• 06.10.2011, 10:46:47
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Pressekonferenz: 40 Jahre SOS-Kinderdorf-Arbeit in Afrika

Drängender Spendenappell von SOS-Kinderdorf-Präsident Kutin für Ostafrika. Vize-kanzler und Außenminister Spindelegger kündigt Aufstockung der Hilfszahlungen an.

Wien/Innsbruck (OTS) - Anlässlich 40 Jahre SOS-Kinderdorf-Arbeit
in Afrika und des 70. Geburtstags von SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut
Kutin (4.10.) luden Vizekanzler und Außen-minister Michael
Spindelegger sowie SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin und
SOS-Kinder-dorf International Vizepräsidentin Margaret Nkrumah zur
Pressekonferenz ins Café Landtmann.

SOS-Kinderdorf ist in 47 Ländern Afrikas tätig, auch in der
Dürre-/Hungerkatastrophenregion. "Wir versorgen in Somalia, Kenia und
Äthiopien rund 40.000 Menschen - vorrangig Kinder und ihre Familien -
mit Nahrung und Wasser und leisten auch medizinische Hilfe. Die
SOS-Klinik in Mogadischu stockte ihre Kapazität von 30 auf 60 Betten
auf und stellte zusätzlich medizinisches Personal ein. Im
Flüchtlingscamp Badbado und der Stadt Baidoa wurden mobile
SOS-Kranken-stationen errichtet, wo täglich bis zu 500 Menschen,
überwiegend stark unterernährte Kinder, medizinisch versorgt und ihr
Überleben gesichert werden", bilanzierte Kutin die aktuelle Lage.

Der SOS-Kinderdorf-Präsident nutzte die Pressekonferenz auch zu
einem weiteren Spenden-aufruf: "Die internationale Hilfe für
Ostafrika läuft, aber es ist zu wenig. Es braucht mehr Mittel, um
Leben zu retten und Überleben zu sichern, und es braucht neben der
Soforthilfe vor allem langfristige Programme, damit die Menschen ihre
Vieh- und Landwirtschaft wieder aufbauen und ihre Kinder wieder
selbst ernähren können."

"Die Berichte über die aktuelle Lage am Horn von Afrika schildern
ein dramatisches Bild. Österreich wird daher ein Zeichen der
Solidarität mit der Krisenregion setzen", kündigte Spindelegger eine
zusätzliche Aufstockung der bisher geleisteten österreichischen
Hilfszahlungen für die Krisenregion an.

SOS-Kinderdorf baut Familienstärkung weiter aus

Neben der Kernaufgabe, Kindern in SOS-Kinderdorf-Familien ein
Zuhause zu geben, wird die Prävention weiter ausgebaut. "Durch unsere
Familienstärkungsprogramme (FSP) erreichen wir viele sehr arme
Familien an der Standorten der SOS-Kinderdörfer und leisten in
Kooperation mit lokalen Behörden, Sozialarbeitern und Ehrenamtlichen
Hilfe zur Selbsthilfe, damit sie ihr Leben selbst bewältigen und für
ihre Kinder sorgen können", erläutert Margaret Nkrumah,
Vizepräsidentin von SOS-Kinderdorf International aus Ghana, den neuen
Arbeitsschwerpunkt. Es ist dies auch ein wichtiger Beitrag zur
Stärkung der Kommunen, Familien in akuten Krisen künftig mit eigenen
Ressourcen aufzufangen", so Nkrumah.

Austrian Development Agency unterstützt Familienstärkung in Afrika
und Osteuropa

Seit 2003 unterstützt die Österreichische
Entwicklungszusammenarbeit durch die Austrian Development Agency
(Agentur für Entwicklungszusammenarbeit), zahlreiche Projekte von
SOS-Kinderdorf für benachteiligte Kinder und ihre Familien in Afrika
und Osteuropa. Im Fokus steht die Familienstärkung. "Im Rahmen der
Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ist SOS-Kinderdorf ein
verlässlicher Partner, wie erfolgreiche gemeinsame Projekte in
Äthiopien, Uganda und Simbabwe seit Jahren zeigen", unterstrich auch
Außenminister Spindelegger. 2009 konnte ich mir bei einem Besuch in
Keranyo/Äthiopien selbst ein Bild davon machen. Die hohe
Professionalität von SOS-Kinderdorf beeindruckt und zeigt den
integralen und nachhaltigen Ansatz der Arbeit", so Außenminister
Spindelegger." Dabei verbindet uns das gemeinsame Ziel, mit Kindern
auf Augenhöhe zu arbeiten, ihre Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen".

Aktuell unterstützt die ADA mit dem Rahmenprogramm Süd fünf
SOS-Familienstärkungs-programme in Afrika mit 250.000 Euro/Jahr. Über
2.500 Kinder und ihre Familien erhalten dadurch in Äthiopien (Bahir
Dar und Hawassa), Simbabwe (Bindura und Bulawayo) und Uganda (Kakiri)
Unterstützung. Seit 2010 kofinanziert die ADA mit 73.000 Euro das
Familien-zentrum in Mostar, wovon über 750 sozial benachteiligte
Kinder und ihre Familien profitieren.

Spindelegger würdigte auch das langjährige Engagement von
SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin: "Mein ganz besonderer Dank
gilt Helmut Kutin, der seit Jahrzehnten als Nachfolger von Hermann
Gmeiner die Geschicke einer der größten privaten
Kinderhilfs-organisationen der Welt maßgeblich prägt. Seit Beginn
seiner Präsidentschaft hat sich das weltweite Netzwerk der
SOS-Kinderdörfer mehr als verdoppelt. Das ist eine unglaubliche
Leistung, für die ich Ihnen im Namen Österreichs herzlich danken
möchte", so Spindelegger abschließend.

Wenn Sie für Ostafrika spenden wollen? Jeder Beitrag hilft!
45 Euro sichern einer Familie ein Monat lang das Überleben.

Spendenkonto: PSK 1.566.000 (BLZ 60.000) "Ostafrika"
oder online auf: www.sos-kinderdorf.at

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für europäische
   und internationale Angelegenheiten
   Presseabteilung
   Tel.: + 43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550
   Fax: +43 (0) 50 1159-204
   mailto: [email protected]
   
   Viktor Trager 
   SOS-Kinderdorf/Presse Innsbruck 
   Tel.: +43 (0) 676 88144201 
   mailto: [email protected] 
   
   Tina Vermeer
   SOS-Kinderdorf/Presse Wien 
   Tel.: +43 (0) 676 88144486 
   mailto: [email protected]

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