Wlodkowski: Es gibt bereits ein staatliches Gütezeichen für Lebensmittel

Stöger-Vorschlag zu Gütezeichengesetz vermehrt Zeichenflut nur weiter

Wien (OTS) - "Wir haben keinen Dschungel an Gütezeichen, sondern
an frei erfundenen und selbst definierten Auslobungen - von der Gentechnikfreiheit bis zur österreichischen Herkunft. Um dieses Problem zu lösen, brauchen wir kein Gütezeichengesetz, sondern eine konsequente und verständliche Anwendung des Täuschungsschutzes", so die Reaktion von Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, auf die heutige Ankündigung von Gesundheitsminister Alois Stöger zu einem Gesetzesentwurf für staatliche Gütezeichen. Mit den neuen verpflichtenden Kennzeichnungsspielregeln der EU und einer konsequenten und verbraucherorientierten Kontrolle der Spielregeln zum Täuschungsschutz sei es möglich, dem Verbraucher die notwendige Orientierung und Sicherheit zu bieten, argumentiert Wlodkowski.

"Wir haben ein staatliches Gütezeichen für Lebensmittel, nämlich das AMA-Gütesiegel", betont der LK-Präsident. Jede Richtlinie für das AMA-Gütesiegel sei nach dem AMA-Gesetz staatlich anerkannt und lasse sich bei Bedarf auch auf neue Themenfelder erweitern.

"Schweinefleisch aus GVO-Sojaschrotfütterung ist laut EU-Definition nicht zu kennzeichnen, Fleisch aus GVO-freier Fütterung kann derzeit bereits freiwillig als gentechnikfrei gekennzeichnet werden. Wo ist hier das Problem? Mit einem Gütezeichengesetz ändert sich an dieser Situation überhaupt nichts", erklärt Wlodkowski. Die Logik hinter diesem Vorschlag des Gesundheitsministers sei "unverständlich", weil er die Flut an Zeichen noch vermehre, statt sie zu vermindern, meint der Vorsitzende der Landwirtschaftskammer abschließend.
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