APA-OTS Politikanalyse: Jüngste Skandale dominieren Politik-Berichterstattung

Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten Politikerinnen und Politiker in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (16. September bis 22. September 2011) nimmt Bundeskanzler Werner Faymann die erste Position ein. Herbert Scheibner (BZÖ) belegt den zweiten Platz, auf Rang drei folgt Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP).

Während Bundeskanzler Werner Faymann (Rang eins, 1249 Nennungen) und Vizekanzler Michael Spindelegger (Rang drei, 584 Nennungen) nach zuvor bestätigten Meinungsverschiedenheiten in der Causa ÖBB-Inserate an der UN-Vollversammlung in New York teilnehmen, diskutieren in Österreich alle Parteien über einen U-Ausschuss zu den Vorwürfen gegen Faymann. Dieser soll in seiner Zeit als Infrastrukturminister Einfluss auf die Inseratenvergabe bei den ÖBB ausgeübt haben. Während die ÖVP eine Kanzler-Erklärung fordert, finden umgekehrt SPÖ-Angriffe auf Finanzministerin Maria Fekter (Rang vier, 456 Nennungen) wegen ihrem Nazi-Vergleich mit Bankenkritikern statt.

Innerhalb einer Parlamentsdebatte werden nicht nur die jüngsten Affären, in die sich der ÖBB-Inseratenskandal neben der Telekom-Affäre einreiht, heftig diskutiert. Am Ende der Nationalratssitzung hat das Parlament die Immunität von BZÖ-Sicherheitssprecher Herbert Scheibner (Rang zwei, 798 Nennungen) aufgehoben. Dadurch kann die Justiz Ermittlungen gegen den ehemaligen FP-Verteidigungsminister wegen Verdachts von Schmiergeldzahlungen im Zuge des Euro-Fighter-Kaufs aufnehmen.

Einen U-Ausschuss zur Causa Faymann schließt ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf (Rang sechs, 257 Nennungen) nicht aus, nachdem er zuvor konstatiert hat, dass es eigentlich nichts zu untersuchen gebe, da bereits "ein Geständnis" vorliegen würde. Er bezieht sich damit auf die Aussagen von Staatssekretär Josef Ostermayer (Rang fünf, 372 Nennungen), der Anfang der Woche verlautbart hat, als damaliger Kabinettschef Faymanns mit den ÖBB über PR-Maßnahmen gesprochen zu haben.

Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking: Herbert Scheibner, BZÖ (Rang zwei, 798 Nennungen); Josef Ostermayer, SPÖ (Rang fünf, 372 Nennungen); Franz Voves, SPÖ (Rang 8, 171 Nennungen); Hermann Schützenhöfer, ÖVP (Rang 13, 115 Nennungen); Anton Steixner, ÖVP (Rang 15, 108 Nennungen); Doris Bures, SPÖ (Rang 16, 106 Nennungen); Claudia Schmied, SPÖ (Rang 21, 87 Nennungen); Alois Stöger, SPÖ (Rang 22, 86 Nennungen); Josef Martinz, ÖVP (Rang 23, 83 Nennungen); Maria Vassilakou, Grüne (Rang 24, 79 Nennungen); Erwin Pröll, ÖVP (Rang 28, 71 Nennungen) und Josef Cap, SPÖ (Rang 29, 68 Nennungen).

Diese Woche finden sich im Top-30 Ranking 12 Politikerinnen und Politiker der ÖVP und neun der SPÖ. Die FPK und die Grünen stellen jeweils zwei Akteure, das BZÖ und die FPÖ stellen jeweils einen Akteur. Außerdem im Ranking: Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl, Bundespräsident Heinz Fischer und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. Das Top 30-Ranking setzt sich aus fünf Politikerinnen und 25 Politikern zusammen.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über den OTS-Politik-Channel http://www.ots.at/ranking/art/top/politik kostenlos abrufbar.

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