• 27.09.2011, 09:46:08
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Kopflausmittel mit Dimeticonen sind die Antwort auf das Problem der zunehmenden Insektizid-Resistenzen von Kopfläusen - BILD

nyda packshot

Wien (OTS) - Infestationen mit Kopfläusen (Kopflausbefall,
Pedikulose) sind weit verbreitet und betreffen alle sozioökonomischen
Schichten der Bevölkerung. Etwa 1 Million Pedikulose-Fälle pro Jahr
errechnen Experten für Deutschland, umgelegt auf Österreich müssen
wir von rund 100.000 Fällen pro Jahr ausgehen. In den vergangenen
Jahren ist die Inzidenz der Pedikulose weiter gestiegen, obwohl eine
Vielzahl von Pedikuloziden zur Verfügung steht. Neben
Anwendungsfehlern dürfte dies auf die zunehmende Resistenz der Läuse
gegen die klassischen neurotoxisch wirkenden Insektizide
zurückzuführen sein. Dies gilt insbesondere für das Pyrethroid
Permethrin und das Organophosphat Malathion, die in vielen Ländern
der Welt regelmäßig bei Kopflausbefall eingesetzt werden(1-5). In
einer dänischen Studie waren sogar 70 Prozent der Kopfläuse resistent
gegen die herkömmlichen Präparate(5). In einer in Wales
durchgeführten stichprobenartigen Untersuchung waren vier von fünf
Läusen resistent gegen Permethrin(6). In der Folge wurden neue
Pedikulozide entwickelt, bei denen auf Grund ihrer physikalischen
Wirkmechanismen keine Resistenzentwicklungen zu erwarten sind.

Kopfläuse werden zunehmend resistent gegen klassische Insektizide mit
neurotoxischem Wirkmechanismus. Dimeticone sind eine wirksame und
verträgliche Alternative zu klassischen Insektiziden.

Eines der in den letzten Jahren am intensivsten untersuchten
Dimeticon-Produkte ist NYDA(R) (Pflichtangaben siehe Seite 17), eine
Mischung aus zwei Dimeticonölen in einer Konzentration von insgesamt
92%. Sowohl in vitro als auch klinische Studien haben dabei eine
exzellente Wirkung gegen Kopfläuse gezeigt. In einer randomisierten
klinischen Studie wurden 145 Kinder und Jugendliche einbezogen. Die
Heilungsrate mit Dimeticon war nach 9 Tagen 97,2% im Vergleich zu
67,6% in der Kontrollgruppe (1% Permethrin)(7). Eine Studie, die
dieses Jahr veröffentlicht wurde, zeigt zudem eine ausgezeichnete
ovizide (Ei-abtötende) Wirkung(8) von 100% (junge Eier) bzw. 94,9%
(reife Eier). Die Ei-abtötende Wirkung von anderen Präparaten
(Pflanzenprodukte, Einphasen-Dimeticonprodukte, neurotoxisch wirkende
Präparate), die vergleichend getestet wurden, war geringer.

Das 2-Stufen-Dimeticon NYDA(R) bekämpft die Kopfläuse in all ihren
Entwicklungsstadien nach einem physikalischen Wirkprinzip. Der
Angriffspunkt ist dabei die Insektenatmung. Unter dem Stereomikroskop
ist zu erkennen, wie NYDA(R) über die Atemöffnungen (Stigmen) der
Kopfläuse bis in die feinsten Verästelungen der Tracheen eindringt,
den Sauerstoff verdrängt und das Atemsystem irreversibel verschließt.
NYDA(R) dringt zudem auch in die Atemöffnungen der Eier (Nissen), die
so genannten Aeropylen, ein. Kopfläuse werden in all ihren
Entwicklungsstadien erstickt. Da eine Resistenzentwicklung der Läuse
gegenüber Präparaten auf Dimeticon-Basis aufgrund ihrer
physikalischen Wirkmechanismen äußerst unwahrscheinlich ist, werden
sie in Zukunft eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung von Kopfläusen
spielen.

Kopflausbefall - therapeutische Herausforderung und soziales Problem

Die Kopflaus (Pediculus humanus capitis) ist seit Tausenden von
Jahren ein parasitärer Begleiter des Menschen. Ungeachtet der langen
Historie ist Kopflausbefall (Pediculosis capitis) eine therapeutische
Herausforderung. Obwohl Kopfläuse in der Regel keine Krankheiten
übertragen, kann das durch den Juckreiz induzierte Kratzen zur
Schädigung der Hautbarriere führen. Eine Superinfektion der
Kratzläsionen mit Bakterien kann die Folge sein.

Der Befall mit Kopfläusen ist zudem stigmatisierend und mit
erheblichen familiären und sozialen Belastungen verbunden, etwa durch
den Ausschluss aus Schule oder Kindergarten.

Literatur:
1. Hill N. et al.: Single blind, randomised, comparative study of the
Bug Buster kit and over the counter pediculicide treatments
against head lice in the United Kingdom. BMJ 2005;331:384-387.
2. Durand R et al.: Detection of pyrethroid resistance gene in head
lice in schoolchildren from Bobigny, France. J Med
Entomol 2007;44:796-798.
3. Chosidow O et al.: Controlled study of Malathion and d-phenotrin
lotions for Pediculus humanus var capitis-infested
school children. Lancet 1994;344:1724-1727.
4. Mumcuoglu KY et al.: Permethrin resistance in the head louse
Pediculus capitis from Israel. J Med Vet Entomol
1995;9;427-432, 447.
5. Kristensen M. et al.: Survey of permethrin and malathion
resistance in human head lice populations in denmark. J Med
Entomol 2006;43(3);533-538.
6. Thomas DR et al.: Surveillance of insecticide resistance in head
lice using biochemical and molecular methods. Arch
Dis Child 2006;91(9):777-778.
7. Heukelbach J,, et al. (2008) A highly efficacious pediculicide
based on dimeticone: randomized observer blinded comparative trial.
BMC Infect Dis 8: 115.
8. Heukelbach et al. (2011) Ovicidal efficacy of high concentration
dimeticone: a new era of head lice treatment. JAAD 64: 4,e61-62.

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