VP Tamandl: Wann geht Wien in die Offensive?

Wien (OTS) - "Österreich kann sich im europäischen Umfeld gut behaupten, aber die Entwicklung des Arbeitsmarkts in Wien macht mir große Sorgen. Die Bundeshauptstadt steuert zielsicher wieder das Tabellenende unter den Bundesländern an", so die geschäftsführende Landesparteiobfrau der ÖVP Wien Abg. z. NR Gabriele Tamandl zu den jüngsten Arbeitsmarktzahlen.

Während die ÖVP-regierten Bundesländer im September Rückgänge (Vorarlberg, Oberösterreich, Niederösterreich) bzw. nur einen marginalen Anstieg (Tirol) der Arbeitslosigkeit verzeichneten, stieg die Arbeitslosigkeit in Wien mit 6,7% deutlich. Gabriele Tamandl: "Es sollte den Verantwortlichen in der Stadt zu denken geben, dass Wien vom Konjunkturaufschwung nicht profitieren konnte, sondern im Ranking sogar zurück fallen wird. Die SPÖ Wien wird sich wie jedes Monat auf die "bösen" Pendler ausreden, neue Programme oder Garantien mit klingenden Namen erfinden und diese in großflächigen Inseraten bewerben. Den Betroffenen bringt das leider rein gar nichts."

Ganz offensichtlich handelt es sich nicht um ein temporäres sondern ein strukturelles Problem, wie auch das Wifo in einer von der Stadt Wien in Auftrag gegebenen Studie diagnostiziert. Das Wifo kommt in einer Analyse der letzten Jahre zum Urteil, dass "die schwache relative Beschäftigungsentwicklung Wiens nicht zufrieden stellen kann" und Wien "auch in keinster Weise die Rolle eines Beschäftigungsmotors einnehmen konnte, die viele europäische Großstädte innerhalb ihrer Nationalstaaten erfüllen."

Gabriele Tamandl: "Nur mit Dienstleistungen alleine werden wir eine nachhaltige Trendwende nicht schaffen, wir brauchen auch einen produzierenden Bereich, eine industrielle Basis. Als Paradebeispiel unter den Großstädten kann hier etwa München herangezogen werden. Und wir brauchen eine offensive Standortpolitik mit einem Bündel an Maßnahmen: die Bereitstellung von Betriebsflächen etwa, ein ausgewogener Mix aus Wohnen und Arbeiten in Erweiterungsgebieten, ein wirtschaftsfreundliches Klima in der Verwaltung, mehr Aktivitäten der Wirtschaftsagentur Wien, die endlich aus dem Dornröschenschlaf geweckt gehört und schließlich das Überdenken von Abgaben, denen ein hoher administrativer Aufwand gegenübersteht. Arbeitsmarktpolitik ist auch Wirtschaftspolitik und die findet in Wien leider nicht statt."

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