• 16.09.2011, 12:19:43
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Kein Risikomanagement - Studie von CSC Austria zeigt auf: Österreichs Unternehmen sind auf Krisen schlecht vorbereitet - BILD

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Im Bild v.l.n.r.: Norbert Haslacher, CEO CSC Austria/Djawad Tabatabaei, Head Technology CSC Austria

Wien (OTS) - Was hat Österreich bislang aus der Krise gelernt?
Laut einer aktuellen Studie des IT-Dienstleisters CSC Austria haben
Krisenprävention und Risikomanagement in Österreich immer noch nur
geringe Bedeutung. Ein Viertel der Unternehmen erhebt keinerlei
Risiken, nur ein Drittel hat Krisenpläne entwickelt. Langfristig
drohen enorme wirtschaftliche Schäden - dennoch: nur die Hälfte der
heimischen Entscheidungsträger will sich in Zukunft mehr mit
Risikomanagement befassen. Möglichkeiten, die moderne IT-Lösungen zum
effizienten Risikomanagement bieten, sind hierzulande fast unbekannt.
Schäden von durchschnittlich 115.000 Euro pro Unternehmen könnten
durch Risikomanagement verhindert werden.

Aktuelle Ereignisse wie Wirtschaftskrise, Umweltkatastrophen,
Cyber-Kriminalität usw. zeigten zuletzt deutlich, wie wichtig Planung
und aktives Risikomanagement für Unternehmen aber auch öffentliche
Einrichtungen sind, um im Ernstfall rasch auf veränderte Bedingungen
reagieren und die negative Auswirkungen auf Unternehmens- und
Projekterfolg abmildern zu können. Wie gehen Österreichs Wirtschaft
und Politik mit dieser Management-Verantwortung um?

CSC Austria ist als eines der weltgrößten IT-Beratungsunternehmen
auf die Entwicklung und Umsetzung von Softwarelösungen zum Projekt-
und Risikomanagement in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen
spezialisiert. CSC hat über 500 Entscheidungsträger aus Wirtschaft
und Verwaltung befragt (durchgeführt vom Institut meinungsraum.at,
August 2011), was sie vom Krisenmanagement in Österreich halten und
den Status quo von Risikomanagement in österreichischen Unternehmen
und öffentlichen Einrichtungen erhoben. Dabei trat Handlungsbedarf in
bedenklichem Ausmaß zutage.

Wirtschaftskrise: Nur 17% sind der Meinung, dass Regierung und
öffentliche Hand alle Möglichkeiten zu Krisenbewältigung ausgeschöpft
haben. 50% sehen Regierung und öffentliche Hand schlecht auf Krisen
vorbereitet.

Die Hälfte der befragten Entscheidungsträger findet, dass
Regierung und öffentliche Einrichtungen schlecht auf die
Wirtschaftskrise vorbereitet waren. Weitere 28% meinen, dass von der
öffentlichen Hand mehr getan hätte werden können, sie sind jedoch mit
jenen Maßnahmen, die gesetzt wurden, zufrieden. Nur 17% der
Entscheidungsträger sind der Meinung, dass die Regierung alle
Möglichkeiten zur Krisenbewältigung bestmöglich ausgeschöpft hat.

45%: Viele hausgemachte Probleme in Österreichs Wirtschaft.
Wirtschaft setzt sich mit Risiken und Krisen kaum auseinander (36%)

Über ein Drittel (36%) der befragten Entscheidungsträger ist der
Meinung, dass die heimische Wirtschaft die negativen Auswirkungen der
Krise hätte selbst verringern können, man sich jedoch zu wenig mit
Risikomanagement und Krisenprävention auseinandergesetzt hat. 45%
sind davon überzeugt, dass die internationale Wirtschaftskrise viele
hausgemachte Probleme erst zutage brachte.

