- 04.10.2011, 12:23:44
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Wlodkowski zum Welttierschutztag: Wohlbefinden der Tiere ist für Erfolg im Stall entscheidend
Landwirte investieren laufend in Stallbauten und Technik, um Tierwohl zu sichern
Wien (OTS) - "Für Österreichs Bauernfamilien ist das Wohlergehen
ihrer Nutztiere ein überaus großes Anliegen. Denn nur wenn sich das
Tier wohlfühlt und vollkommen gesund ist, kann es auch jene Leistung
erbringen, die der Landwirt von seinem Nutztier erwartet. Neben der
intensiven Ausbildung und Qualifikation der Bauern und Bäuerinnen
tragen Züchtung und moderne Technik im Stall viel zur Verbesserung
der Tiergesundheit und des Tierschutzes bei. Nur so konnte in den
letzten Jahrzehnten auch die erheblich gestiegene Nachfrage nach
Milch und Milchprodukten, Eiern und Fleisch befriedigt werden. Unsere
Bauernfamilien haben bereits viel investiert und werden dies auch in
Zukunft tun, weil das Wohlbefinden der Tiere und eine intakte Umwelt
schließlich Voraussetzung sind für eine erfolgreiche Zukunft unserer
bäuerlichen Betriebe", hielt Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK
Österreich, in einer Presseaussendung anlässlich des
Welttierschutztages fest.
Österreichs Bauernfamilien mussten und müssen auch in Zukunft viel
in Stallbauten und in moderne Technik als auch Umweltschutz
investieren, um das Wohlbefinden der Tiere zu sichern. Der helle und
klimafreundliche Schweinestall hat heute die dunklen und zugigen
Schweinekoben früherer Zeiten ersetzt und auch in der Rindviehhaltung
ist die Abruffütterung, die es dem Tier erlaubt, sich über den Tag
verteilt nach Bedarf seine Futterration selbst zu holen, weit
verbreitet. Zudem gehören heute Liegematratzen inzwischen zur
Standardeinrichtung eines neuen Milchviehstalls als auch Melksysteme,
die wiederum das Lebensgefühl der Kühe verbessern und schließlich
auch den Milchbauern die Arbeit erleichtern, so Wlodkowski.
Österreichs Landwirtschaft ist mit seinen Tierbeständen im
EU-Vergleich klein bis sehr klein: So melkt ein österreichischer
Landwirt im Schnitt elf Kühe, während ein dänischer Bauer 101 Kühe im
Stall hat. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Schweinen: Hier
liegt der heimische Schnitt bei 70 Schweinen je Hof, die Iren zählen
hingegen 2.000 Schweine je Betrieb und die Dänen haben im
Durchschnitt 1.900 Schweine pro Hof. Auch die deutschen, dänischen,
französischen, niederländischen, tschechischen und britischen
Landwirte haben sowohl mehr Rinder als auch mehr Milchkühe und
Schweine pro Betrieb, als hierzulande in den Ställen leben.
"Die kleinräumigen Strukturen der österreichischen Landwirtschaft
als auch die hohen Umwelt- und Tierschutzstandards sind Grundlage für
die hohe Qualität heimischer Lebensmittel. Österreichs Bauernfamilien
bekennen sich zu diesen hohen Vorgaben an Standards und Qualität.
Dies wird auch von den Konsumenten hoch geschätzt. Sie müssen heute
im Vergleich mit anderen EU-Bürgern nur mehr 12% ihres
Haushaltsbudgets für Ernährung aufwenden und erhalten dafür aber
allerbeste Qualität. Diese Selbstverständlichkeit sollte weder mit
Schleuderaktionen bei Lebensmitteln noch mit überzogenen, nationalen
Umwelt- und Tierschutzstandards gefährdet werden. Schließlich steht
die Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen Bauernhöfe auf dem Spiel,
wenn sie ihre Ställe dicht machen müssen, weil die Rohstoffe für die
Lebensmittelverarbeiter dann von den großen europäischen Höfen bzw.
Berufskollegen aus Übersee bezogen werden, wo andere Strukturen und
weit weniger hohe Standards in der Nutztierhaltung gelten.
Österreichs Bauernfamilien wollen den Erfolg ihrer Betriebe absichern
und dazu gehört nun einmal die Sicherung der Tiergesundheit und des
Wohlergehens ihrer Nutztiere", betonte Wlodkowski abschließend.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Ludmilla Herzog
E-Mail: l.herzog@lk-oe.at
Tel.: +43/1/53441-8522
www.lk-oe.at
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