• 01.10.2011, 10:51:39
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Binder-Maier/Leitner: Gleicher Lohn für gleiche Qualifikation muss zu einer Selbstverständlichkeit werden

SPÖ NÖ Frauen unterstützen die Kampagne "Fordere mehr!" zum Equal Pay Day

St. Pölten (OTS) - "Gleicher Lohn für gleiche Qualifikation muss
zu einer Selbstverständlichkeit werden. Die Arbeit von Männern und
Frauen ist gleich viel wert, aber oft ungleich bezahlt. Es wird Zeit,
dass wir diese Lohnunterschiede beseitigen", erklärt die SPÖ NÖ
Landesfrauenvorsitzende, NRin Gabriele Binder-Maier anlässlich des
Equal Pay Day. Die SPÖ NÖ Frauen unterstützen die
Lohngerechtigkeits-Aktion "Fordere mehr" auch mit zahlreichen
Aktionen in den Bezirken und Gemeinden.

Am 4. Oktober ist österreichweit jener Tag, ab dem Frauen im
Vergleich zu Männern "gratis" arbeiten - in Niederösterreich fällt
dieser Stichtag sogar auf den 2. Oktober. Bei den aktuellen
Fraueneinkommen liegen nur Steiermark und Burgenland hinter
Niederösterreich. Die Frauen verdienen in Niederösterreich bei
Vollzeitgehältern durchschnittlich 75 Prozent von Männern, bei
ganzjähriger Beschäftigung so NRin Gabriele Binder-Maier: "Die
Einführung der Einkommenstransparenz in größeren Unternehmen war ein
wichtiger Schritt, um die Unterschiede sichtbar zu machen - nur wenn
die Diskriminierungen bekannt sind, können wir auch dagegen
auftreten. Diese Ungerechtigkeiten müssen ein Ende haben." Die
Ursachen für das Auseinanderklaffen der Einkommensschere sind eine
überwiegende Beschäftigung der Frauen in Niedriglohnbranchen, eine
überproportionale Beschäftigung in Hilfs- und
Dienstleistungstätigkeiten und ein geringer Anteil an Frauen in
Führungspositionen - die SPÖ NÖ Frauen fordern spezielle Mädchen- und
Frauenförderungen für die Berufsausbildung bzw. zur beruflichen
Neuorientierung auch in handwerklichen und technischen Berufen. "Es
gibt gravierende Unterschiede, nur weil Frau eine Frau ist. Das ist
ungerecht, dem wollen wir entgegenwirken. Frauen haben ein Recht auf
ein faires Einkommen - Schluss mit der Einkommensdifferenz!", fordert
Binder-Maier.

Eine weitere wesentliche Ursache für die Einkommensdifferenz ist das
Ansteigen der Teilzeitarbeit. Dieser Trend wird oft bedingt durch das
nicht ausreichende und bedarfsgerechte Angebot an
Kinderbetreuungsplätzen, insbesondere für Unter-Dreijährige - diese
müssen flächendeckend und leistbar ausgebaut werden mit flexiblen
Öffnungszeiten, die an die Arbeitszeiten der Eltern angepasst sind,
so LHStv. Dr. Sepp Leitner: "Wir sind daher der festen Überzeugung,
dass die hundertprozentige Verantwortung in der Kinderbetreuung
sowohl bei der Organisation als auch bei der Finanzierung zu 100
Prozent bei den Gemeinden liegen soll, denn sie wissen am besten über
die Bedürfnislagen der Eltern Bescheid."

Leitner begrüßt außerdem den Vorschlag von Wolfgang Katzian von der
Gewerkschaft der Privatangestellten, eigene Kollektivvertragsrunden
für Frauen einzuführen: "Eigene Lohnerhöhungen für Frauen könnten
dazu beitragen, den in Österreich besonders hohen
Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern zu verkleinern."
Wobei es nicht um jene Beschäftigungsverhältnisse gehen soll, wo
Frauen und Männer schon jetzt tatsächlich gleich viel verdienen, so
Leitner: Ich erwarte mir konstruktive Gespräche mit allen
Beteiligten. Denn alles was dazu beiträgt, die Einkommensunterschiede
zu verringern, ist dringend notwendig!"

Rückfragehinweis:
SPÖ-Niederösterreich
Alexander Strobl
Tel.: 0664/1027262
mailto: [email protected]
www.noe.spoe.at

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