- 04.10.2011, 12:49:42
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9. ÖAMTC-Symposium "Reifen und Fahrwerk" präsentiert "i"Entwicklungen
Motto "iTire" und "iChassis" bringt Themenvielfalt vom Reifen über Antrieb im Rad bis zu Assistenzsystemen und Lenkung
Wien (OTS) - Unter dem Motto "'iTire' und 'iChassis' - wie
intelligent kann die Verbindung zwischen Auto und Straße werden?"
findet heute, Dienstag, das 9. Symposium "Reifen und Fahrwerk" statt.
Der Titel lässt bereits darauf schließen: Die Vorträge drehen sich
nicht nur um den Reifen selbst, das Thema wird wesentlich umfassender
behandelt. "Die Veranstaltung startet beim Reifen und spannt den
Bogen von im Rad integrierten Antriebssystemen über
Fahrer-Assistenzsysteme bis hin zur Lenkung", erklärt
ÖAMTC-Symposiumsleiter Friedrich Eppel.
Das Symposium wird vom ÖAMTC in Zusammenarbeit mit der Semperit
Reifen GmbH und dem Institut für Fahrzeugantriebe und
Automobiltechnik der Technischen Universität Wien veranstaltet.
Institutsvorstand Bernhard Geringer und ÖAMTC-Präsident Werner Kraus
begrüßten nationale und internationale Referenten aus Wirtschaft und
Forschung.
"i" wie ideal und intelligent - alles beginnt beim Reifen
Den Vortragsreigen beim ÖAMTC-Symposium startet Hans-Rudolf Hein
von Bridgestone Europe. Anhand eines konkreten Beispiels stellt er
die aktuellen Entwicklungen vor. Ziel ist der ideale Pneu. Als
Ansprüche an einen guten Reifen definiert Hein "beste
Bremseigenschaften bei Nässe, ein niedriger Rollwiderstand,
dynamische Handlingeigenschaften und ein geringes Gewicht".
Ebenfalls über Reifen referiert Andreas Topp, Continental Reifen
Deutschland. Er gibt einen Überblick über Hintergründe und Ziele
aktueller Entwicklungen in Technologie und Segmentierung der
Pkw-Reifen. Der besondere Schwerpunkt ist eine Sicht auf Stand und
Zukunft von "Intelligenz im Reifen". "Hierbei wird der Bogen von
heutigen Reifendrucksensoren in die vernetzte Welt unfallfreier
Fahrzeuge gespannt", skizziert Topp beim ÖAMTC-Symposium eine
Zukunftsvision.
Mehr als schwarz und rund - Reifen und ihre mögliche Bedeutung
für Fahrerassistenzsysteme
Nicht mehr der Reifen selbst, sondern das Informationspotenzial
des Reifens als Verbindungsglied zwischen Straße und Fahrzeug steht
im Fokus der Vorträge von Cornelia Lex, Technische Universität Graz,
und Carsten Boltze, TTC GmbH. "Durch die Kenntnis des
Kraftschlusspotenzials zwischen Reifen und Fahrbahn kann die Zahl der
Unfälle in Zukunft reduziert werden", erklärt Lex. Neben konkreten
Anwendungen stellt sie auch existierende Ansätze zur Ermittlung des
Kraftschlusspotenzials zwischen Reifen und Straße vor.
Denkanstöße aus Wissenschaft und Praxis gibt Carsten Boltze. "Bei
genauer Beschäftigung mit der Reifenmechanik und -akustik stellt man
fest, dass es viele Reifeneigenschaften gibt, die sich als
Sensorsignal für die übertragenen Kräfte zwischen Reifen und Fahrbahn
eignen. Durch die unglaublichen Fortschritte in der
Unterhaltungselektronik in Verbindung mit dem Internet sind viele
bisher undenkbare Möglichkeiten realistisch geworden", erklärt Boltze
beim ÖAMTC-Symposium.
All-in-one - Das Komplettsystem mit dem Antrieb im Reifen
Als Mobilitätsanbieter präsentiert sich Michelin beim
ÖAMTC-Symposium. "Im Bereich nachhaltiger Mobilität hat Michelin in
den vergangenen Jahren verschiedene Lösungen entwickelt, die Antrieb,
Fahrwerk und Aufhängung im Rad integrieren", erklärt Daniel Walser.
In seinem Vortrag beschreibt er diese Lösungsvorschläge und
präsentiert Beispiele für praktische Umsetzungen.
Intelligente Systeme - Notbremsassistent und verbesserte
Lenkung
Um die Verbesserung des Fahrwerks und das Zusammenspiel zwischen
Fahrwerk und Umfeld drehen sich die letzten beiden Vorträge des
ÖAMTC-Symposiums. Bernd Hartmann von Continental stellt mit dem
"Notbrems- und Notausweichassistent" ein integriertes
Fahrerassistenzsystem für Notsituationen vor. In seinem Beitrag
beschreibt er einen systematischen Ansatz zur Integration von
Bremsassistenz und ergänzender Notausweichassistenz. "Obwohl Systeme
im Querführungsbereich im Gegensatz zu denen im Längsführungsbereich
noch in der Vorentwicklung sind, bildet die Integration von Notbrems-
und Notausweichassistenz den nächsten logischen Schritt in der
Entwicklung", prognostiziert Hartmann.
Auf die Erhöhung des Fahrkomforts zielen die Forschungen von MAGNA
STEYR. David Stampfl stellt im abschließenden Vortrag "Objektivierung
des Lenkgefühls" konkrete Technologien und Tools zur Verbesserung der
Lenkung vor: "Virtuelle Entwicklung und immer kürzere
Entwicklungszeiten erfordern die Vorverlagerung der Entwicklung und
Abstimmung. Ziel ist es, möglichst viele Umfänge bereits in der
Simulation zu untersuchen. Das ist nur möglich, wenn die
Anforderungen objektiviert werden können. Diese Arbeit soll eine
Korrelation zwischen subjektiver Beurteilung und objektiver Bewertung
des Lenkgefühls herstellen. Damit wäre eine erste Aussage zum
Lenkgefühl bereits in der virtuellen Phase einer Entwicklung
möglich."
Die Vorträge werden unter www.oeamtc.at abrufbar sein. Alle
ÖAMTC-Reifentests findet man auf der Homepage des Clubs unter
www.oeamtc.at/tests .
Aviso an die Redaktionen: Fotos von der Veranstaltung sind ab
Mittwoch unter www.oeamtc.at/presse abrufbar.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Dagmar Halwachs
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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