- 19.09.2011, 14:54:17
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Berlakovich: Betriebe, Gemeinden und Regionen - unsere wichtigsten Partner beim Klimaschutz im Verkehr
100 steirische und Kärntner Betriebe und Gemeinden diskutierten neue Mobilitätskonzepte

Weiz (OTS) - Unter dem Motto "Klima schützen, Gemeinden und
Wirtschaft stärken, Arbeitsplätze schaffen" diskutierte
Umweltminister Niki Berlakovich heute im Rahmen der klima:aktiv mobil
Länderkonferenz für Steiermark und Kärnten mit Expertinnen und
Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeitsmarkt über die
Zukunft der Mobilität in Österreich. Über 100 VertreterInnen von
Betrieben, Städten, Gemeinden, Regionen und Vereinen nutzten die
Möglichkeit, ihre umgesetzten und geplanten Mobilitätsprojekte zu
präsentieren, sich untereinander auszutauschen und sich über die
vielfältigen Maßnahmen und Förderungen des Lebensministeriums zu
informieren. "Der Energieverbrauch wird weiterhin stark ansteigen.
Der Verkehr ist zu 95 Prozent von Erdöl abhängig, daher ist es
wichtig, den Verbrauch umweltfreundlicher zu gestalten. Mit dem
klima:aktiv mobil Förderprogramm unterstützen wir Investitionen in
eine klimaschonende Mobilitätszukunft. Bereits 1.800 klima:aktiv
mobil Projektpartner sparen gemeinsam 450.000 Tonnen CO2 ein. Mit
einer Fördersumme von über 42 Mio. Euro fördern wir
Fuhrparkumstellungen, Projekte zu Elektromobilität,
Mobilitätsmanagement und Radverkehr. Und das mit Erfolg. Seit 2005
konnten die CO2-Emissionen um 12 % gesenkt werden", betont
Umweltminister Niki Berlakovich im Rahmen der Konferenz.
Steiermark und Kärnten: Vorsprung durch Innovation im Verkehr
Die beiden Bundesländer Steiermark und Kärnten sind Vorreiter in
Sachen Umweltschutz. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt vor allem
auf der Umstellung der Fuhrparks auf alternative Antriebe wie
Elektro- oder Erdgasfahrzeuge, sowie der Forcierung des Radverkehrs.
In der Steiermark wurden bisher 258 klima:aktiv mobil Projekte mit
einer CO2-Reduktion von 85.712 Tonnen umgesetzt. In Kärnten waren es
91 Projekte mit einer Einsparung von 16.969 Tonnen CO2. Landesrat
Johann Seitinger betonte: "Es ist nicht unsere Aufgabe, die Zukunft
vorauszusagen, sondern gut auf sie vorbereitet zu sein. Wir sichern
die wirtschaftliche Zukunft unserer Kinder nicht mit Kohlekraftwerken
und Benzinmotoren, sondern mit sauberen Technologien, die weltweit
gebraucht werden. Alle Ansätze der Klimaschutzmaßnahmen bringen uns
neben höchster Sicherheit im Bereich der Energieversorgung auch neue
Wertschöpfungsansätze und Arbeitsplätze. Investitionen in den
Klimaschutz sind die nachhaltigsten Investitionen überhaupt! Es
müssen zukunftsfähige und leistbare Modelle entwickelt werden, um den
Menschen erneuerbare Energie und Solarenergie "schmackhaft" zu
machen. Als Ergänzung zu den erneuerbaren Energieträgern sollen Holz
und andere ökologische Baustoffe verstärkt eingesetzt werden, um
sinnvolle Synergien herzustellen."
Peter Steinkellner, Verkehrsstadtrat der Stadt Klagenfurt, hob das
notwendige Engagement der Gemeinden hervor: "Es ist Aufgabe der
Gemeinden, für ein attraktives Angebot an Radwegen und öffentlichen
Linien zu sorgen. Nur so und mit Hilfe einer intensiven
Bewusstseinsbildung kann der schrittweise Umstieg jedes Einzelnen vom
PKW auf das Fahrrad, den öffentlichen Verkehr oder auch die
E-Mobilität ermöglicht werden. Die ökologische Umrüstung der
städtischen Verkehrsflotten ist ein zusätzlicher Impuls für
Umweltschutz und Wirtschaft. Als Verkehrsreferent liegt mir diese
positive Entwicklung sehr am Herzen." Helmut Mödlhammer, Präsident
des Österreichischen Gemeindebundes, ergänzte: "Das klima:aktiv mobil
Programm stellt ein wichtiges Instrument zur Förderung der Umsetzung
notwendiger Energieeffizienzmaßnahmen in den Gemeinden dar. Gemeinden
waren immer schon Vorreiter in Sachen Umweltschutz und
Nachhaltigkeit. Durch die vielen Projekte, die die Gemeinden Jahr für
Jahr nicht zuletzt aufgrund der bestehenden Förderprogramme in
Angriff nehmen - von Fuhrparkumstellungen angefangen, über
klimaschonendes Mobilitätsmanagement bis hin zum Einsatz erneuerbarer
Energien - werden die Gemeinden einmal mehr ihrer Vorbild- und
Multiplikatorwirkung gerecht. In vielen Bereichen, so etwa in der
thermischen Sanierung, waren die Gemeinden die Initialzündung dafür,
dass der einzelne Bürger "klimaaktiv" wurde.
