• 04.10.2011, 10:11:18
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Urlaub 2011: Die häufigsten Missstände

AKNÖ meldet 1070 Reisebeschwerden seit Jahresbeginn

Wien (OTS) - "1070 Beschwerden über verpatzte Urlaubsfreuden gab
es seit Jahresbeginn bei unseren Konsumentenberatern", informiert
AKNÖ-Präsident Hermann Haneder. Die meisten Probleme traten bei
Pauschalreisen auf, gefolgt von Komplikationen rund ums Fliegen.

Es hätte ein erholsamer Familienurlaub werden sollen. Doch was die
dreiköpfige Familie P. aus Schwechat während ihres einwöchigen
Pauschalurlaubs in Ägypten erfahren musste, war alles andere als das.
Die unangenehme Überraschung ließ nicht lange auf sich warten. Der im
Prospekt angepriesene, angeblich zur Hotelanlage gehörende Aqua Park
für Kinder war nirgendwo auffindbar. Im Zimmer des vier-Sterne-Hotels
angekommen, fehlte das Bett fürs Kind, das selbst nach mehrmaligem
Nachfragen vom Hotelpersonal erst kurz vorm Schlafengehen gebracht
wurde. Auch das Hotelrestaurant enttäuschte die Familie: lange
Wartezeiten und zu wenig Geschirr ließen keine gute Stimmung
aufkommen. Am nächsten Morgen sieht die Welt gleich wieder besser
aus? Nicht in dieser Hotelanlage. Schlechte Zimmerreinigung, langes
Warten aufs Essen, schmutziges Geschirr und kein Handtuch für das
Kind bis zum Tag der Abreise haben der Familie die gesamte
Urlaubswoche getrübt. Als ihr Kind sogar krank wurde, gab es
lediglich Frühstück als Zimmerservice und das nur gegen Aufpreis.

Die verpatzte Reise wollten die Konsumenten nicht einfach auf sich
sitzen lassen. Sie haben den Reiseveranstalter verständigt, die
Missstände aufgelistet und bekamen als Entschädigung nur knapp 10
Prozent (200 Euro) der gesamten Reisekosten in Höhe von 1.800 Euro
angeboten. Sie wandten sich an die AKNÖ-Konsumentenberater. "Wir
fordern aufgrund der teils erheblichen Mängel und der falschen
Angaben im Prospekt eine Rückerstattung von 30 Prozent", sagt
AKNÖ-Konsumentenberater Mag. (FH) Manfred Neubauer, der die Familie
berät.

Probleme bei Pauschalreisen am häufigsten

Probleme bei Pauschalreisen sind leider keine Seltenheit. "750
Anfragen und Beschwerden rund um Pauschalreisen gab es seit
Jahresbeginn bei uns", so Neubauer. "Das sind rund 60 Prozent aller
Beschwerden, womit der Bereich Pauschalreise Spitzenreiter ist." Der
Experte gibt zudem zu bedenken: "Gibt es Mängel, ist bei
Pauschalreisen aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen die Chance
höher, zumindest einen Teil der Reisekosten retourniert zu bekommen
als bei einer Individualreise, wo Flug und Unterkunft getrennt
voneinander gebucht werden." Außerdem sei anzunehmen, so Neubauer,
dass die Paulschalreise die häufigste Reiseart für die meisten
niederösterreichischen KonsumentInnen ist.
Die politischen Umbrüche und die unsichere Lage in Nordafrika haben
auch die KonsumentInnen gespürt. Bis Juni 2011 drehten sich 20
Prozent der Anfragen um Reisestornos von Ägypten- oder
Tunesienurlauben.

35 Prozent aller Anfragen betreffen Flüge

Am zweithäufigsten waren Probleme rund ums Fliegen.
Flugannullierungen und -verspätungen, aber auch nicht rechtzeitig
bekannt gegebene Flugänderungen haben viele betroffene KonsumentInnen
Nerven und Zeit gekostet. Bei den restlichen fünf Prozent aller
Anfragen ging es um Bus- und Zugreisen oder um sonstige Beschwerden.
"Die Beschwerden zeigen wieder deutlich, dass die Arbeit der
Konsumentenschützer unverzichtbar ist, damit die Menschen ihren hart
verdienten Urlaub genießen können und im Schadensfall Hilfe
bekommen", hält AKNÖ-Präsident Haneder fest.

Rückfragehinweis:
AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Chef vom Dienst
Tel.: (01) 58883-1200
[email protected]
noe.arbeiterkammer.at

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