- 02.10.2011, 11:13:35
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VP Tamandl: Wann geht Wien in die Offensive?
Wien (OTS) - "Österreich kann sich im europäischen Umfeld gut
behaupten, aber die Entwicklung des Arbeitsmarkts in Wien macht mir
große Sorgen. Die Bundeshauptstadt steuert zielsicher wieder das
Tabellenende unter den Bundesländern an", so die geschäftsführende
Landesparteiobfrau der ÖVP Wien Abg. z. NR Gabriele Tamandl zu den
jüngsten Arbeitsmarktzahlen.
Während die ÖVP-regierten Bundesländer im September Rückgänge
(Vorarlberg, Oberösterreich, Niederösterreich) bzw. nur einen
marginalen Anstieg (Tirol) der Arbeitslosigkeit verzeichneten, stieg
die Arbeitslosigkeit in Wien mit 6,7% deutlich. Gabriele Tamandl: "Es
sollte den Verantwortlichen in der Stadt zu denken geben, dass Wien
vom Konjunkturaufschwung nicht profitieren konnte, sondern im Ranking
sogar zurück fallen wird. Die SPÖ Wien wird sich wie jedes Monat auf
die "bösen" Pendler ausreden, neue Programme oder Garantien mit
klingenden Namen erfinden und diese in großflächigen Inseraten
bewerben. Den Betroffenen bringt das leider rein gar nichts."
Ganz offensichtlich handelt es sich nicht um ein temporäres
sondern ein strukturelles Problem, wie auch das Wifo in einer von der
Stadt Wien in Auftrag gegebenen Studie diagnostiziert. Das Wifo kommt
in einer Analyse der letzten Jahre zum Urteil, dass "die schwache
relative Beschäftigungsentwicklung Wiens nicht zufrieden stellen
kann" und Wien "auch in keinster Weise die Rolle eines
Beschäftigungsmotors einnehmen konnte, die viele europäische
Großstädte innerhalb ihrer Nationalstaaten erfüllen."
Gabriele Tamandl: "Nur mit Dienstleistungen alleine werden wir
eine nachhaltige Trendwende nicht schaffen, wir brauchen auch einen
produzierenden Bereich, eine industrielle Basis. Als Paradebeispiel
unter den Großstädten kann hier etwa München herangezogen werden. Und
wir brauchen eine offensive Standortpolitik mit einem Bündel an
Maßnahmen: die Bereitstellung von Betriebsflächen etwa, ein
ausgewogener Mix aus Wohnen und Arbeiten in Erweiterungsgebieten, ein
wirtschaftsfreundliches Klima in der Verwaltung, mehr Aktivitäten der
Wirtschaftsagentur Wien, die endlich aus dem Dornröschenschlaf
geweckt gehört und schließlich das Überdenken von Abgaben, denen ein
hoher administrativer Aufwand gegenübersteht. Arbeitsmarktpolitik ist
auch Wirtschaftspolitik und die findet in Wien leider nicht statt."
Rückfragehinweis:
ÖVP Wien - Pressestelle
Tel.: (01) 515 43 - 940, Fax:(01) 515 43 - 929
[email protected]
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