• 05.10.2011, 09:50:03
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Ein Spiegelbild der Seele

Rückenschmerzen: Wurden psychologische Komponenten bislang unterschätzt? Auf einem Kongress in Wien plädierten Experten für die Einbeziehung psychischer Faktoren beim Kreuzschmerz

Wien (OTS) - Sind chronische Rückenschmerzen viel öfters ein
Spiegelbild der Psyche, als bislang angenommen? Experten aus
verschiedenen Disziplinen, die am "Fünften CEOPS-Schmerzkongress"
vergangene Woche am Orthopädischen Spital Speising teilnahmen, sind
überzeugt: Die Seele wurde bisweilen als Faktor unterschätzt!

Univ.-Prof. Dr. Martin Friedrich, Primar der Abteilung für
Orthopädische Schmerztherapie am Orthopädischen Spital Speising,
lässt aufhorchen, wenn er berichtet: "Wir sind heute überzeugt davon,
dass man bei chronischen Kreuzschmerzen ohne psychologische oder
psychiatrische Abklärung nicht mehr auskommen kann. Diese Komponente
ist derart wichtig, dass ich sagen würde, sie steht auf gleicher,
wenn nicht sogar auf höherer Stufe als körperliche Faktoren".

Beim ersten CEOPS-Schmerzkongress vor genau sechs Jahren titelte
man noch vorsichtig "Rückenschmerzen neu verstehen", um die
psychologische Richtung überhaupt einmal einzuschlagen. "Mittlerweile
ist es schon Routine geworden, den psychologischen Status beim
chronischen Kreuzschmerz mit einzubeziehen", sagt Friedrich.

Bewegung ist das Non-plus-ultra

Laut Friedrich müsse man bereits den akuten Kreuzschmerz sehr
ernst nehmen, damit er nicht chronisch wird. Die Therapie der Wahl
wären zunächst Medikamentengaben, um den Schmerz zurückzudrängen, und
dann: "Bewegung, Bewegung, Bewegung".

"Nur durch Aktivität - da muss man natürlich seinen inneren
Schweinehund überwinden - kann man den Kreuzschmerz besiegen", sagt
der Schmerz-Experte. Sogar der Sport, wenn nicht unbedingt
Leistungssport, sei dem Kreuzschmerz keineswegs abträglich - im
Gegenteil: "Richtiger Sport ist sicher kein Mord".

Schmerztherapie im Krankenhaus

Bei der Schmerztherapie im klinischen Bereich sei es wichtig, so
Prof. Friedrich, dass alle Berufsgruppen Hand in Hand
zusammenarbeiten: Ärzte, Physio- und Ergotherapeuten, sowie die
Pflege. "Und das funktioniert im Orthopädischen Spital Speising
vorbildlich", so Primar Friedrich.

Rückfragehinweis:
Orthopädisches Spital Speising GmbH
Pressestelle
Tel.: ++43 1/ 80 182 - 1205
mailto:pr@oss.at

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