Hinter den Kulissen von Rot-Schwarz ... (von Claudia Grabner)

Ausgabe 27. Sep. 2011

Klagenfurt (OTS) - Mit schmallippiger Härte hat sie sich den Ruf der eisernen Innenministerin erarbeitet. Mit Unnachgiebigkeit, die immun gegen jede humane Nuance in der Fremden-Frage blieb, polarisierte sie. Jetzt, als Finanzministerin, gibt es wenig(er) zu polarisieren. Allerdings gibt es mehr Spielraum, sich zu beweisen. Und den nutzt Maria Fekter. "Zu Gute" kommt ihr die Schwäche ihres Parteichefs: Michael Spindelegger ist ein Politiker, der an zu vielen Gängelbändern hängt. Auch wenn man ihm weder gröbere Dummheiten noch Affären nachsagen kann - er ist konturlos geblieben. Sein Kurs ist unbekannt. Wohin er seine ÖVP steuern lässt, haben Länder, Bünde, Wirtschaftspfründe, selbst ernannte Bigplayer noch nicht ausgelotet. Derweil bringt sich Fekter in Stellung: Mit Vorschlägen, die weit über ihr Ressort reichen, ebenso wie mit Kritik am Koalitionspartner. Immerhin hängt auch dieser ziemlich angeschlagen im Netz: SPÖ-Chef Werner Faymanns Inseratenvorlieben plagen die Partei, und provozieren auch hier hinter den Kulissen die Erbschaftsfrage - mit den Evergreens Hundstorfer und Voves. Österreichs Politik wird sich also bis auf Weiteres mit sich und den Folgen ihrer Unzulänglichkeit beschäftigen ...

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