- 12.09.2011, 16:05:31
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"KURIER"-Kommentar von Martina Salomon: "Fragt doch das Volk!"
Uni-Gebühren sind internationaler Standard, aber ein Tabu für die SPÖ.
Wien (OTS) - Wissenschaftsminister Töchterle könnte der SPÖ eine
(weitere) Brücke bauen: Was, wenn man das Volk zu Studiengebühren
befragen würde? Wetten, dass es ein Leichtes ist, dafür eine satte
Mehrheit zu kriegen, einfacher als für die Abschaffung der
Wehrpflicht? Die SPÖ hat sich mit dem "Nein" zu Beiträgen
eingebunkert - und fördert damit auch "Reiche", die sie so gerne
"erwischen" würde (O-Ton Kanzler im KURIER).
Was spricht dagegen, dass Unis Gebühren einheben - in überlaufenen
Fächern mehr, in anderen weniger? Renommierte US-Universitäten
reservieren Plätze für arme, aber hochbegabte Studenten. Die zahlen
dann gar nichts. Und in Australien bekommen Studenten geförderte
Darlehen für ihre Gebühren. Zurückgezahlt werden muss es erst, wenn
man nach dem Studium gut verdient. Beides ist vernünftig.
Gebühren allein machen die Unis natürlich nicht besser. Man wird
unter anderem auch schauen müssen, ob den Lehrenden genauso viel
Leistung abverlangt wird wie den Studierenden, man wird ein drittes
Semester für besonders Eilige und besseres Service anbieten müssen.
Es ist Zeit, sich an internationalen Vorbildern und weniger an
ideologisch-heiligen Kühen zu orientieren.
Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601
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