- 30.09.2011, 14:08:56
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Firstfeier für das neue Vorarlberg Museum
Größte Hochbau-Baustelle des Landes - Kompetenzzentrum in Sachen Landeskunde
Bregenz (OTS/VLK) - Der Rohbau steht, das Dach ist errichtet -
Vorarlberg feierte heute, Freitag, Firstfeier beim Vorarlberg Museum.
"Das Museum, das in Passivhausqualität errichtet wird, ist die
derzeit größte Hochbau-Baustelle des Landes", betonte Hochbaureferent
Landesstatthalter Markus Wallner. Kulturlandesrätin Andrea Kaufmann
führte die große Bedeutung des Museums "als Kompetenzzentrum in
Sachen Landeskunde" an.
"Mit dem neuen Vorarlberg Museum", so die Landesrätin, "bekennt
sich das Land in einer weit umfangreicheren Dimension zu seinen
Verpflichtungen im musealen Bereich. Das neue Museum soll auch eine
attraktive Plattform, ein Kompetenzzentrum für alle Belange des
Forschens und Dokumentierens im landeskundlichen Kontext sein. In
dieser Funktion natürlich auch Anlaufstelle und Partner aller
kleineren Museen im Land." Ähnlich sieht das Museumsdirektor Andreas
Rudigier: "Mit der Fertigstellung des Rohbaues für das neue
Vorarlberg Museum spüren wir deutlich die ersten Pulsschläge des
künftigen Herzens für die Kunst- und Kulturgeschichte Vorarlbergs.
Die Fensteröffnungen in Richtung des Landes und über die Grenzen des
Landes hinaus symbolisieren nun auch sichtbar den Respekt vor den
Leistungen der Menschen in dieser Region, die ab 2013 den Inhalt des
Vorarlberg Museums bestimmen werden."
Landesstatthalter Wallner zeigte sich erleichtert darüber, dass
der Rohbau im Wesentlichen unfallfrei errichtet werden konnte. Die
Bauarbeiten liegen im Plan, sagte Wallner: "Täglich arbeiten zwischen
35 und 40 Personen auf dieser Baustelle, teils auch am Abend und an
Samstagen." Insgesamt knapp 34 Millionen Euro werden für den Neubau
des Vorarlberg Museums investiert. Wallner: "Wichtig ist uns auch
eine ressourcenschonende Bauweise und der Einsatz von ökologischen
Baumaterialien, um eine lange Nutzungsdauer zu garantieren und einen
nachhaltigen Beitrag zu leisten." Nach Fertigstellung wird das
sechsgeschossige Vorarlberg Museum Passivhausqualität vorweisen
können.
Ausbau bis Ende 2012, Eröffnung 2013
Das Museum wird durch den Neubau räumlich erweitert: Die obersten
beiden Geschosse sind reine Ausstellungsgeschosse, sämtliche
Funktionsbereiche gruppieren sich ringförmig um ein innen liegendes
Atrium. Das erste und zweite Obergeschoss gliedert sich in
Veranstaltungsräume, Verwaltung, Bibliothek, Technik, Lagerbereich
und Schaudepot. Im Untergeschoss sind Technikräume und Depot sowie im
Erdgeschoss neben Eingang und Foyer auch eine Raumzone für
Kunstvermittlung untergebracht. Der Ausbau beginnt im November 2011
und wird im Dezember 2012 abgeschlossen sein. Nach der probeweisen
Inbetriebnahme und der Bestückung des Hauses mit Exponaten im darauf
folgenden Frühjahr wird das Vorarlberg Museum im Juni 2013 eröffnet.
Kunst am Bau
Bei allen Hochbauten des Landes besteht die gesetzliche Vorgabe,
dass ein Prozent der Nettoerrichtungssumme für Kunst zu verwenden
ist. Dies wurde auch beim Museumsneubau umgesetzt: Maria Anwander hat
bei "Kunst am Zaun" rund 11.000 Titelschilder montiert, die für alle
Kunstobjekte stehen, die im Museum und Depot gesammelt, bewahrt und
erforscht werden. Karl-Heinz Ströhle deutet mit der wirkungsvollen
Gestaltung des Baunetzes einen Theatervorhang an, der auf die
bevorstehende Neueröffnung neugierig macht. Jetzt entsteht die neue
Fassade, die der Südtiroler Künstler Manfred Alois Mayr entwickelt
hat. PET-Flaschen deuten die" Inhalte" des neuen Museums an und
verschränken Vergangenheit (Schalen aus der Römerzeit) mit der
Gegenwart (Getränkeflasche unserer Tage). Festgehalten werden die
einzelnen Verwandlungsphasen in einem Fotoessay von Arno Gisinger.
Darüber hinaus gestaltet der Künstler Florian Pumhösl im Innenbereich
des Hauses einen Panoramaraum.
www.vorarlbergmuseum.at
Rückfragehinweis:
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