesetzt
worden, so Klement am Freitag. Im Bereich des tertiären Sektors -
nach dem sekundären der AHS und BHS - seien die Pädagogischen
Hochschulen "unverzichtbar".
Ministerin Schmied will die Pädagogischen Hochschulen (PH) in ihrem
akademischen Charakter stärken und damit auch zur gesellschaftlichen
Anerkennung des Lehrberufes beitragen. Bei einer Pressekonferenz am
Mittwoch stellte sie Reformpakete vor, die Personalentwicklung, neue
Studienangebote auch im Bereich der Masterstudien und ein
österreichweit standardisiertes Aufnahmeverfahren an die PH als
Eckpunkte vorsehen.
Die stellvertretende Vorsitzende der Konferenz der
Hochschulratsvorsitzenden Österreichs, Christine Mann (sie ist
Hochschulratsvorsitzende der Kirchlichen PH Wien/Krems und Leiterin
des Schulamtes der Erzdiözese Wien.) wies auf eine spezifische
Stärke der PH hin: Vom ersten Tag an sei für die dort Studierenden
die Verbindung von Theorie und Praxis sichergestellt. Andere
Institutionen der Lehrerbildung hätten hier "sicher Nachholbedarf".
Neben der berufsfeldbezogenen Forschung an den PH gelte es freilich
im Bereich einer erweiterten Forschungskompetenz nachzuziehen.
Die bestehenden Masterlehrgänge an den PH könnten können mit jenen
der Universitäten "mehr als mithalten", so Mann weiter. Sie stellten
mit ihren international anerkannten Abschlüssen einen wichtigen
Beitrag zum lebenslangen Lernen dar. Ein Nachteil sei bisher
allerdings, dass PH-Studierende sich den Master selbst finanzieren
müssen. Dass ein Maßnahmenpaket des Unterrichtsministeriums hier mit
öffentlich-rechtlichen Masterangeboten eine Änderung anstrebt, wird
von den Hochschulratsvorsitzenden begrüßt.
In Bezug auf anstehende Kooperationsgespräche zwischen den
verschiedenen Institutionen des tertiären Sektors - neben den PH
etwa Universitäten, Akademien und Fachhochschulen - gebe es "viele
Hürden zu bearbeiten", stellten Klement und Mann fest. "Aber man
kann doch davon ausgehen, dass angesichts der Zukunftsbedeutsamkeit
von Schule alle Verantwortungsträger sich mit Blick auf
ergebnisorientierte Abläufe zusammenfinden werden." Ein so
"ambitioniertes Projekt" könne nur gemeinsam gelingen.
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