- 14.09.2011, 10:48:19
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Restitution: Leopold Museum zu Ausgleich in der Causa Mayländer bereit
Wien (OTS) - Das Leopold Museum ist nach längeren Vorbehalten
bereit, sich in der Restitutions-Causa um den 1941 ermordeten Sammler
Karl Mayländer zu vergleichen. Das bestätigen die Stiftungsvorstände
Elisabeth und Diethard Leopold und der neue Direktor Tobias Natter in
der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe. Die Schiele-Blätter wurden von
einer Lebensgefährtin Mayländers verkauft, deren Berechtigung
angezweifelt wird. Kürzlich restituierte die Albertina Exponate aus
der Sammlung.
Diethard Leopold bestreitet nach wie vor die
Restitutionswürdigkeit: "Ich stehe zu allen meinen Aussagen und halte
das nach meinem eigenen Urteil nicht für einen Restitutionsfall." Als
Institution sei man gleichwohl bereit, in Gespräche einzutreten und
zu "schauen, ob wir zu einem guten Ausgleich kommen".
Leopold kritisiert in diesem Zusammenhang auch die Albertina: "Es
ist schade, dass die Erinnerung an den Sammler Karl Mayländer in der
Albertina de facto ausgelöscht ist. Das kann nicht der Sinn einer
ernsthaften Restitution sein, dass man die Erinnerung an einen
jüdischen Sammler auslöscht. Wir bemühen uns, zu einem Vergleich zu
kommen, in dem die Erinnerung bleibt." Natter: "Im Fall Wally haben
zehn Jahre lang nur die Anwälte gesprochen, das finde ich als
Kunsthistoriker schade. Es geht nicht nur um Geld, auch um das Thema
der jüdischen Sammler. Es wurde hier ein guter Weg eingeschlagen,
fair auch für alle unmittelbar Betroffenen. Die unmittelbaren
Nachkommen dieser Sammler sind ja schon fast alle tot."
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