Heimische Manager üben Selbstkritik: "starre Strukturen", "zu viel
Fremdkapital", "zu optimistische Geschäftsannahmen" und "veraltete
Infrastruktur" als Risiko

Als größte Fehler und Problembereiche der heimischen Wirtschaft
nennen 59% der Befragten "zu starre Strukturen", weiters "zu viel
Fremdkapital" (47%), "zu optimistische Geschäftsannahmen" (37%) und
"veraltete Infrastruktur, z.B. in Produktion und IT" (21%) -
Einschätzungen, die sich beinahe identisch durch alle
Unternehmensgrößen und Branchen ziehen.

Österreichs Wirtschaft trotz Mängel im Risikomanagement selbstbewusst

Trotz aller Mängel sieht sich Österreichs Wirtschaft im
internationalen Vergleich bei Risikomanagement und Krisensicherheit
dennoch gut aufgestellt. Gleich 65% sehen die österreichischen
Unternehmen im Vergleich mit Mitbewerbern aus anderen Ländern als
eher gut auf Krisen vorbereitet. Im Gegensatz zur Wirtschaft werden
die heimischen Behörden im Ländervergleich deutlich kritischer
beurteilt. Gleich zwei Drittel aller Befragten (67%) halten
Österreichs Behörden im Vergleich mit anderen Ländern für schlechter
auf Krisen vorbereitet.

Große Angst vor weiterer Finanzkrise, Produktionseinbrüchen und
schlechter Reputation. Dennoch: Nur ein Drittel der heimischen
Unternehmen hat Krisenpläne!

Im Blickwinkel der aktuellen Situation sehen mehr als die Hälfte
(57%) der von CSC befragten Manager weitere Finanzkrisen als größtes
Unternehmensrisiko, gefolgt von Produktions- und Nachfrageeinbrüchen
(30%) und Reputationskrisen (29%). Aber auch mögliche "politische
Veränderungen" werden hierzulande von mehr als einem Viertel (27%)
als Risiko für ihr Unternehmen bzw. ihre Branche bezeichnet. Fehler
bei der Planung und Umsetzung von Projekten bewerten jedoch nur 21%
als großes Risiko, 11% sorgen sich um die Sicherheit ihrer
Unternehmensdaten und befürchten Hackerangriffe.

Alarmierend: Ein Viertel der heimischen Unternehmen setzt sich nie
mit Risikomanagement auseinander. Spezialisierte Software-Lösungen
zum Risikomanagement und zur Krisenprävention werden in Österreich
bislang kaum eingesetzt.

Welche Maßnahmen setzen Österreichs Unternehmen, um mögliche
Risiken zu erheben und Probleme zu verhindern? 44% der Befragten
vertrauen einfachen Best-/Worst-Case-Szenarien, 34% setzen auf
Brainstormings, je etwas mehr als ein Viertel verwendet klassische
Checklisten und Excel-Tabellen. Lediglich 9% aller Unternehmen setzen
beim Risikomanagement auf spezialisierte Software-Lösungen, die eine
automatisierte Datenerhebung ermöglichen. 38% aktualisieren die
erhobenen Daten überhaupt nur in unregelmäßigen Abständen. Besonders
alarmierend ist jedoch: ein Viertel der Befragten unternimmt gar
nichts in Richtung Risikomanagement. Besonders hoch ist der Anteil
der Untätigen bei Einpersonenunternehmen (32%), aber auch bei großen
Industrie-Unternehmen setzen immer noch 8% gar keine Maßnahmen zur
Risikoerfassung und -beobachtung.

CSC Austria CEO Norbert Haslacher zum Studienergebnis: "Österreich
hat sowohl im öffentlichen als auch im privatwirtschaftlichen Bereich
und quer durch alle Branchen und Unternehmensgröße enormen
Nachholbedarf das Risikomanagement betreffend. Mit Softwarelösungen,
die in vielen Ländern bereits weit verbreitet sind und
kontinuierliches Risikomanagement ermöglichen, könnten auch in
Österreich wirtschaftliche Schäden verhindert werden."

