• 25.09.2011, 11:27:18
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OÖ: Landes- und Gemeindebediensteten drohen Reallohnverluste

FSG-Entholzer: "ÖAAB unterschreibt seine eigene Bankrotterklärung"

Linz (OTS/FSG) - "Mit der Zustimmung zum gesetzlich verordneten
Lohnraub für Landes- und Gemeindebedienstete wird der ÖAAB endgültig
zum Österreichischer Arbeitnehmer-Abräumer-Bund", kritisiert der
Landesvorsitzende der Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen (FSG),
Reinhold Entholzer, den Beschluss des Verwaltungsausschusses des
Landes, wonach Landes- und Gemeindebedienstete eine um ein Prozent
niedrigere Lohnerhöhung als Bundesbeamte bekommen sollen. "Auch
GemeindearbeiterInnen, Krankenpflegepersonal und die MitarbeiterInnen
von Seniorenheimen spüren die Inflation. Die Kosten für
Nahrungsmittel, Wohnen und Energie sind empfindlich gestiegen. Einer
'Lohnerhöhung light', noch dazu ohne zu wissen, wie die Verhandlungen
auf Bundesebene ausgehen werden, kann kein vernünftiger
Gewerkschafter zustimmen. Den Bediensteten drohen Reallohnverluste."

Hiesl und Csar: Personalvertreter oder Arbeitgebervertreter?
Dass sich der oberste ÖAABler des Landes als
Landeshauptmann-Stellvertreter und Chef der Beamten schwer damit tut,
seine Mitglieder zu vertreten, sei nichts Neues. "Damit, dass nun
aber auch der oberste Personalvertreter der Landesbediensteten lieber
im Landtag seinen Parteifreunden einen Gefallen tut, als die
MitarbeiterInnen zu vertreten, unterschreiben ÖAAB und FCG ihre
Bankrotterklärung", sagt Entholzer.

Schließlich sei es eigentlich Aufgabe einer Personalvertretung, für
die MitarbeiterInnen zu verhandeln, statt Lohnverzicht zu
beschließen. "Anscheinend ist dem obersten Personalvertreter des
Landes Parteiräson wichtiger, als die Beamten", kritisiert Entholzer.
"Ein Landtagsmandat ist eben schwer mit dem Job als Beamtenvertreter
vereinbar." Auch vom schwarzen Arbeiterkammer-Vize sei bislang keine
Kritik am Sparprogramm zu hören. "Es ist interessant, wie die
ÖVP-Arbeitnehmervertreter ihre Aufgabe als Interessenpolitiker
definieren", wundert sich Entholzer.

Forderung nach gerechtem Lohn ist verantwortungsvoll
"Es ist nicht verantwortungslos, wie Hiesl meint, sondern
verantwortungsvoll, wenn eine Gewerkschaft gerechten Lohn für die
ArbeitnehmerInnen fordert", meint Norbert Haudum,
FSG-Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten,
Kunst, Medien, Sport, freie Berufe und oberster Interessenvertreter
der GemeindemitarbeiterInnen. Schließlich habe sich gezeigt, dass der
private Konsum das wichtigste Standbein der Wirtschaft in der Krise
gewesen sei. Dieses Standbein soll nun beschnitten werden. "Höhere
Löhne bedeuten mehr Konsum und kurbeln damit die Wirtschaft an. Das
gilt auch für Beschäftigte im öffentlichen Bereich", betont
Entholzer.

Rückfragehinweis:
Carmen Janko
FSG-Presse
0664/6145123

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