• 21.09.2011, 16:08:16
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"KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter: "Durchhalten, Töchterle"

Der Minister ist stark gestartet, jetzt muss er seine Ideen durchkämpfen.

Wien (OTS) - Karlheinz Töchterle war ein absoluter Glücksgriff.
Der Wissenschaftsminister spricht wie ein Mensch, nicht wie ein
Polit-Computer. Und er weiß, was er will. Auch das hebt ihn positiv
hervor.
Aber jetzt verlässt den Professor aus Tirol der Mut. Töchterle hat
für seinen Studiengebühren-Vorschlag die große Mehrheit der
Österreicher hinter sich. Und sogar die Mehrheit der SPÖ-Wähler. Also
sollte er bei seiner Idee einer Volksbefragung bleiben. Die
Regierungsparteien blockieren einander ohnehin, wo sie nur können.
Und gerade Werner Faymann ist ja ein Freund von Volksentscheiden.
Also wozu noch zögern, Herr Cunctator.
Die Taktik des Zauderns mag dem Feldherrn Quintus Fabius Maximus
im 2. Punischen Krieg gegen Hannibal geholfen haben. Jetzt erwarten
die Österreicher endlich klare Entscheidungen. Die ÖVP-Führung aber
wirkt so, als wäre es ihr wichtig, die SPÖ nicht über Gebühr zu
reizen. Sticheln ja, ernsthafte Auseinandersetzungen nein.
Also droht uns der nächste Arbeitskreis, wo übermüdete
Koalitionäre so lange aufeinander einreden, bis alle erschöpft
aufgeben - und die Unis gehen weiter vor die Hunde. Töchterle kann
mehr.

Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601

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