• 13.09.2011, 09:00:34
  • /
  • OTS0023 OTW0023

Saubere Energiezukunft: Unternehmen spielen laut WWF-Studie eine Hauptrolle

Wien (OTS) - Der gesamte Energiebedarf der Menschheit kann bis
2050 aus sauberen, sicheren und erneuerbaren Energiequellen gedeckt
werden - eine zentrale Rolle in diesen Entwicklungen spielen
Unternehmen, wie eine Studie des WWF und des internationalen
Energieberatungsunternehmens Ecofys zeigt.

Im Rahmen des Allianz Medienforums "Umwelt und Zukunft"
präsentierte der internationale WWF Energiepolitik- und Klimaexperte
Dr. Stephan Singer den Weg in eine nachhaltige Energiezukunft und die
daraus entstehenden Aufgaben sowie Impulse für die Wirtschaft.
"Entscheidend für den Erfolg sind eine Entwicklung hin zu einem
weltweit nachhaltigen Lebensstil und die Bereitschaft für eine
umfassende Vorfinanzierung. Die Wirtschaft ist gefordert, durch die
Bereitstellung von Risikokapital, die Investition in Forschung und
Entwicklung sowie in klimaneutrale Produkte, 'grüne' Märkte zu
kreieren", so Singer. Unternehmen spielen beim Umstieg auf 100
Prozent erneuerbare Energien eine Hauptrolle. "Als Versicherer sind
wir systemimmanent für Zukunftssicherung zuständig, und zwar
nachhaltig. Wir dürfen nicht vom Thema Klimawandel getrieben werden,
sondern wollen proaktive Gestalter sein. Sowohl im eigenen Haus als
auch durch unsere Produkte und Dienstleistungen", betonte Dr. Wolfram
Littich, Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich.

WWF-Energiereport: Hundert Prozent saubere Energie bis 2050 ist
möglich

Die präsentierte Studie basiert auf einem von Ecofys entwickelten
Szenario, das die technischen, sozialen und wirtschaftlichen
Entwicklungen aller Energieträger, aller Regionen und aller Sektoren
des weltweiten Energiesystems untersuchte. Das Szenario besagt, dass
die Energienachfrage durch konsequente Energieeffizienzmaßnahmen bis
2050 um 15 Prozent sinken kann, obwohl die globale Bevölkerungszahl
auf neun Milliarden steigt. Die Autoren der Studie gehen dabei von
den heute bereits verfügbaren Technologien und deren
Weiterentwicklung in den kommenden Jahren aus. "Erneuerbare Energie
ist im Überfluss vorhanden. Allein durch strenge
Nachhaltigkeitskriterien und die Anwendung bereits vorhandener
Technologien kann annähernd der komplette globale Energiebedarf bis
2050 aus erneuerbaren Quellen stammen", so Singer. "Nur einige wenige
noch auf fossile Brennträger angewiesene Herstellungsprozesse, wie
die Stahlerzeugung, benötigen technologische Innovationen."

Schlüsselfaktoren Energieeffizienz, Infrastruktur und Innovationen

Die Wege zum sauberen Energiesystem liegen vor allem in moderner
und innovativer Technik, den enormen Einsparungsmöglichkeiten bei
Gebäuden, im Verkehr und der Industrie, in Energieeffizienz und in
intelligent konzipierten Stromnetzen. Erneuerbare, saubere Energien
und Kreislaufwirtschaftsprozesse wie Recycling sind weitere tragende
Elemente. Die Elektrifizierung des privaten und öffentlichen Verkehrs
und die Umstellung im Flug- und Schiffsverkehr auf nachhaltig
produzierte flüssige Biotreibstoffe sind kategorische Imperative für
die Zukunft. Moderne Eisenbahnen ersetzen den Flugverkehr.
Effizientere öffentliche Transportsysteme und mehr persönliche
Bewegung ersetzen die Kurzfahrten.

