- 30.09.2011, 11:30:39
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Berlakovich: Klimaschonende Mobilität bringt Chancen für jeden Einzelnen
Burgenländische Unternehmen und Gemeinden haben Vorreiterrolle bei erneuerbaren Energien

Eisenstadt (OTS) - Umweltschutz im Verkehr ist das Thema Nummer
Eins, wenn es um die Erreichung der Klimaschutzziele in Österreich
geht. Unter dem Motto "Klima schützen, Gemeinden und Wirtschaft
stärken, Arbeitsplätze schaffen" diskutierte Umweltminister Niki
Berlakovich heute im Rahmen der klima:aktiv mobil Länderkonferenz in
Eisenstadt mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft
und Arbeitsmarkt über Innovationen in der Mobilität in Österreich.
"Der Energieverbrauch wird weiterhin stark ansteigen. Der Verkehr ist
derzeit zu 95 Prozent von Erdöl abhängig, daher ist es wichtig, den
Verbrauch umweltfreundlicher zu gestalten. Mit dem klima:aktiv mobil
Förderprogramm unterstützen wir Investitionen in eine
umweltfreundliche Mobilität. Bereits 1.800 klima:aktiv mobil
Projektpartner sparen gemeinsam 450.000 Tonnen CO2 ein. Zusätzlich
konnten 3.000 green jobs geschaffen und so der Arbeitsmarkt in
Österreich gestärkt werden", betont Umweltminister Niki Berlakovich.
Burgenland: Tourismus und Wirtschaft im Einklang mit der Natur
Das östlichste Bundesland in Österreich kann auf seine
Naturreservate und -parks besonders stolz sein. Damit diese auch in
Zukunft für die BurgenländerInnen und TouristInnen aus Österreich und
vielen anderen Ländern erhalten bleiben, setzen bereits 83
Unternehmen, Gemeinden und Regionen Klimaschutzprojekte im Verkehr
um. "Wir haben im Burgenland in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle,
wenn es um die Nutzung und Forschung erneuerbarer Energieträger geht.
Gerade E-Mobilität bietet nicht nur für Natur und Umwelt, sondern
auch für das Verkehrssystem, für die Industrie und die Beschäftigten
enorme Chancen. Durch gezielte Initiativen fördern wir als Land
Burgenland den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Nutzung der
E-Mobilität. Damit tragen wir wesentlich dazu bei, die Umwelt zu
schützen und Bewusstsein dafür zu schaffen", so
Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl. "In den letzten Jahren
rückten die alternativen und erneuerbaren Energieformen immer mehr in
den Vordergrund. Dabei wird das Ziel der Energieautarkie angestrebt.
Die Stadtgemeinde Güssing im südlichen Burgenland zum Beispiel, ist
ein Paradebeispiel für eine energieautarke Gemeinde. Im Bereich der
erneuerbaren Energien im Verkehr, stehen wir noch am Beginn. Mit dem
Projekt "eisenstadt e-mobilisiert" in der Landeshauptstadt, wurde der
erste wichtige Schritt getan. Gemeinden können, durch den Ankauf von
Fahrzeugen, die mit erneuerbaren Energien angetrieben werden, eine
Vorbildfunktion übernehmen. Die Investitionen im Bereich der
erneuerbaren Energien wären auch in Form von Gemeindekooperationen
möglich. Durch diese Zusammenarbeit würden neue Arbeitsplätze
geschaffen werden. Der burgenländische Gemeindebund wird sich auch in
Zukunft um den Ausbau von erneuerbaren Energieformen einsetzten",
betont Thomas Steiner, Geschäftsführer des burgenländischen
Gemeindebundes.
