Steigende Eigenkapitalquote der heimischen KMU

Wien (OTS) -

  • Eigenkapitalquote 2009/2010 liegt bereits bei 28 %
  • Insgesamt kontinuierliche Verbesserung im Zeitablauf, aber -- Überschuldung bei 30 % der KMU -- Sehr große Bandbreite zwischen den Unternehmen

Im Durchschnitt weisen die heimischen KMU (kleine und mittlere Unternehmen) im Bi-lanzjahr 2009/10 eine zufriedenstellende durchschnittliche Eigenkapitalquote von rd. 28 % auf; der betriebswirtschaftliche Mindestrichtwert liegt bei 20 %. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Eigenkapitalquote somit weiter verbessert. Dies zeigen die aktuellsten Auswertungen aus der Bilanzdatenbank der KMU FORSCHUNG AUSTRIA auf Basis von über 67.000 Jahresabschlüssen österreichischer KMU.

Eine Durchschnittsbetrachtung alleine ist jedoch nicht ausreichend, um die Eigenkapital-ausstattung der heimischen KMU präzise zu beschreiben.

Rd. 70 % der kleinen und mittleren Unternehmen verfügen über positives Eigenkapital, während das Eigenkapital bei knapp einem Drittel der KMU bereits durch Verluste und/ oder zu hohe Entnahmen aufgebraucht ist; diese Betriebe sind somit überschuldet.
Zudem zeigt sich eine starke Polarisierung: Mehr als ein Viertel der KMU (rd. 27 %) weist etwa hervorragende Eigenkapitalquoten von über 40 % auf. Demgegenüber gibt es rd. 14 %, die negative Eigenkapitalquoten von 40 % und mehr verzeichnen.

Mit zunehmender Betriebsgröße erhöht sich die Eigenkapitalquote:
Von 17 % bei den Kleinstbetrieben (mit weniger als 10 Beschäftigten) steigt die Eigenkapitalquote auf 24 % bei den Klein- und 32 % bei den Mittelbetrieben (d.s. Unternehmen mit 50 - 249 Beschäftigten).
Die Beurteilung der Eigenkapitalausstattung der heimischen KMU muss folglich differen-ziert erfolgen. Positiv zu beurteilen ist ohne Frage die generelle Verbesserung der durchschnittlichen Eigenkapitalquoten im Zeitablauf (diese Verbesserung zeigt sich un-abhängig von der Größenklasse). Andererseits sind immer noch 30 % der KMU über-schuldet und ein beträchtlicher Anteil davon sogar in sehr hohem Ausmaß.

"Die Analysen zeigen, dass die österreichischen KMU ihre Hausaufgaben machen und durch den Aufbau des Eigenkapitalpolsters infolge von Thesaurierung von Gewinnen einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität der Wirtschaft leisten", so Mag. Peter Voithofer, Direktor der KMU FORSCHUNG AUSTRIA. "Diesbezüglicher Handlungsbedarf besteht jedoch noch häufig bei Kleinst- und Kleinbetrieben".

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