• 16.09.2011, 10:29:05
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AKNÖ startet Bildungsoffensive "Treffpunkt Bildung"

Präsident Haneder und Direktor Guth auf "Bildungsreise"

Wien (OTS) - Vom Kindergarten bis zur Fachhochschule. Einen ganzen
Tag lang besuchte das Team der AKNÖ diverse Bildungseinrichtungen in
Niederösterreich, um sich einen Überblick über die aktuelle Situation
zu verschaffen. "Wir wollen wissen, was für die Betroffenen wirklich
wichtig ist, um rasch Reformen umzusetzen", erklärt AKNÖ-Präsident
Hermann Haneder das Engagement der Arbeiterkammer im Bildungsbereich.
Bei der Besuchstour erfuhr die AKNÖ direkt vor Ort, wo im
Bildungswesen der Schuh drückt, aber auch zahlreiche Wünsche und
Verbesserungsvorschläge wurden von den Betroffenen geäußert.

Frühkindpädagogik wird immer wichtiger

Besonders berufstätige Eltern brauchen so früh wie möglich
pädagogisch betreute Einrichtungen für ihre Kinder. Die Leiterin des
Kindergartens in der St. Pöltener Otto-Glöckel-Straße, Christa Gabor,
weiß aus der Praxis: "Der Stellenwert der Frühkindpädagogik ist in
den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Die Aufgabe des
Kindergartens ist es, die grundlegende Basis für das Lernen zu legen
und Bildungswege zu öffnen", so Gabor. Die gezielte Förderung jedes
einzelnen Kindes ist für Direktorin Karin Deminger ein Anliegen. In
ihrer Volksschule mit Ganztagesunterricht in der Otto-Glöckel-Straße
in St. Pölten führt sie einen innovativen Schulversuch. Kinder in
verschiedenem Alter werden in Mehrstufenklassen gemeinsam
unterrichtet und unterstützen sich gegenseitig. "Ich erwarte mir von
der Bildungsreform, dass es im Unterricht ausreichend Zeit für
Individualisierung und die Interessen der Kinder gibt, und vor allem
mehr Geld für Bildung generell", so die Direktorin.

Gemeinsame Schule für 6-bis 15-Jährige

Großen Wert auf die Eignungen und Neigungen der SchülerInnen legt die
Neue Mittelschule in Purkersdorf. Sowohl im Sport- als auch im
Kreativ- und Sprachenzweig werden besondere Begabungen gefördert,
unterrichtet wird nach dem Lehrplan für die Allgemeinbildende höhere
Schule. "Internationale Befunde zeigen, dass eine gemeinsame Schule
für alle 6-bis 15-Jährigen zu mehr sozialer Gerechtigkeit und zu
besseren Qualifikationen führt", erklärt Direktorin Margarethe
Koncki-Polt und ergänzt: "Ideologische Färbungen haben im
Bildungssystem nichts verloren, die Schuldebatte sollte aus
pädagogischer Sicht geführt werden." Dem stimmt auch Direktor Günter
Schraik zu, Leiter der HAS/HAK St. Pölten. Für ihn ist es wichtig,
rasch die modulare Oberstufe umzusetzen, das Ressourcenproblem zu
lösen und für mehr Schulautonomie zu sorgen. Beim abschließenden
Besuch der Fachhochschule St. Pölten nahmen die Geschäftsführer
Gernot Kohl und Gabriela Fernandes Bezug zur jüngsten OECD-Studie,
wonach hierzulande der Stellenwert von Bildung im internationalen
Vergleich weiter gesunken sei. Ihre Forderungen für den
Hochschulbereich lauten daher: Abbau von sozialen Barrieren beim
Hochschulzugang und vor allem ausreichende finanzielle Mittel.

AKNÖ-Initiativen

"Es ist erfreulich, dass viele Einrichtungen in Niederösterreich
bereits jetzt innovative Wege beschreiten, an einer umfassenden
Bildungsreform führt aber kein Weg vorbei", fasst AKNÖ-Direktor
Helmut Guth seine Eindrücke zusammen. Um das Thema Bildung umfassend
zu beleuchten, startet die AKNÖ unter dem Titel "Treffpunkt Bildung"
mit zahlreichen Aktivitäten in einen informativen Bildungsherbst. Die
Erkenntnisse und Ergebnisse der Besuchstour werden unter anderem bei
der kommenden Bildungsveranstaltung der Arbeiterkammer
Niederösterreich besprochen werden.

AKNÖ- Podiumsdiskussion: "Bildungsreform - Worauf es wirklich
ankommt!"
Mittwoch, 21. September 2011, 18 Uhr, AKNÖ-St. Pölten,
Gewerkschaftsplatz 2, 3100 St. Pölten
Infos: noe.arbeiterkammer.at

Rückfragehinweis:
AKNÖ-Günter Karner
01/58883/1972

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