- 19.09.2011, 13:48:17
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Millioneninvestition in die Forschungsinfrastruktur - BILD

Wien (OTS) - Grund zum Feiern gab es heute an der
Montanuniversität Leoben. Im Beisein von Universitätsratsvorsitzendem
Dr. Hannes Androsch, des Rektors der Montanuniversität, Magnifizenz
Wolfhard Wegscheider, der Landtagsabgeordneten Ing. Eva Maria Lipp
sowie des Leobener Bürgermeisters, Dr. Matthias Konrad, und
zahlreicher Vertreter aus der Industrie wurde am Department für
Kunststofftechnik ein weltweit einzigartiger Spritzgießcompounder im
Wert von rund 1 Million Euro in Betrieb genommen.
"In den letzten 8 Jahren, also im Tätigkeitszeitraum des
scheidenden Rektorates und des Universitätsrates, wurden an der
Montanuniversität insgesamt rund 60 Millionen Euro in Gebäude und ca.
30 Millionen in die Geräteinfrastruktur investiert, davon für die
Kunststofftechnik allein 22 Millionen Euro", so Androsch. Die
österreichischen Universitäten seien gefordert, sich um den
Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Österreich in verstärktem Maße
zu bemühen und ihre Verantwortung als exzellente Wissens- und
Forschungsstätten wahrzunehmen, so Androsch, der die
Montanuniversität zur neuen Errungenschaft beglückwünschte. "Wir
wollen uns im Bereich der Kunststofftechnik zu einem international
sichtbaren 'Center of Excellence' entwickeln", so Androsch, der auch
die Weiterentwicklung des PCCL (Polymer Competence Centers Leoben)
gemeinsam mit der Studienrichtung Kunststofftechnik zu einem
Comet-Zentrum als Ziel nannte.
Spritzgießcompounder
Der von der Firma Engel gebaute und in seiner Konzeption weltweit
einzigartige Spritzgießcompounder wird am Department für
Kunststofftechnik für die kooperative Forschung und
Hybridbauteilentwicklung verwendet. Die Compoundieranlage des
Forschungsaggregates ist speziell für die Herstellung und
Verarbeitung von nanoverstärkten Polymeren maßgeschneidert. Die
Anlage besteht aus einem 27 mm/44 bis 52D Leistritz-Compounder und
einer vollelektronischen 1800 kN Engel Spritzgießmaschine, konzipiert
für Mehrkomponentenspritzgießen und die Herstellung von
Polymer-Nanocomposites auf Basis konventioneller als auch
hochtemperaturbeständiger Thermoplaste. Die Gesamtanlage ist mit
einem 3-Wege-Ventil ausgestattet und kann sowohl als
Spritzgießcompounder als auch getrennt als Compoundieranlage bzw.
Spritzgießmaschine verwendet werden.
Neue Wege für Forschung und Entwicklung
Sowohl Univ.Prof. Walter Friesenbichler vom Lehrstuhl für
Spritzgießen von Kunststoffen, als auch Dr. Peter Neumann,
Geschäftsführer der Engel Holding GmbH verwiesen in ihren Statements
auf die Wichtigkeit der neuen Forschungsanlage für den
Kunststoffstandort Österreich. "Diese weltweit einzigartige Maschine
im kleinen Industriemaßstab erlaubt bei höchster Energieeffizienz
eine schnelle und anwendungsorientierte Produktenwicklung", so
Neumann, der auch darauf verwies, dass mittlerweile rund 25 Prozent
der gesamten Kunststoffproduktion über Spritzgießmaschinen realisiert
werden.
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