"trend/Bestseller": WAZ-Chef Hombach wünscht sich Friedensschluss mit Krone

Der Co-Geschäftsführer der WAZ, Bodo Hombach, plädiert für einen vernünftigen und fairen Interessensausgleich im Streit mit der "Kronen Zeitung".

Wien (OTS) - Im Disput rund um die "Kronen Zeitung" zwischen den beiden Hälfteeigentümern, Familie Dichand und der WAZ Mediengruppe, wünscht sich WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach ein Ende der festgefahrenen Situation. In der am Montag erscheinenden Ausgabe des "Medien Spezial", einer Coproduktion des Wirtschaftsmagazins trend und des Fachmagazins Bestseller, sagt Hombach - angesprochen auf die aktuellen Entwicklungen rund um die Eigentümerschaft der WAZ Mediengruppe - in Bezug auf Österreich: "Wenn es zu diesen Veränderungen in der WAZ Mediengruppe kommt, könnte ein neuer Klärungsprozess auch für das Thema "Krone" sinnvoll sein. 50:50-Verhältnisse verbergen unter schöner Symmetrie spezifische Schwierigkeiten - erst recht in der zweiten Generation. Da kann man im Sinne klarerer Unternehmens- und Führungsstrukturen klüger werden. Ich wünsche der "Krone" Gutes, warum also nicht auch ein Ende der festgefahrenen Unbeweglichkeit, die niemandem nützt."

Auf die Frage, ob er damit den Wunsch nach der Mehrheit an der Krone meint, antwortet Hombach zurückhaltend: "Entscheidend ist ein fairer Interessensausgleich. Einen solchen Dialog muss man ergebnisoffen beginnen. Das "Wenn ja, dann nur ich" versteinert ganz sicher den Knoten. Ernsthafte Gespräche können ihn vielleicht lösen. Ich glaube nicht, dass Rechtsstreitigkeiten weiterführen. Kluge denken in einer solchen Situation an das Unternehmen und setzen deshalb auf einen vernünftigen und fairen Friedensschluss." Das sei als "Wunsch und Empfehlung" zu verstehen, ob es dazu komme, könne er aber nicht vorhersagen.

Zur "Kronen Zeitung" allgemein stellt er im trend/Bestseller-Interview des Medien Spezial, das anlässlich der kommende Woche stattfindenden Österreichischen Medientage erscheint, fest: "Das Potenzial der Krone ist fantastisch. Sie hat eine einzigartige Leserbreite. Es wäre schade, daraus nicht mehr zu machen. Eine wirtschaftliche Wiederaufrichtung müsste ein Leichtes sein." Bodo Hombach ist auch Keynotespeaker bei den Medientagen, die vom 27. bis 29. September in der Wiener Stadthalle stattfinden.

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