- 20.09.2011, 11:52:01
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ÖOG stellt Initiative "Augenblick" vor
Forderungen an die österreichische Politik, um das Augenlicht der Österreicher möglichst lange zu erhalten

Wien (OTS) - Obwohl viele Menschen eine Brille oder Kontaktlinsen
benötigen, konsultieren nur wenige einen Augenarzt. Meist wird ein
Termin beim Optiker wahrgenommen, regelmäßige Kontrollen beim
Ophthalmologen bleiben jedoch aus. Zudem besteht ein hohes
Informationsdefizit der Bevölkerung in Hinblick auf die Leistungen
und Kompetenzen von Augenärzten. Um dem entgegenzuwirken, hat die
Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft (ÖOG) die Initiative
"Augenblick" ins Leben gerufen. Die ÖOG stellt im Sinne der
Volksgesundheit und der Menschen Forderungen an die Politik, um das
Augenlicht der Österreicher zu erhalten. +++
Bei der Pressekonferenz zum Thema "ÖOG stellt Initiative
"Augenblick" vor. Forderungen an die österreichische Politik um das
Augenlicht der Österreicher möglichst lange zu erhalten" diskutierten
OMR Dr. Helga Azem, Präsidentin der Österreichischen
Ophthalmologischen Gesellschaft, Mag. Rupert Roniger, Geschäftsführer
von LICHT FÜR DIE WELT, Prim. Univ.-Prof. Dr. Susanne Binder,
Vorstand der Augenabteilung KA Rudolfstiftung Ludwig Boltzmann
Institut für Retinologie und biomikroskopische Laserchirugie und Dr.
Peter Gorka, Niedergelassener Augenfacharzt in St. Pölten und
Vorsitzender des Fachgruppenbeirates der ÖOG über die aktuelle
Situation der Augenheilkunde in Österreich und auf globaler Ebene,
das Leistungsspektrum und Rolle des Augenarztes sowie die
augenärztliche Versorgung im ambulanten und stationären Bereich.
Zudem wurde der 2. Wiener Augentag am 28. September 2011 im Wiener
Rathaus angekündigt.
Eine gute Sehschärfe ist noch kein Garant für ein gesundes Auge
OMR Dr. Helga Azem, die auch Vorsitzende des
Bundesfachgruppenbeirates Augenheilkunde und Optometrie der
Österreichischen Ärztekammer ist, eröffnete die Pressekonferenz mit
den Zielen und Anliegen der ÖOG sowie Augengesundheit im Allgemeinen.
"Österreichs Augenärzte versorgen die Bevölkerung auf höchstem
medizinischem Niveau. Sie prüfen nicht nur das Auge an sich, sondern
betrachten den Menschen ganzheitlich. Der Augenarzt ist in der Lage,
nicht nur Augenkrankheiten, sondern auch zahlreiche allgemeine
Erkrankungen zu diagnostizieren, die nicht primär das Auge betreffen.
Es werden demnach Tumoren, Gefäßerkrankungen, Zuckerkrankheit,
Autoimmunerkrankungen oder Nierenerkrankungen am Auge sichtbar. Ziel
ist es daher, die Bevölkerung durch die Initiative 'Augenblick' über
diese Kompetenzen zu informieren und ein breiteres Bewusstsein für
Augengesundheit und die Notwendigkeit regelmäßiger Kontrollen zu
schaffen. Eine gute Sehschärfe ist noch kein Garant für ein gesundes
Auge", so OMR Dr. Azem. Umgekehrt sind gerade Fehlsichtigkeiten mit
großen Sozio-ökonomischen Kosten verbunden.
Ausbildung des Augenarztes ist eminent
Prim. Univ.-Prof. Dr. Susanne Binder, Vorstand der Augenabteilung
KA Rudolfstiftung, Ludwig Boltzmann Institut für Retinologie und
biomikroskopische Laserchirugie erläuterte den Ausbildungshintergrund
der Augenärzte und strich die Wichtigkeit eines akademischen Studiums
hervor: "Das Medizinstudium ist für einen Augenarzt eminent, da das
Auge kein einzelnes optisches Organ darstellt, sondern in
Zusammenhang mit dem menschlichen Körper ganzheitlich betrachtet
werden muss. Viele systemische Allgemeinerkrankungen sind am Auge zu
erkennen. Die allgemeinmedizinische Ausbildung ist außerdem
notwendig, da das Auge auch ein Botschafter für mögliche andere
Indizien für einen Krankheitsverlauf ist. Augenheilkunde ist eine
Wissenschaft - man kann sie nicht rein handwerklich erlernen",
stellte Prim. Univ.-Prof. Dr. Binder dar.
Augengesundheit verlangt die Zusammenarbeit diverser
Gesundheitsberufe
Dr. Peter Gorka, Niedergelassener Augenfacharzt in St. Pölten und
Vorsitzender des Fachgruppenbeirates der ÖOG klärte über die
Notwendigkeit einer Vernetzung der Ophthalmologen mit anderen
Fachdisziplinen auf: "Um Patienten gesamtheitlich betreuen zu können,
ist die Zusammenarbeit von Augenärzten mit anderen Gesundheitsberufen
notwendig. Zudem ist die Entwicklung von Zentren, in denen sich
diverse Spezialisten zusammenschließen von Vorteil, um ein möglichst
großes Leistungsspektrum abzudecken", meinte Dr. Gorka. Weiters
machte er darauf aufmerksam, dass die Augengesundheit das höchste Gut
des Menschen sei und daher in die Hand des Facharztes gehöre -
welcher 12 Jahre Ausbildung absolviert hat. Zudem wären regelmäßige
Vorsorgeuntersuchungen sowie - wenn nötig - eine rechtzeitige
Therapie unabdinglich.