Energieregion Weiz-Gleisdorf: Eine ganze Region fährt ab!
Dass die klima:aktiv mobil Länderkonferenz in Weiz abgehalten
wurde, ist kein Zufall. Die Region besteht aus einem Zusammenschluss
von 18 Gemeinden, die gemeinsam das Ziel verfolgen, das bis 2020 in
der Region gleich viel Energie erzeugt, wie verbraucht wird. Die
Schwerpunkte der Aktivitäten liegen auf Umstellungen auf E-Fahrzeuge,
Bewusstseinsbildung, gemeindeübergreifende Veranstaltungen wie
beispielsweise die Pedelec-Schlossberg-Challenge, eine
Käferbohnenrundfahrt oder eine Fahrrad-Schnitzeljagd und die
Verbesserung der Schnittstelle Radverkehr und öffentliche
Verkehrsmittel. "Unsere Region setzt mit Herz und Hirn auf
zukunftsorientierte Themen wie jene der E-Mobilität. Der technische
Fortschritt sowie politische Entwicklungen erfordern gute und
nachhaltige Lösungen. Neben dem politischen Willen sind intelligente
Investitionsfreudigkeit sowie die Darstellung des Nutzens für die
BürgerIn wesentlich. Auch kompetente PartnerInnen sind Teil des
Erfolgs. Glücklicherweise bringt die Region bereits viel an Wissen,
Ressourcen, Erfahrungen und Erfolge mit. Mit diesen Voraussetzungen
werden wir hervorragend die Herausforderungen der Zukunft meistern",
so Iris Absenger-Helmli, Geschäftsführerin der Energieregion
Weiz-Gleisdorf.
Stärkung der Wirtschaft durch umweltfreundliche Mobilität
Klimaschutz im Verkehr bedeutet nicht nur eine Senkung des
CO2-Ausstoßes, er bringt auch Chancen für Betriebe und Gemeinden am
Arbeitsmarkt. "Mit dem Masterplan für green jobs haben wir im
Lebensministerium eine Strategie zur weiteren Forcierung von
Arbeitsplätzen im Umweltbereich erstellt. Bis 2020 sollen 100.000
neue green jobs geschaffen werden, 15.000 davon im Verkehr", so
Umweltminister Niki Berlakovich. Die Wirtschaftskammer ist in
Österreich ein starker Partner des Lebensministeriums.
"Elektromobilität wird in Zukunft eine wichtige Rolle im Verkehr
spielen. Das ist eine große Chance, die Luftqualität zu verbessern
und klimaschädliche Emissionen einzusparen. In der Steiermark
ansässige Firmen sind maßgeblich an der Entwicklung der Technologien
beteiligt. Man darf dabei aber nicht vergessen: Strom kommt nicht
einfach aus der Steckdose. Damit diese sauberen Elektrofahrzeuge auch
mit sauberer Energie betrieben werden können, muss der Ausbau der
Wasserkraft vorangetrieben werden", so Josef Herk, Präsident der
Wirtschaftskammer Steiermark.
Das steirische Unternehmen Feistritzwerke STEWAG GmbH setzt
besonders auf Kilometer- und Spritsparen, Tourenoptimierungen, den
Einsatz modernster IT Technologien für Tourenoptimierungen und
Bewusstseinsbildung bei den MitarbeiterInnen. "Mit unserem Programm
'Gib Sonne in den Tank' und dem intelligentem KFZ Flottenmanagement
sparen wir Kosten und schonen die Umwelt", so Geschäftsführer Walter
Schiefer.
Präsentation von Good Practice Beispielen und Auszeichnung
zahlreicher klima:aktiv mobil Projektpartner
Der zweite Teil der Konferenz stand ganz im Zeichen des Dialogs
und Erfahrungsaustausches. Zahlreiche klima:aktiv mobil
Projektpartner aus der Steiermark und Kärnten präsentierten ihre
bereits erfolgreich umgesetzten Mobilitätsprojekte, wie
beispielsweise Feistritzwerke GmbH, Energieregion Weiz-Gleisdorf,
Kostmann GesmbH, Schotter- und Betonwerk Karl Schwarzl
Betriebsgesellschaft m.b.H, Tourismusverband Bad Radkersburg,
Tourismusregion Velden, Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen, die Stadt
Weiz, die Gemeinde Hartberg und die Marktgemeinde Lieboch. "Mit
unseren Veranstaltungen setzen vor allem auf Dialog, Vernetzung und
gegenseitiges Lernen. Die heutige Länderkonferenz in Weiz hat
gezeigt, dass Umwelt- und Klimaschutz einen großen Stellenwert bei
den steirischen und Kärntner Gemeinden und Betrieben hat. Nur
gemeinsam kann es uns gelingen, den Verkehr in Österreich
umweltschonend und energieeffizient weiterzuentwickeln und den
CO2-Ausstoß im Verkehrsbereich zu senken", so Berlakovich
abschließend.
Weitere Bilder unter:
http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2228/
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Stefan Ratzenberger Pressesprecher des Bundesministers T: 01-71100-6703 [email protected] www.klimaaktivmobil.at/greenmobility www.umweltfoerderung.at/verkehr
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