- 19.09.2011, 16:10:12
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"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Uni-Gebühren, ja bitte"
Ihre Wähler sind längst weiter als die SPÖ-Spitze - Zeit, die Blockade zu brechen.
Wien (OTS) - Jetzt ist der Altphilologe endgültig in der
Neuzeit angekommen. Jüngst warb er mit vielen Argumenten für sein
Uni-Gebühren-Modell. Von der SPÖ kam reflexartig nicht mehr als
"Der freie Hochschulzugang muss bleiben". Nun zeigt Karlheinz Töchterle, dass er auch anders kann. Wenn der - gefühlt hundertste - Anlauf zu Studiengebühren neuerlich ins Leere
geht, sieht er nur mehr einen Ausweg: Das Volk befragen!
Darauf kann man als leidgeprüfter Konsument der Politik-Verweigerung
sarkastisch sagen: Wann immer rot und schwarz streiten, rufen
sie das Volk als Schiedsrichter an. Im Fall der Uni hört sich
aber der Spaß auf, wenn mit Semesterstart das Chaos
ausbricht.
Der Kanzler begründet sein Nein zu Uni-Gebühren gern damit,
dass die SPÖ dieses Wahlkampfversprechen nicht brechen kann. Seit
der Wahl hat sich die Welt nicht nur um eine Weltwirtschaftskrise
weitergedreht. Es gibt zudem keine sauberere Art, ein altes
Versprechen einem neuen Reality-Test zu unterziehen als eine
Volksbefragung. Die Angst vor der Rache der eigenen Wähler ist
längst eine Fata Morgana. Die denken längst schon weiter als die
Partei erlaubt, so das Ergebnis der jüngsten OGM-KURIER-Umfrage: 52
Prozent der SPÖ-Wähler sind für die "Wiedereinführung von
Studiengebühren".
Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at
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