Hohe wirtschaftliche Schäden könnten durch besseres Risikomanagement
verhindert werden

Von wirtschaftlichen Schäden aufgrund mangelnden Risikomanagements
waren laut CSC-Studie in der Praxis bereits 34% aller befragten
Manager betroffen. Die durchschnittlich genannte Schadenshöhe beträgt
115.000 Euro. Eine solche Summe könnte für viele kleine und mittlere
Unternehmen bereits den Konkurs bedeuten.

Die Studie belegt auch, dass sich strukturiertes Risikomanagement
und der Einsatz von modernen IT-Lösungen rasch bezahlt macht. 21%
jener Befragten, die bereits Risikomanagement-Lösungen einsetzen,
konnten damit bereits massive Schäden für ihr Unternehmen verhindern
- und zwar in der durchschnittlichen Höhe von 194.000 Euro.

Wenig Problembewusstsein. Dennoch: 50% der Unternehmen wollen
Risikomanagement verstärken

Fünfzig Prozent der heimischen Unternehmen geben an, sich in
Zukunft mehr als bisher mit dem Thema Risikomanagement
auseinandersetzen zu wollen, während die zweite Hälfte wenig
Problembewusstsein zeigt.

Djawad Tabatabaei, Head of Technology, Consumer & Utilities bei
CSC Austria, ergänzt: "Bei vielen Entscheidern fehlt noch das Wissen
über die positiven Effekte eines aktiven Risikomanagements. Kleine
Unternehmen können dabei Probleme zweifellos auch mit einfachen
Checklisten und Tabellen bewältigen. Wichtig ist hier, dass die Daten
regelmäßig aktualisiert werden. Ab einer gewissen Unternehmensgröße
bzw. Komplexität von Projekten sind Software-Lösungen, die bei der
Erfassung und Analyse aller relevanten Daten helfen, eine
Investition, die Sicherheit schafft und sich nachweislich rasch
rentiert."

xRMS, die Risikomanagement-Lösung von CSC, ist beispielsweise bei
der ASFINAG seit 2010 erfolgreich im Einsatz und kommt seither
verpflichtend bei allen Bauprojekten der ASFINAG zur Anwendung. Das
Produkt xRMS wurde als Lösung explizit für ASFINAG entwickelt.

CSC stellt Risikomanagement-Experten zur Verfügung

CSC Austria will in Zukunft mit verstärktem Informationsangebot in
Form von Vorträgen und Workshops rund um Risikomanagement und
-Prävention mithelfen, die Sensibilität für dieses Thema in
Österreich zu schärfen. Gleichzeitig ruft CSC auch
Interessenvertretungen und Bildungseinrichtungen der Wirtschaft auf,
sich verstärkt dieses Themas anzunehmen.

Über CSC

Mit seinen maßgeschneiderten Lösungen und Services zählt CSC zu
den weltweit führenden Dienstleistungsunternehmen im Bereich der
Informationstechnologie (IT). Mit Hauptsitz in Falls Church, Virginia
hat CSC rund 93.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in den zwölf
Monaten bis zum 1. Juli 2011 einen Umsatz von 16,2 Milliarden
US-Dollar. Weitere Informationen über CSC finden Sie unter
http://www.csc.com/at oder unter http://www.csc.com .

CSC Austria hat ihren Sitz in Wien und Geschäftsstellen in Linz,
Graz und Klagenfurt. Zu den Kunden von CSC Austria zählen unter
anderem OMV, Andritz, voestalpine, Wittur, das österreichische
Bundesheer, das Lebensministerium, AUVA, Wiener
Krankenanstaltenverbund sowie die ASFINAG. Weitere Informationen über
CSC Austria finden Sie auf der österreichischen Website unter:
http://www.csc.com/at .

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2223

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
CSC Computer Sciences Consulting Austria GmbH
Mag. (FH) Carolin Treichl, MBA
Marketing and Communications Manager
Tel.: +43 1 200 777 1060
E-Mail: [email protected]

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