• 06.10.2011, 13:20:40
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Krankenkassen auf Schiene - aber Sobotka blockiert Gesundheitsreform

Bund, Sozialversicherung und einige Länder entwickelten innovatives Zielsteuerungsmodell für das Gesundheitssystem

St. Pölten (OTS) - "Wir Krankenkassen haben gemeinsam mit
Gesundheitsminister Stöger vorgemacht, wie es geht, und wollen für
dieses Erfolgsmodell auch die Länder und damit das Spitalswesen ins
Boot holen", so NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter. "Wenn jetzt LH-Stv.
Wolfgang Sobotka weiterhin gebetsmühlenartig eine ungedeckelte
Blanko-Finanzierung für seine Spitäler fordert - und zwar ohne
Verbesserung für die Patienten/innen - dann ist das ziemlich
fantasielos."
Gesundheitsminister Stöger hat gemeinsam mit der Sozialversicherung
und einigen Ländern ein innovatives Reformmodell für das gesamte
Gesundheitssystem entwickelt. Kernfrage: Wie kann man im
Gesundheitswesen sinnvoll steuern, damit es mehr Nutzen für die
Patienten/innen gibt und gleichzeitig die Finanzen in Ordnung
gehalten werden? Dass es funktioniert, haben die Kassen mit den
aktuellen Bilanzen bewiesen. Generaldirektor Mag. Jan Pazourek: "Wir
Gebietskrankenkassen haben bereits im Vorjahr durchgehend ein
positives Finanzergebnis hingelegt. Auch heuer hofft die NÖGKK, eine
schwarze Null zu schaffen. Übererfüllt haben wir die vereinbarten
Finanzziele und sind damit auf einem guten Weg, die Kassen auch - wie
von Stöger angekündigt - schuldenfrei zu machen." Entwarnung an die
Patienten/innen: Die Kostendämpfungsmaßnahmen gehen nicht zu Lasten
der Patienten/innen, ganz im Gegenteil, so Hutter: "Auf Grund der
verbesserten Finanzsituation haben wir wieder Spielraum, unsere
Leistungen weiter zu verbessern - ein Großthema ist in diesem
Zusammenhang die Kinder- und Jugendgesundheit."
Einziger Bereich, wo keine Steuerungsmöglichkeit der Kassen
vorliegt, ist das Spitalswesen. Hutter: "Hier zahlen wir rund 500
Millionen pro Jahr in den Spitalstopf ohne Möglichkeit zur
Mitsprache." Unverständlich daher Sobotkas Blockade des Reformmodells
und gleichzeitige Forderung nach einer völligen Abdeckung der
Spitalsabgänge. Hutter: "Damit wären wir Kassen verpflichtet, für
Abgänge gerade zu stehen, die wir nicht verantwortet haben. So schaut
eine Reform nicht aus - denn die kann sich nur und ausschließlich am
Patientennutzen orientieren. Leider wird unser Erfolgsmodell von
einigen Ländern blockiert, die offensichtlich nur über Geld reden
wollen, das sie anderen wegnehmen möchten."

Rückfragehinweis:
NÖ Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 050899-5121, Fax: 050899-5181
mailto:[email protected]
www.noegkk.at

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