• 14.09.2011, 12:19:53
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"Volksbegehren Bildungsinitiative" fordert Bildungsgipfel

Hannes Androsch fordert heute Bildungsgipfel bei dem endlich Gesamtpaket für Bildung geschnürt werden soll

Bernd Schilcher und Hannes Androsch bei der Pressekonferenz.

Wien (OTS) - Bei der heutigen Pressekonferenz des "Volksbegehren
Bildungsinitiative", hat der Initiator Hannes Androsch die Regierung
dringendst zur Einberufung eines "Bildungsgipfels" aufgefordert. Zu
diesem Bildungsgipfel sollen sämtliche Parteien und
Interessenvertretungen eingeladen werden, denn die Zukunft der
Bildung sei nicht nur die Angelegenheit der Bildungsministerin und
des Wissenschaftsministers. "Wir brauchen keine Politik der kleinen
Schritte mehr, es braucht einen Schulterschluss und vor allem ein
Gesamtpaket, das in der Lage ist, die ewigen, scheinideologischen
Barrieren im Bildungsbereich zu überwinden. Das ist die Verantwortung
der Regierung", so Hannes Androsch.

Drei wesentliche Punkte für die Zukunft der Bildung - die im
Rahmen dieses Bildungsgipfels diskutiert werden müssen - sind für
Bernd Schilcher, Mitinitiator des "Volksbegehren Bildungsinitiative"
die Einführung der Ganztagsschule, Frühförderung und die soziale
Selektion durch das österreichische Schulsystem, die erst durch die
gestern veröffentlichte OECD-Studie erneut aufgezeigt wurde. "In
Österreich wird der Bildungserfolg noch immer maßgeblich von der
sozialen Herkunft bestimmt. Um endlich eine echte
Chancengerechtigkeit im österreichischen Schulsystem herstellen zu
können brauchen wir dringendst die pädagogische Frühförderung, die
rasch und konsequent ausgebaut werden muss und eine Trennung der
SchülerInnen erst mit dem 14. Oder 15. Lebensjahr", so Bernd
Schilcher im Rahmen der Pressekonferenz.

Nachhilfe nötig habe die Bundesregierung beim Thema
Ganztagsschule: "Die Regierung verspricht Ganztagsbetreuungsplätze,
doch das hat nichts mit einer Ganztagsschule zu tun. Die
Ganztagsschule von der wir sprechen und die wir brauchen, ist jene
bei der starre Einheiten und Fächerkanon aufgehoben werden, bei der
sich Theorie und Praxis abwechseln, in der Theaterspiel, gemeinsamen
Aktivitäten wie Essen sowie eine persönliche Beziehung zwischen
SchülerInnen und LehrerInnen den Kern des Schulalltags bilden. Die
Jugendlichen müssen in ihrer ganzen Persönlichkeit erfasst werden"
führt Bernd Schilcher seine Erklärung zum Begriff der Ganztagsschule
aus. "Wenn die die Regierung Ganztagsschulen mit ganztägiger
Betreuung gleichsetzt, ist das so, als würden die Lipizzaner am
Vormittag theoretischen Unterricht bekommen und am Nachmittag im
Stall beaufsichtigt werden", so Schilcher abschließend.

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Rückfragehinweis:

Volksbegehren Bildungsinitiative (VBBI)
   Mag.a Theresa Aigner, Pressereferentin
   Tel.: 01/3100740-24
   Mobil: 0680/3208960
   mailto:[email protected]
   http://www.vbbi.at/

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