LICHT FÜR DIE WELT setzt sich für die Augengesundheit in
Armutsgebieten ein
Mag. Rupert Roniger, Geschäftsführer von LICHT FÜR DIE WELT,
erläuterte anhand von eindrucksvollem Fotomaterial die Situation
blinder, anders behinderter und von Behinderung bedrohter Menschen in
Armutsgebieten: "Etwa 161 Millionen Menschen leben weltweit mit einer
Sehbehinderung, 39 Millionen von ihnen sind blind. Nach wie vor ist
Grauer Star die häufigste Erblindungsursache, da Menschen in
Armutsgebieten keinen Zugang zu augenmedizinischer Grundversorgung
haben. Dieser Tatsache versucht LICHT FÜR DIE WELT durch zahlreiche
Projekte entgegenzuwirken. Bereits in 141 Hilfsprojekten in Afrika,
Asien, Lateinamerika und Südosteuropa konnte die Organisation 2010
das Augenlicht von Kindern retten, behinderten Kindern Zukunft
schenken, sowie die Chancen und Rechte von Menschen mit Behinderungen
nachhaltig verbessern", so Mag. Roniger.
Forderungen an die österreichische Politik
Während LICHT FÜR DIE WELT die weltweit Ärmsten unterstützt,
kümmert sich die ÖOG primär um die Augengesundheit der Österreicher.
Gemeinsam ist ihnen der Kampf gegen Blindheit. OMR Dr. Azem gibt zu
bedenken, dass ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung, der unter
einer Sehschwäche leidet, einen Optiker oder Optometristen aufsucht,
anstatt zum Augenarzt zu gehen. Diese Entwicklung würde sich in
Zukunft noch verschärfen, weil die Optiker und Optometristen auch
diagnostische und therapeutische Leistungen anbieten möchten und
dafür das politische Terrain gezielt aufbereiten würden - ohne über
die entsprechende medizinische Ausbildung oder das Wissen zu
Verfügen. "Optiker und Optometristen sind wichtige Partner der
Augenärzte - dennoch muss der Stellenwert der Augenheilkunde im
Gesundheitssystem in der Öffentlichkeit betont und das Bewusstsein
dafür geschärft werden. Aus diesen Gründen stellt die ÖOG im Sinne
der Volksgesundheit Forderungen an die österreichische Politik - um
den Verlust der Sehkraft zu reduzieren", so OMR Dr. Helga Azem.
(Detaillierte Forderungen siehe gesondertes Factsheet)
Ankündigung Initiative "Augenblick":
"Österreich schaut auf seine Augen, Österreich schaut zum Augenarzt!"
Die Initiative "Augenblick" - eine breit angelegte
Awareness-Kampagne - will über Missstände aus Sicht der Augenärzte
aufklären. Unter dem Leitsatz "Österreich schaut auf seine Augen,
Österreich schaut zum Augenarzt!" möchte die Initiative nicht nur
verstärkt Imagearbeit für die Bedeutung der Augengesundheit und
Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit leisten, sondern sich aktiv
für eine Verbesserung der Situation einsetzen. Mit der Initiative
wurde ein Strategiekonzept entworfen, das die Wertigkeit der
Ophthalmologie nach innen und nach außen in einer klaren,
einheitlichen Linie kommuniziert und den Wert der augenärztlichen
Untersuchung klar herausstreicht. Die Initiative startet im Oktober
mit TV-Spots zur Bewusstseinsbildung im Sinne einer frühen Diagnose
zur Vermeindung von Blindheit und Reduktion von Frühpensionen und
enormen Folgenkosten für das Gesundheitssystem.
2. Wiener Augentag dient der Aufklärung der Bevölkerung
Um die Bevölkerung über Augengesundheit aufzuklären und dieser
ausreichend Informationen zur Verfügung zu stellen, findet am 28.
September 2011 der 2. Wiener Augentag im Rathaus statt. Experten
klären mittels Vorträgen über Augengesundheit, insbesondere über
altersbedingte Makuladegeneration, Glaukom und andere
Sehbehinderungen auf. Zudem werden kostenlose Augenuntersuchungen wie
Schichtbildaufnahme der Netzhaut, Augendruckmessung,
Linsenberechnung, Operationsberatung und viele weitere
Gesundheitsangebote angeboten.
Genauere Informationen unter: http://www.augentag.at/
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2233
Die in diesem Pressetext verwendeten Personen- und
Berufsbezeichnungen treten der besseren Lesbarkeit halber nur in
einer Form auf, sind aber natürlich gleichwertig auf beide
Geschlechter bezogen.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Welldone GmbH, Werbung und PR
Mag. Elisabeth Kranawetvogel, Mag. Nina Bennett, MA
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Lazarettgasse 19/4. OG, 1090 Wien
Tel.: 01/402 13 41-40 bzw. 37 E-Mail: [email protected]
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