Nachhaltiges Energiesystem spart vier Billionen Euro pro Jahr
Die Kosten für die Umstellung betragen weltweit zunächst 1 bis 3,5
Billionen Euro jährlich in den kommenden 25 Jahren. Ab dem Jahr 2040
dreht sich die Kostenspirale um und der ökonomische Gewinn steigt bis
2050 auf vier Billionen Euro im Jahr. Hier noch nicht mit
eingerechnet sind die vermiedenen Kosten durch die Folgeschäden des
Klimawandels und riskanter Technologien, wie zum Beispiel
Atomenergie. Der WWF-Energiereport rechnet mit einer im Vergleich zum
Jahr 2000 dreimal höheren Wirtschaftsleistung und einer fast ebenso
stark wachsenden Mobilität. Die jährlichen Gesamtkosten für die
Umstellung betragen dabei nie mehr als zwei Prozent des
Welt-Bruttoinlandsprodukts. "Die notwendigen Investitionen klingen
nach viel, relativieren sich allerdings, wenn man bedenkt, dass die
Staaten heute jährlich eine halbe Billion Euro für die
Subventionierung fossiler Energie ausgeben", erläutert Singer.
"Langfristig zahlt sich die nachhaltige Strategie nicht nur für die
Umwelt und die Versorgungssicherheit aus, sondern auch für die
Wirtschaft. Dank Investitionen in Energieeffizienz sinken der
Energieverbrauch im Vergleich zum Business-as-usual deutlich und
damit auch die Energiekosten. Und die notwendigen Investitionen
stimulieren Innovationen, besonders in der Cleantech- und
Finanzbranche."

Hürden für höhere Investitionen in erneuerbare Energien sind laut
Singer vor allem der hohe Investitionsaufwand (CAPEX) und noch immer
hohe Subventionen für fossile Energieträger. "Aktuell werden etwa 220
Milliarden US Dollar in erneuerbare Energien investiert, aber fossile
Energien erhalten mehr als 500 Milliarden US Dollar alleine als
Subventionen", so Singer. "Um die notwendigen Umstellungen in der
Weltwirtschaft zu erreichen, braucht es rasch neue
Finanzierungsmodelle und stabile politische Rahmenbedingungen, um
Investitionsanreize in den Ausbau erneuerbarer Energien und
Energieeffizienzmaßnahmen zu schaffen."

Downloads im Internet unter
http://www.unternehmen.allianz.at/presse/news und
http://www.wwf.at/presse
- WWF Energie Report
- Energiezukunft Österreich
- Foto: Dr. Stephan Singer - Abdruck honorarfrei
- Foto: Dr. Wolfram Littich ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
- Pressemeldung als PDF

Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend
angegebenen Vorbehalten.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Soweit wir in diesem Dokument Prognosen oder Erwartungen äußern
oder die Zukunft betreffende Aussagen machen, können diese Aussagen
mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden
sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher
wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen.
Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen können sich
Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage
und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz
Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der
anschließenden Integration von Unternehmen und aus
Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem aus
dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel
durch Naturkatastrophen), der Entwicklung der Schadenskosten,
Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -
tendenzen und, insbesondere im Bankbereich, aus der Ausfallrate von
Kreditnehmern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte
(z.B. Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse
sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere
hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss
haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit
und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die hier dargestellten
Sachverhalte können auch durch Risiken und Unsicherheiten beeinflusst
werden, die in den jeweiligen Meldungen der Allianz SE an die US
Securities and Exchange Commission beschrieben werden. Die
Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu
aktualisieren.

Keine Pflicht zur Aktualisierung
Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Meldung
enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

Rückfragehinweis:

Dr. Marita Roloff
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Gruppe in Österreich
   Hietzinger Kai 101-105
   1130 Wien
   Tel: 01/878 07 - 80690, Fax: - 40261
   E-Mail: [email protected] 
   Internet: http://www.allianz.at
   
   Mag. (FH) Lisa Simon
   WWF Pressesprecherin
   Ottakringer Straße 114-116
   1160 Wien
   Tel: 01/488 17 - 215, Fax: -278
   Mobil: 0676/834 88 215, 
   E-Mail: [email protected]
   Internet: www.wwf.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AEV

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel