- 25.09.2011, 09:00:48
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"trend/BESTSELLER": Alexander Wrabetz kann sich keinen werbefreien ORF vorstellen
ORF-Chef fordert Ausweitung der Werbemöglichkeiten und spricht von "Kolonialstatus" in Bezug auf die deutschen Werbefenster
Wien (OTS) - Während international der Trend in Richtung
Werbefreiheit des öffentlich-rechtlichen Fernsehens geht, hält der
wiederbestellte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz eine solche
Entwicklung in Österreich für "volkswirtschaftlichen Unsinn". In
einem Interview mit dem am Montag erscheinenden Medien Spezial, das
vom Wirtschaftsmagazin trend und dem Fachmagazin Bestseller gemeinsam
produziert wurde, wettert Wrabetz gegen die "Aussaugungspolitik" der
deutschen Werbefenster: "Das ist absurd: Wir bilden deutsche
Studenten aus und finanzieren deutsche Medien mit unseren
Werbegeldern. So eine Art "Kolonialstatus" sollte man nicht
übertreiben."
Für den ORF, dessen Werbe-Anteil an der Gesamtfinanzierung zuletzt
schon auf unter 25 Prozent gesunken ist, fordert Wrabetz von der
Politik nun zusätzliche Werbemöglichkeiten: "Ich will einige
zusätzliche Minuten zur Finanzierung unserer geplanten Morgen-Strecke
im TV." Auch die Bewegtbild-Plattform TVthek soll in Zukunft
Werbeerlöse bringen. Derzeit werden verschiedene Modelle getestet,
mit einer Umsetzung rechnet Wrabetz nicht kurzfristig: "Das wird
sicher ein mehrmonatiges Verfahren, insofern glaube ich nicht, dass
es sich 2012 ausgehen wird."
Rückfragehinweis:
trend Redaktion, Tel.: (01) 534 70/3402
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