• 12.09.2011, 16:05:32
  • /
  • OTS0203 OTW0203

"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Freie Fahrt für Fahnder"

KHG klagt übers Justiz-Tempo. Warum bremsen seine Stiftungsräte in Vaduz?

Wien (OTS) - Glatte Lüge, späte Rache", tönte Grasser als 2009 die
BUWOG-Affäre platzte. Die 2-Milliarden Privatisierung von
Bundeswohnungen sei "ein abgekartetes Spiel" gewesen, behauptete ein
Ex-Grasser-Intimus. Gestern standen sich KHG und sein Ex-Mitarbeiter
deshalb neuerlich vor Gericht gegenüber. Der Prozess musste neu
aufgerollt werden: Die Erstrichterin hatte zugelassen, dass sich
Schlüssel-Zeugen wie Walter Meischberger der Aussage entschlugen.
Jetzt müssen sie unter Wahrheitspflicht aussagen. KHG beklagt zu
Recht, dass sich das Verfahren, zudem an einer Nebenfront, nun
ins dritte Jahr schleppt. Die eigentlichen BUWOG-Ermittlungen
stocken, weil Stiftungsräte in Grassers Liechtensteiner
Firmengeflecht seit Monaten die Auslieferung von - nach
Hausdurchsuchungen beschlagnahmten - Unterlagen juristisch
blockieren. Grassers Stiftungsräte seien unabhängig, weist Grassers
Anwalt jeden Verdacht zurück, die Ermittler auszubremsen. Unleugbares
Fakt ist: KHG machte jüngst höchstpersönlich der Justiz das Leben
schwerer. Er zeigte den Sprecher der Staatsanwaltschaft an, weil
eine Hausdurchsuchung im Hause KHG frühzeitig ruchbar wurde. Das
Verfahren läuft ab sofort in Innsbruck. Der nächste
Nebenkriegsschauplatz ist eröffnet, Liechtenstein kann warten.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PKU

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel