• 19.09.2011, 10:31:26
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Steigende Eigenkapitalquote der heimischen KMU - BILD

Verteilung der österreichischen KMU nach Eigenkapitalquote 2009/10

Wien (OTS) -

- Eigenkapitalquote 2009/2010 liegt bereits bei 28 %
- Insgesamt kontinuierliche Verbesserung im Zeitablauf, aber
-- Überschuldung bei 30 % der KMU
-- Sehr große Bandbreite zwischen den Unternehmen

Im Durchschnitt weisen die heimischen KMU (kleine und mittlere
Unternehmen) im Bi-lanzjahr 2009/10 eine zufriedenstellende
durchschnittliche Eigenkapitalquote von rd. 28 % auf; der
betriebswirtschaftliche Mindestrichtwert liegt bei 20 %. Im Vergleich
zum Vorjahr hat sich die Eigenkapitalquote somit weiter verbessert.
Dies zeigen die aktuellsten Auswertungen aus der Bilanzdatenbank der
KMU FORSCHUNG AUSTRIA auf Basis von über 67.000 Jahresabschlüssen
österreichischer KMU.

Eine Durchschnittsbetrachtung alleine ist jedoch nicht
ausreichend, um die Eigenkapital-ausstattung der heimischen KMU
präzise zu beschreiben.

Rd. 70 % der kleinen und mittleren Unternehmen verfügen über
positives Eigenkapital, während das Eigenkapital bei knapp einem
Drittel der KMU bereits durch Verluste und/ oder zu hohe Entnahmen
aufgebraucht ist; diese Betriebe sind somit überschuldet.
Zudem zeigt sich eine starke Polarisierung: Mehr als ein Viertel der
KMU (rd. 27 %) weist etwa hervorragende Eigenkapitalquoten von über
40 % auf. Demgegenüber gibt es rd. 14 %, die negative
Eigenkapitalquoten von 40 % und mehr verzeichnen.

Mit zunehmender Betriebsgröße erhöht sich die Eigenkapitalquote:
Von 17 % bei den Kleinstbetrieben (mit weniger als 10 Beschäftigten)
steigt die Eigenkapitalquote auf 24 % bei den Klein- und 32 % bei den
Mittelbetrieben (d.s. Unternehmen mit 50 - 249 Beschäftigten).
Die Beurteilung der Eigenkapitalausstattung der heimischen KMU muss
folglich differen-ziert erfolgen. Positiv zu beurteilen ist ohne
Frage die generelle Verbesserung der durchschnittlichen
Eigenkapitalquoten im Zeitablauf (diese Verbesserung zeigt sich
un-abhängig von der Größenklasse). Andererseits sind immer noch 30 %
der KMU über-schuldet und ein beträchtlicher Anteil davon sogar in
sehr hohem Ausmaß.

"Die Analysen zeigen, dass die österreichischen KMU ihre
Hausaufgaben machen und durch den Aufbau des Eigenkapitalpolsters
infolge von Thesaurierung von Gewinnen einen wesentlichen Beitrag zur
Stabilität der Wirtschaft leisten", so Mag. Peter Voithofer, Direktor
der KMU FORSCHUNG AUSTRIA. "Diesbezüglicher Handlungsbedarf besteht
jedoch noch häufig bei Kleinst- und Kleinbetrieben".

Für Rückfragen steht Ihnen Mag. Peter Voithofer zur Verfügung.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Voithofer
KMU FORSCHUNG AUSTRIA
Gußhausstr. 8, 1040 Wien
mailto:p.voithofer@kmuforschung.ac.at
Tel.: +43 1 5059761

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