- 28.09.2011, 09:17:56
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Tiertransporter mit verletzten, blutigen Schweinen aus Deutschland auf Westautobahn gesichtet
VIER PFOTEN erstattet Strafanzeige wegen Tierquälerei

Wien (OTS) - Aufmerksame Tierschützer haben auf der Westautobahn
ab Linz einen deutschen Tiertransporter mit Schweinen beobachtet, der
Richtung Wien fuhr. Bei einem Tankstopp an der Abfahrt Loosdorf (NÖ)
fotografierten sie die Tiere und waren schockiert: Die Schweine
hatten zahlreiche blutige Verletzungen, machten einen stark
vernachlässigten Eindruck. Laut Ohrmarken kommen sie aus einem
deutschen Betrieb. VIER PFOTEN wird Strafanzeige wegen Tierquälerei
gegen den bayrischen Transporteur erstatten und fragt sich, ob das
Fleisch nun als "Österreichische Qualität" in den Geschäften liegt.
"Tiertransporte sind wegen der Enge und oft extremen
Temperaturverhältnissen immer eine Qual für die Tiere. Doch Schweine
zu transportieren, die derart verletzt sind, ist nicht nur ein
Verstoß gegen das Tierschutzgesetz sondern auch strafrechtlich
relevant", sagt VIER PFOTEN-Geschäftsführerin Johanna Stadler.
"Unnötige Qualen oder rohe Misshandlung sind laut Strafgesetzbuch
§222 mit bis zu einem Jahr Gefängnis bedroht. Und wenn das Fleisch
solcher geschundenen Tiere dann auch noch zu heimischem gemacht wird
und in unseren Regalen liegt, ist das ein zusätzlicher Skandal!"
Der Schweinetransport war dreistöckig beladen. Die Anzahl der
Tiere pro Abteil bzw. pro Quadratmeter ist durch die
EU-Transportverordnung für Schweine mit einem Gewicht von ungefähr
100 kg beim Transport mit 235 kg pro Quadratmeter begrenzt. Das
heißt, dass sich fünf erwachsene Schweine zwei Quadratmeter teilen
müssen - und selbst das wird oft überschritten! Überladung ist eines
der häufigsten Probleme, immer wieder machen aber Tiertransporte auch
Schlagzeilen, weil die Tiere über viele Stunden ohne Wasser und
Futter transportiert werden. Stadler: "Kontrollen und abschreckende
Strafen gibt es viel zu selten! Die Transporteure interessiert nur
der Profit, das Wohl der Tiere bleibt buchstäblich auf der Strecke."
VIER PFOTEN fordert verstärkte Kontrollen und eine Beschränkung von
Langstrecken-Tiertransporten auf maximal acht Stunden.
Druckfähige Bilder des Tiertransports werden auf Anfrage
honorarfrei zur Verfügung gestellt.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Jürgen Faulmann
0664 122 1367
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