• 05.10.2011, 15:01:02
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Lapp: RH-Bericht bestätigt: Studiengebühren halten junge Menschen von einer höheren Ausbildung fern

Wien (OTS/SK) - "Der Rechnungshof-Bericht bestätigt die Kritik der
SPÖ, wonach Studiengebühren für viele junge Menschen eine Barriere
darstellen, die sie am Zugang zum Studium hindern", erklärt
SPÖ-Rechnungshofsprecherin Christine Lapp anlässlich des im heutigen
RH-Auschuss debattierten Rechnungshofberichtes zu den
Studienbeiträgen. So hält der RH-Bericht fest, dass die Einführung
der Studienbeiträge im Wintersemester 2001/2002 mit einer einmalig
stark sinkenden Studierendenzahl von minus 19,8 Prozent einherging.
Der völlig umgekehrte Effekt war nach der Einführung weitreichender
Tatbestände für den Erlass von Studienbeiträgen 2009 zu beobachten,
nämlich eine Studierendenzahl von plus 14,3 Prozent. "Wir brauchen
mehr Absolventinnen und Absolventen und nicht weniger", betont Lapp
heute, Mittwoch. ****

Kritik übt der Rechnungshof auch daran, dass der Erlass
beziehungsweise die Rückerstattung von Studienbeiträgen an die
Studierenden von den verschiedenen Universitäten ganz unterschiedlich
gehandhabt wird. "Das ist verwirrend und schwer nachvollziehbar, dass
die Abwicklung quer durch Österreich unterschiedlich erfolgt. Das
zeigt auch, dass die Pläne von Wissenschaftsminister Töchterle, die
Universitäten selbst entscheiden zu lassen, ob und wie sie
Studienbeiträge einheben, die Ungleichbehandlung der Studierenden nur
noch weiter verstärken würde", so Lapp.

Den Unis wird das Geld, das sie durch den Entfall der Studiengebühren
verlieren, vom Bund ersetzt, nämlich jährlich 157 Millionen Euro,
entgangen sind ihnen durch den Entfall nur 153 Millionen Euro.
"Kritisiert wird zurecht, dass weder die Entwicklung der sehr
unterschiedlichen Studierendenzahlen an den Universitäten noch der
Anteil an erlassenen Studienbeiträge berücksichtigt wird", betont die
SPÖ-Rechnungshofsprecherin.

Die Regierung hat bereits zahlreiche Maßnahmen zur Unterstützung der
Universitäten beschlossen, wie Notfallparagraph, neue
Studieneingangsphase, verpflichtende Studienberatung und
Offensivmittel in der Höhe von 320 Millionen Euro. "Bevor man über
zusätzliche Regelungen diskutiert, sollten die Empfehlungen umgesetzt
werden und es braucht mehr Transparenz und verlässliche Daten", so
Lapp abschließend. (Schluss) mb/sl/mis

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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