Stärkung der Wirtschaft durch umweltfreundliche Mobilität
Klimaschutz im Verkehr bedeutet nicht nur eine Senkung der
CO2-Emissionen, er bringt auch Chancen für Betriebe und Gemeinden am
Arbeitsmarkt. "Mit dem Masterplan für green jobs haben wir im
Lebensministerium eine Strategie zur weiteren Forcierung von
Arbeitsplätzen im Umweltbereich erstellt. Bis 2020 sollen 100.000
neue green jobs geschaffen werden, 15.000 davon im Verkehr", so
Umweltminister Niki Berlakovich. Die Wirtschaftskammer ist in
Österreich ein starker Partner des Lebensministeriums bei der
Schaffung von Arbeitsplätzen und neuen Ausbildungen. "Um die Faktoren
Wachstum, Beschäftigung und Lebensqualität zu erhalten, bedarf es vor
allem der Versorgungssicherheit und bezahlbarer Preise. Zur Förderung
des Wettbewerbs und zur Sicherstellung erschwinglicher Energiepreise
für die Verbraucher braucht es einer aktiven Durchsetzung der
Wettbewerbspolitik auf europäischer und nationaler Ebene", so Anton
Bubits, Direktor der Wirtschaftskammer Burgenland.
Spritsparen: Vorausschauendes Fahren spart Geld
Ist man mit dem Auto unterwegs, kann man ebenfalls einfach die
Umwelt schonen und dabei auch sein Geldbörsel entlasten. "Eine
spritsparende Fahrweise ist ganz einfach zu erlernen. Seit 2008 sind
Spritspartrainings auch in der Ausbildung von FahrschülerInnen
obligatorisch. Und die Zahlen sprechen für sich: über 600 speziell
ausgebildete Spritspartrainer bilden bereits jährlich 90.000
FahranfängerInnen aus und sorgen für eine beachtliche Reduktion des
CO2-Ausstoßes von 17.000 Tonnen pro Jahr, Tendenz steigend", so
Berlakovich. Der Oberpullendorfer Fahrschulbesitzer Karl Karner
ergänzt: "Der Straßenverkehr ist einer der größten fossilen
CO2-Erzeuger in Österreich mit stetig steigendem Anteil. Das
bedeutet: Wir müssen unser Mobilitätsverhalten ändern.
Fahrzeughersteller, Verkehrsplaner und vor allem Lenkerinnen und
Lenker können diese Tatsache beeinflussen. Mit "MODERN DRIVING" ist
eine Spritreduktion von bis zu 20 % und mehr möglich. Dieses Programm
wird auch in der Fahrausbildung von Autofahrerinnen und Fahrern
integriert und bewirkt hier nicht nur eine Treibstoffeinsparung,
sondern auch eine nachweisliche Unfallszahlenreduktion."
Präsentation von Good Practice Beispielen und Auszeichnung
zahlreicher klima:aktiv mobil Projektpartner
Der zweite Teil der Veranstaltung stand ganz im Zeichen des
Dialogs und Erfahrungsaustausches. Zahlreiche klima:aktiv mobil
Projektpartner aus dem Burgenland präsentierten ihre bereits
erfolgreich umgesetzten Mobilitätsprojekte, wie beispielsweise die
Pflanzenöl Produktions- und Verwertungsges.m.b.H. und die Rax
Betriebs- und Verwaltungsges.m.b.H., Südburgenland - Ein Stück vom
Paradies, die Stadtgemeinde Neusiedl am See und die Gemeinde
Kohfidisch.
"Mit unseren Veranstaltungen setzen vor allem auf Dialog,
Vernetzung und gegenseitiges Lernen. Umwelt- und Klimaschutz haben
einen großen Stellenwert bei den burgenländischen Gemeinden und
Betrieben hat. Nur gemeinsam schaffen wir es, den Verkehr in
Österreich umweltschonend und energieeffizient weiterzuentwickeln und
den CO2-Ausstoß im Verkehrsbereich zu senken", so Berlakovich
abschließend.
Weitere Bilder unter:
http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2311/
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Stefan Ratzenberger Pressesprecher des Bundesministers T: 01-71100-6703 [email protected] www.klimaaktivmobil.at/greenmobility www.umweltfoerderung.at/verkehr
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