• 12.09.2011, 17:28:05
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KORREKTUR Die nervigste Ampel Wiens steht fest

Erste Auswertungen sind abgeschlossen - Top 4 sind gewählt - Veröffentlichung der Vollauswertung Anfang kommender Woche

Wien (OTS) - Die Adresse der nervigsten Ampel lautet Währinger
Gürtel/Nußdorfer Straße (NICHT Währinger Straße).
Die genaue Adresse der drittplazierten Ampel lautet
Laaer-Berg-Straße/Rudolf Friemel-Gasse (NICHT Rudolf-Frimmel-Gasse)

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Die MitarbeiterInnen der MA 33 - Wien Leuchtet haben die tausenden
Meldungen zu Wiens nervigster Ampel auf Hochtouren ausgewertet. 3.824
Zusendungen hat es im Zeitraum zwischen dem 16.8.2011 und dem
7.9.2011 gegeben.

Am häufigsten genannt und somit Wiens nervigste Ampel ist die Ampel
im Kreuzungsbereich Währinger Gürtel/Nußdorfer Straße. Hier gibt es
tägliche Rückstaus am Währinger Gürtel, der Döblinger Hauptstraße und
der Billrothstraße. Dieser Kreuzungsbereich ist der am stärksten
belastete Knoten im Norden Wiens. Hier treffen sehr viele
unterschiedliche Verkehrsströme - öffentlicher Verkehr,
FußgängerInnen und RadfahrerInnen und natürlich der motorisierte
Individualverkehr aus dem 19. Bezirk und des Wiener Gürtels -
aufeinander. Es ist hier daher notwendig, die Freigabezeiten auf 3
Bereiche zu teilen, was bei den umliegenden Ampeln nicht der Fall
ist. Die Erarbeitung einer Lösung, die für alle
VerkehrsteilnehmerInnen passt, ist sehr komplex, bedarf mehr Zeit und
wird in einem Fachgremium behandelt, in dem VertreterInnen aller
Verkehrsgruppen vertreten sind. Über das Ergebnis wird die MA 33 -
Wien Leuchtet gesondert berichten.

Knapp dahinter liegt die Ampel im Kreuzungsbereich Taborstraße/Obere
Augartenstraße. Bei dieser Ampel haben die Fußgängerinnen und
Fußgänger über zu kurze Grünzeiten geklagt. Die derzeitige Situation
sieht so aus, dass die FußgängerInnen die die Obere Augartenstraße
auf Höhe der Ampel Taborstraße queren, den 25m breiten Schutzweg
benutzen müssen. Auf Grund der Nähe zur U2-Station ist die
FußgängerInnenfrequenz dementsprechend hoch. Gleichzeitig gibt es ein
hohes Verkehrsaufkommen von Fahrzeugen, die von der Taborstraße
rechts in die Obere Augartenstraße abbiegen. Der hier vorliegende
Konflikt ist bedingt verträglich (gleichzeitige Freigabe möglich) und
kann auf Grund der Leistungsfähigkeit nicht getrennt werden.
Durch die gleichzeitige Freigabe unterbinden rechtsabbiegende
Fahrzeuge, die auf eine Fußgängerlücke warten, den Verkehrsfluss. In
weiterer Folge setzt sich der Rückstau bis auf die Gleise der
Straßenbahn fort. Um diesen Effekt entgegen zu wirken reduziert die
derzeitige Straßenbahnbeeinflussung die Grünzeit für FußgängerInnen.

Lösungsvorschlag: Räumzeitanzeige, wie sie derzeit bei der
Pilotanlage Landesgerichtsstraße/Josefstädter Straße erprobt wird.
Die Räumzeit des Schutzweges beträgt 19 Sekunden. Durch die Anzeige
der Räumzeit mittels Gelbblinklicht könnte für FußgängerInnen das
Sicherheitsgefühl verbessert werden.

Der 3. Platz ging an die Ampelanlagen im Bereich
Laaer-Berg-Straße/Rudolf-Friemel-Gasse. Hier sieht die Situation so
aus, dass sich in der Laaer-Berg-Straße zwischen Theodor-Sickel-Gasse
und Absberggasse 4 Ampeln mit sehr kurzen Knotenpunktabständen
befinden. Im Zusammenhang mit der Dreiphasensteuerung, die durch die
Linksabbieger notwendig ist, ergibt dies schwierige Rahmenbedingungen
für die Realisierung einer grünen Welle.
In den Morgen- und Abendstunden ist somit nur eine Kompromisslösung
möglich, die eine grüne Welle entweder stadtein- oder stadtauswärts
gestattet. Während der Nachtstunden wird von FahrzeuglenkerInnen ein
Gelbblinkbetrieb gefordert, um unötige Wartezeiten zu vermeiden.
Derzeit werden alle Phasen (Abbieger, Querverkehr und Fußgänger)
automatisch in den Umlauf geschalten, um eine starre Koordinierung zu
erzeugen.

Lösungsvorschlag: Während der Nachtstunden sollen verkehrabhängige
Programme geschalten werden, die ohne Anmeldung ein dauergrün für die
Laaer-Berg-Straße schalten. Dies ist eine relativ kostengünstige
Maßnahme, da Schaltprogramme und Sensorik vorhanden sind. Ein
Gelbblinkbetrieb in den Nachtstunden ist aus
Verkehrssicherheitsgründen bei mehrstreifigen Fahrtrichtungen nicht
erlaubt, da ein solcher Schutzweg lt. StVO mit einem Lichtsignal
geregelt sein muß.

Knapp nicht auf das Podest der nervigsten Ampeln Wiens ist die Ampel
im Bereich Vorgartenstraße/Walcherstraße gekommen. Auch hier haben
die FußgängerInnen zu kurze Grünzeiten und auch zu lange Wartezeiten
auf die nächste Grünphase gemeldet. Bei dieser Ampel war seitens der
MA 33 - Wien Leuchtet schon eine Programmänderung geplant. Diese
Änderung wurde am 7.9.2011 durchgeführt. Die FußgängerInnen haben nun
längere Grünzeiten erhalten.

Insgesamt liegt die Anzahl der Meldungen nah beieinander. Die
Vollauswertung unter Nennung aller zehn nervigster Ampeln und der
Präsentation der Lösungsvorschläge wird bis Anfang kommender Woche
andauern. Dann wird die vollständige Liste der 10 nervigsten Ampeln
vorliegen und veröffentlicht.

(Schluss) kas

Rückfragehinweis:
Susanne Kammermayer
Assistenz der Abteilungsleitung und
Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 01/797 75-33003
E-Mail: [email protected]

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