Palästina Debatte in Wien - trotz heftiger Interventionen unbedingt notwendig

Wien (OTS) - Wie Peter Leidenmühler, der Obmann des Vereins für antirassistische und friedenspolitische Initiative Dar al Janub, mitteilte, findet das Symposium Remapping Palestine - Historische und Geographische Entwicklungen, aktuelle Implikationen und Perspektiven im Nahost-Konflikt trotz heftiger Interventionen und Proteste von der israelischen Likud-Regierung nahestehenden Stellen planmäßig vom 19-21. Oktober 2011 im Albert-Schweitzer-Haus statt.

"Dieses Symposium besitzt hohe entwicklungs- und friedenspolitische Relevanz. Die Debatte um die Anerkennung eines palästinensischen Staates zeigt, dass es notwendig ist, auch in Österreich Stimmen von hochrangigen palästinensischen ExpertInnen und prominenter israelischer regierungskritischer WissenschafterInnen und FriedensaktivistInnen wahrzunehmen." Die Rücknahme einer Förderzusage durch die Austrian Development Agency sei sehr bedenklich, da entwicklungspolitische NGOs in der Durchführung eines Projekts unbedingt auf Zusagen staatlicher Förderstellen vertrauen müssten, so Leidenmühler. Die Begründung der ADA, die Veranstaltung habe plötzlich keine entwicklungspolitische Relevanz mehr, sei nicht nachvollziehbar. "Gerade die vertiefte, kritische Diskussion der Ursachen für den Nahostkonflikt und der Flüchtlingsproblematik sowie die Gespräche zwischen an Frieden interessierten PalästinenserInnen und Israelis ist in Österreich, das Palästina als entwicklungspolitisches Schwerpunktland führt, für eine nachhaltige Friedens- und Entwicklungspolitik unabdingbar. Nach der Streichung durch die ADA ist die Finanzierung noch nicht vollständig geklärt.

Viele positive Rückmeldungen machen aber zuversichtlich, dass die Veranstaltung auf großes Interesse in der entwicklungs- und friedenspolitischen Öffentlichkeit stößt und trotzdem durchgeführt werden kann".

Wesentliche Themen im Symposium sind etwa die historischen Linien und Strukturen des Konflikts in Israel/Palästina; die gegenwärtige Situation in den besetzten Gebieten; die Rezeption des israelisch-palästinensischen Konflikts im Westen; die aktuelle GeldgeberInnenpolitik und die Perspektiven einer gerechten und dauerhaften Friedenslösung. ReferentInnen sind unter anderem der palästinensische Historiker Salman Abu Sitta, der amerikanisch-palästinensische Wissenschafter Joseph Massad, der israelische Historiker Ilan Pappe, Umar Al Ghurabi von der israelischen NGO Zochrot, sowie die deutsche Bundestagsabgeordnete Annette Groth.

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