• 22.09.2011, 09:18:35
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ÖAMTC-Winterreifentest 2011: Neue Testmethode für 16 Zoll Winter-Breitreifen, Teil 3 (+ Foto)

Neue Bergprüfung deckt Kurvenschwäche auf

Wien (OTS) - Wer bei winterlichen Fahrverhältnissen auf einer
kurvenreichen Bergstraße unterwegs ist, hat es vielleicht schon
erlebt: In einer steiler werdenden Kehre muss Gas weggenommen werden,
der Kurvenausgang ist besonders glatt und schon bleibt man hängen.
"Für solche Missgeschicke ist meist nicht nur die Traktion, sondern
die Seitenführung des Reifens verantwortlich. Wenn der Reifen zu
stark nach außen schiebt, kann es sogar nötig sein, innerhalb der
Kurve zu bremsen, um nicht in den Gegenverkehr zu rutschen. Auch in
einer solchen Situation kann man hängen bleiben, weil der Schwung
verloren geht", weiß ÖAMTC-Experte Willy Matzke.

Der ÖAMTC testete deshalb zusätzlich zu den Standardgrößen als
einziger europäischer Club sechs Breit-Winterreifen der Dimension
205/55 R 16 H in einer speziellen Bergprüfung. "Die sportlichen Pneus
wurden nach den Standardprüfungen wie Nass, Trocken, Eis, Verbrauch
und Schnelllauf praxisnah auf einer mehreren Kilometer langen
Bergstrecke getestet", erklärt ÖAMTC-Reifenexperte Willy Matzke. Da
die breiten Pneus auch ein entsprechend sportliches Fahrzeug
verlangen, wurden erstmals bei einem Winterreifentest auch Autos mit
Turbolader eingesetzt. "Besonders ausgewogen präsentierte sich im
ÖAMTC-Test der Semperit Speed Grip 2, der den Konkurrenzprodukten vor
allem beim Bremsvorgang auf nasser Fahrbahn überlegen war. Auf den
Plätzen zwei und drei dieser Sonderprüfung folgten der Pirelli
Snowcontrol 3 und der Dunlop Winter Sport 4D", fasst Matzke die
Ergebnisse zusammen. Der neue Goodyear UG 8 und der Michelin Alpin 4
schwächelten in der Seitenführung.

Langzeittest zeigt: Im Sommer durchgefahrene Winterreifen
versagen

Es kommt nach wie vor häufig vor, dass Autofahrer ihre
Winterreifen auch im Sommer benutzen. Ein Spezialtest des Clubs zeigt
die Risiken auf. "Die ÖAMTC-Tester legten dafür eine Strecke von
20.000 km mit dem bewährten Michelin Alpin 4 zurück. Diese Distanz
wurde in zwei Wintern und einem Sommer ohne einen Reifenwechsel
abgespult", erläutert der ÖAMTC-Reifenexperte. Die nachfolgende
Überprüfung der Pneus zeigte, dass die Gripkanten durch die starke
Beanspruchung und unsachgemäße Verwendung abgerundet und entsprechend
schwach wirksam waren. Der Traktionstest offenbarte, dass nach dieser
harten Langzeitprüfung nur mehr knapp 60 Prozent der Zugkraft eines
neuen Michelin Alpin 4 vorhanden waren. Beim Bremsen verlor der alte
Reifen immerhin rund fünf Prozent Leistung auf das Neuprodukt. "Diese
Zahlen zeigen, dass von einer Verwendung des falschen Reifentyps zur
falschen Jahreszeit unbedingt abzusehen ist. Prinzipiell gilt für
Autoreifen die Sicherheitsformel '4x4x4'. Man sollte immer vier
gleiche Reifen am Auto haben, die Pneus nie länger als vier Jahre
benutzen und darauf achten, dass das Restprofil nie vier Millimeter
unterschreitet. Das ist bei Winterreifen ohnehin das gesetzliche
Minimum" erklärt der ÖAMTC-Experte abschließend.

(Schluss)

Aviso an die Redaktionen:
Bildmaterial zu dieser Aussendung ist unter www.oeamtc.at/presse
abrufbar.

Informationen zu allen Tests des ÖAMTC findet man unter
www.oeamtc.at/tests.

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Tschernutter
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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