- 14.09.2011, 15:39:15
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Wlodkowski: Es gibt bereits ein staatliches Gütezeichen für Lebensmittel
Stöger-Vorschlag zu Gütezeichengesetz vermehrt Zeichenflut nur weiter
Wien (OTS) - "Wir haben keinen Dschungel an Gütezeichen, sondern
an frei erfundenen und selbst definierten Auslobungen - von der
Gentechnikfreiheit bis zur österreichischen Herkunft. Um dieses
Problem zu lösen, brauchen wir kein Gütezeichengesetz, sondern eine
konsequente und verständliche Anwendung des Täuschungsschutzes", so
die Reaktion von Gerhard Wlodkowski, Präsident der
Landwirtschaftskammer Österreich, auf die heutige Ankündigung von
Gesundheitsminister Alois Stöger zu einem Gesetzesentwurf für
staatliche Gütezeichen. Mit den neuen verpflichtenden
Kennzeichnungsspielregeln der EU und einer konsequenten und
verbraucherorientierten Kontrolle der Spielregeln zum
Täuschungsschutz sei es möglich, dem Verbraucher die notwendige
Orientierung und Sicherheit zu bieten, argumentiert Wlodkowski.
"Wir haben ein staatliches Gütezeichen für Lebensmittel, nämlich
das AMA-Gütesiegel", betont der LK-Präsident. Jede Richtlinie für das
AMA-Gütesiegel sei nach dem AMA-Gesetz staatlich anerkannt und lasse
sich bei Bedarf auch auf neue Themenfelder erweitern.
"Schweinefleisch aus GVO-Sojaschrotfütterung ist laut
EU-Definition nicht zu kennzeichnen, Fleisch aus GVO-freier Fütterung
kann derzeit bereits freiwillig als gentechnikfrei gekennzeichnet
werden. Wo ist hier das Problem? Mit einem Gütezeichengesetz ändert
sich an dieser Situation überhaupt nichts", erklärt Wlodkowski. Die
Logik hinter diesem Vorschlag des Gesundheitsministers sei
"unverständlich", weil er die Flut an Zeichen noch vermehre, statt
sie zu vermindern, meint der Vorsitzende der Landwirtschaftskammer
abschließend.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Tel.: +43/1/53441-8520, 8523
mailto:[email protected]
www.lk-oe.at
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