- 05.10.2011, 12:17:49
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VP-Korosec ad AKH: Managementebene hat Auftragsvergabe an AGO offensichtlich mit aller Gewalt "durchgedrückt"
Dokumentierte Finanzstrafdelikte gegen AGO-Geschäftsführer wurden "übersehen" - und der Deal war perfekt
Wien (OTS) - Sie sei davon überzeugt, dass "das Ganze von Beginn
an ein abgekartetes Spiel war", bei dem bewusst seitens der damaligen
AKH-Führung zielstrebig darauf hingearbeitet wurde, damit eine
bestimmte Firma den millionenschweren Reinigungsauftrag bekommt,
erklärt die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec
in Replik auf den heutigen Prozessauftakt zum AKH-Skandal.
Dazu passen auch die nun aufgedeckten Ungereimtheiten rund um zwei
Finanzstrafdelikte gegen einen Geschäftsführer von AGO. "Ich bin mir
sicher, dass diese Einträge im Auftragnehmerkataster Österreich
keineswegs zufällig übersehen wurden", erklärt Korosec und ruft in
diesem Zusammenhang in Erinnerung, dass AGO bereits im Jahr 2004 -
trotz der vermerkten Finanzstrafdelikte - einen Auftrag aus dem AKH
erhalten hat. Es war also bereits damals problemlos möglich, diese
relevanten Fakten einfach unter den Tisch fallen zu lassen.
AKH-Struktur braucht Erneuerung an Haupt und Gliedern
"Für mich ist es unbegreiflich, dass ein derart gravierendes und
bewusst gesetztes Fehlverhalten eines Mitarbeiters in Österreichs
größtem Spital in mindestens zwei Fällen (2004 und 2009) so lange
unbemerkt bleiben konnte. Dadurch wurde ein wirtschaftlicher Schaden
in Millionenhöhe angerichtet, der zulasten der Steuerzahler geht und
die oberste Führungsebene steht achselzuckend daneben - das ist
schlichtweg skandalös! Hier gehört dringend an der Struktur etwas
geändert. Ich bin gespannt, welches Konzept die Gesundheitsstadträtin
uns dazu präsentieren wird, damit solche Skandale in Zukunft nicht
mehr möglich sind", so Korosec abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (+43-1) 4000 /81 913
mailto: presse.klub@oevp-wien.at
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