• 05.10.2011, 10:12:08
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Hotellerie: Mehr Geld für gleich viel Arbeit

Merkliche Steigerungen für Fach- und Hilfskräfte in allen Bereichen

Wien (TP/OTS/ÖHV) - Eine detaillierte Analyse des Lohnbenchmark
Tourismus zum Sommer 2011 weist für alle Bereiche der Hotellerie
merkliche Lohnanstiege bei stagnierender Arbeitszeit aus. Mitarbeiter
im Service verdienen auf das Jahr umgelegt 714 Euro mehr.

Laut www.lohnbenchmark.at (basierend auf Daten von mehr als 10.000
Mitarbeitern) durch Kohl & Partner und dp personal software auf
Initiative der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) sind die
Bruttolöhne in der Hotellerie, bei gleich bleibender Arbeitszeit von
46,3 Stunden pro Woche, im Sommer 2011 gegenüber dem Vorjahr um
durchschnittlich 33 Euro pro Monat gestiegen: "Obwohl sich der
verregnete Juli massiv auf das Ergebnis ausgewirkt hat, griffen die
Hoteliers noch tiefer in die Tasche", hält ÖHV-Generalsekretär Thomas
Reisenzahn den hohen Stellenwert der Mitarbeiter für die Betriebe
fest.

Starke Steigerungen für Fach- und Hilfskräfte in allen Bereichen
Auf die gesamte Abteilung umgelegt, stiegen die durchschnittlichen
Bruttomonatslöhne im Service am meisten, nämlich um 47 bzw. 51 Euro
für Hilfs- bzw. Fachkräfte. Würde man die Steigerung auf das Jahr
umlegen, ergäbe das bei 14 Löhnen ein Plus von 714 Euro. "Das ist
mehr als der Lohn für eine ganze Woche", so Reisenzahn. Die
Arbeitszeit stieg im Promillebereich (+0,4 %). Auch die anderen
Abteilungen verzeichnen durchwegs Zuwächse: Mit einem Plus von 53
Euro überflügelten die Hilfskräfte in der Küche sogar die höchsten
Steigerungen im Service, die Fachkräfte in der Küche bekamen 42 Euro
mehr pro Monat, die Mitarbeiter auf der Etage 35 Euro mehr und 16
bzw. 51 Euro die Hilfs- bzw. Fachkräfte am Empfang. Dort war die
Arbeitszeit sogar rückläufig, in Küche und Etage wurde um 6 Minuten
je Woche mehr gearbeitet als im Vorjahr (+0,1 %).

Löhne und Arbeitszeit im Bundesländervergleich

Offensichtlich ist das West-Ost-Gefälle bei Arbeitszeit und
Bruttolöhnen. Vorarlberg ist mit durchschnittlich 50 Stunden
Arbeitszeit je Woche das arbeitsintensivste Bundesland und mit 2.138
Euro durchschnittlichem Monatsbrutto auch das, in dem am meisten
bezahlt wird. In Niederösterreich und Wien wurde rund 41 Std. pro
Woche gearbeitet.

Mehr Monatslohn in Saison-Destinationen, mehr pro Stunde in der Stadt

In Vorarlberg, Niederösterreich, Kärnten und Wien liegen die
Bruttolöhne teils deutlich über 9 Euro je Stunde, überall aber
deutlich über dem Mindest-Bruttostundenlohn von 6,97 Euro. In
Sommerdestinationen wird im Durchschnitt rd. 46,8 Std. pro Woche
gearbeitet für 1.937 Euro brutto (entspricht 8,9 Euro brutto pro
Arbeitsstunde). In Winterdestinationen liegt die durchschnittliche
Arbeitszeit bei 49,0 Std. pro Woche, der Bruttolohn bei 2.000 Euro
(8,6 Euro Bruttostundenlohn). Die Stadtdestinationen zeigen im
Vergleich sehr attraktive Arbeitszeiten mit rd. 44,5 Std. pro Woche
bei einem Brutto-Lohn von 1.875 Euro pro Monat (entspricht 9,3 Euro
brutto pro Arbeitsstunde). Die Betriebe in den Bundesländern ohne
Konzentration auf Saisonen überzeugen durch Ganzjahresanstellungen.

Hoher Mehraufwand für Betriebe

Wie hoch der Mehraufwand für die Hotels ist, zeigt die zunehmende
Beschäftigung: Im August waren in Österreichs Beherbergung und
Gastronomie 200.489 Personen beschäftigt. Der Großteil der
Mitarbeiter sind Fach- bzw. Hilfskräfte mit 42,18 bzw. 33,56 % an der
Gesamtbeschäftigtenzahl. Zusammen stellen sie mit 75,74 % mehr als
drei Viertel aller Beschäftigten. "Wo der Mitarbeiter in direktem
Kontakt mit dem Gast steht, werden noch mehr geschulte Kräfte, aber
auch Kollegen für unterstützende Tätigkeiten gebraucht werden", so
Reisenzahn.

Lohnsteigerungen müssen beim Mitarbeiter ankommen

Ein besonderes Anliegen ist der ÖHV, dass die Lohnsteigerungen
dort ankommen, wo sie hingehören: beim Mitarbeiter. "Die Lohn- und
Lohnnebenkosten sind viel zu hoch! Jede Lohnsteigerung wird damit zur
ungewollten Finanzspritze für den Staat. Die Steuern und Abgaben
müssen runter", hält Reisenzahn fest.

Die Teilnahme an www.lohnbenchmark.at zahlt sich aus

Die Teilnahme an der neuen österreichweiten Plattform bietet eine
Vielzahl von Vorteilen:

1. Dateneingabe und Abfrage zu jeder Zeit und immer top-aktuell.
2. Professionelle und übersichtliche Aufbereitung der Benchmarks für
   jeden einzelnen bekannten Beruf in der Tourismusbranche.
3. Unmittelbare Abrufbarkeit sämtlicher Benchmarks und
   Sonderauswertungen.
4. Die Löhne und Arbeitszeiten der Mitarbeiter werden auf den
   individuellen Betriebstyp und Standort bezogen und punktgenau mit
   denen aus ähnlich strukturierten Betrieben verglichen.
5. Die Unternehmer erfahren, wo sie stehen, wie weit ihre Löhne von
   denen ihrer Kollegen abweichen.
6. Sie erhalten damit eine professionelle Unterstützung bei den
   jährlichen Lohnverhandlungen, Einstellungsgesprächen und für die
   Mitarbeiterbudgets.

Die Teilnahme kostet für Mitglieder bzw. Kunden der Projektpartner
159,- Euro (+ USt.) pro Jahr, sonst 198,- Euro (+ USt.). Details dazu
unter www.lohnbenchmark.at.

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige
Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die
Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200
Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und
Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und
Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der
Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als
40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen
Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010
über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5.
Vollarbeitsplatz.

Die Grafiken zur Presseaussendung finden Sie hier zum Download:
http://www.tourismuspresse.at/redirect/grafiken1

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter
www.oehv.at/presse

Rückfragehinweis:

Thomas Reisenzahn           Markus Burgsteiner
   Generalsekretär             Kohl & Partner Tourismusberatung GmbH
   Tel.: +43 (0)1 533 09 52    +43 (0)4242 21123
   E-Mail: presse@oehv.at      markus.burgsteiner@kohl.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TPK

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