Zugang zum Landespflegegeld der Stufen 1 und 2 wird erschwert: Antrag am besten noch heuer stellen

Linz (OTS) - Das Landespflegegeld wird ab 1. Jänner 2012 in die Bundesregelung übergeführt. Die Regelungen in Oberösterreich bei den Stufen 1 und 2 sind derzeit günstiger. Die AK Oberösterreich empfiehlt, noch heuer einen Antrag zu stellen.

Derzeit gibt es beim Landespflegegeld in Oberösterreich bei den Stufen 1 und 2 günstigere Regelungen. Ab 1. Jänner 2012 muss der höhere Pflegeaufwand des Bundespflegegeldes nachgewiesen werden, um ein Pflegegeld der Stufe 1 oder 2 zu erhalten.

Landespflegegeld der Stufe 1 wird gewährt, wenn Pflegebedürftigkeit vorliegt und der ständige Betreuungs- und Pflegeaufwand mehr als 50 Stunden monatlich beträgt und voraussichtlich zumindest sechs Monate andauern wird. Für die Stufe 2 sind über 75 Stunden notwendig. Diese Regelung gilt noch bis 31. Dezember 2011. Ab 1. Jänner 2012 werden Gesetzgebung und Vollzug beim Pflegegeld von den Ländern auf den Bund übertragen. Damit wird für die Stufen 1 und 2 ein höherer Pflegeaufwand notwendig: Für die Stufe 1 über 60 Stunden und für die Stufe 2 über 85 Stunden.

"Alle Anträge für ein Landespflegegeld, die bis 31.12.2011 bei der Wohnsitzgemeinde einlangen, werden noch nach der alten Landesregelung bewertet. Wir raten daher, den Antrag noch vor Jahresende zu stellen", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. "Wichtig wäre auch, die Stufe 6 des Landespflegegeldes, die derzeit um 18 Euro monatlich unter dem Bundespflegegeld liegt, an die Höhe des Bundespflegegeldes im Jahr 2011 noch anzupassen", so der AK-Präsident.

Das Landespflegegeld gilt für alle pflegebedürftigen Menschen, die nicht unter das Bundespflegegeldgesetz - beispielsweise ASVG-Pensionisten/-innen - fallen. Das sind Arbeitnehmer/-innen, mitversicherte Angehörige, Sozialhilfeempfänger/-innen sowie Bezieher/-innen einer Beamtenpension des Landes oder einer Gemeinde.

Das Landespflegegeld ist eine zweckgebundene Leistung, die ausschließlich zur Abdeckung der pflegebedingten Mehraufwendungen bestimmt ist. Es wird nach Ausmaß des Pflegebedarfs - unabhängig vom Einkommen, Vermögen oder von der Ursache der Pflegebedürftigkeit -geleistet. Landespflegegeld der Stufen 1 und 2 bezogen per 1. Jänner 2011 über 5000 Menschen. Insgesamt erhielten in Oberösterreich rund 9700 Personen Landespflegegeld.

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