- 09.09.2011, 13:14:03
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Erklärung von Christine Marek zum Wechsel in den Nationalrat
Rücktritt von allen Funktionen und Ämtern in der ÖVP Wien
Wien (OTS) - Im Folgenden finden Sie den Wortlaut der heutigen
Erklärung von Christine Marek anlässlich ihres Wechsels in den
Nationalrat und Rücktritts von allen Funktionen und Ämtern in der ÖVP
Wien:
"Ich möchte Ihnen heute meinen Rücktritt von all meinen Funktionen
und Ämtern in der Wiener ÖVP bekannt geben. Das betrifft meine
Funktionen als Landesparteiobfrau, als Klubobfrau und das Mandat im
Gemeinderat und Landtag.
Ich werde das Mandat von Maria Rauch-Kallat übernehmen und in den
Nationalrat wechseln. Ich habe über den Sommer viel nachgedacht und
diese Entscheidung in enger Abstimmung mit Bundesparteiobmann Michael
Spindelegger bereits Ende August gefällt.
Der Rückzug von Wolfgang Schüssel, der zufällig zeitgleich erfolgt
ist, hat einen neuen Zeitplan erforderlich gemacht. Ich sehe, dass
zum Wohl der Partei eine rasche Einigung bezüglich meiner Nachfolge
notwendig ist, da - wie die letzten Tage gezeigt haben - die medialen
Spekulationen nicht abreißen würden.
Für mich ist eine ordnungsgemäße und amikale Übergabe zum Wohle der
Partei wichtig. Die Nachfolge von Stadtrat Gerstl, der - wie sie
wissen - in den Nationalrat wechselt, sowie die meiner Person werden
wir heute Abend im Parteivorstand diskutieren.
Ich wollte mit voller Energie die Wiener ÖVP wieder zu einer echten
und ernstzunehmenden bürgerlichen Kraft in Wien machen und habe
deswegen sogar auf meinen Herzensjob als Familienstaatssekretärin
verzichtet, denn für mich war klar: Die Partei neu aufzustellen und
zu stärken geht nur, wenn man sich dieser Herausforderung ganz
widmet.
Ich musste aber zur Kenntnis nehmen, dass ich mit meinem Programm,
die ÖVP Wien zu einer urban-liberalen, bürgerlichen Kraft zu machen
und mit dem von mit initiierten 'Agenda Wien+'- Prozess, nicht die
Partei in der dafür notwendigen Geschlossenheit hinter mir habe.
Diese Geschlossenheit und Einigkeit ist aber notwendig, um bei der
nächsten Nationalratswahl und insbesondere auch bei der nächsten
Gemeinderatswahl erfolgreich zu sein.
Die Erfahrungen der vergangenen Monate haben gezeigt, dass eine
Partei in Wien nur dann eine Chance gegen die rote Übermacht hat,
wenn sie geschlossen ist, zusammen steht und nicht nur
Einzelinteressen verfolgt werden.
Insbesondere die regelmäßigen Angriffe auf mich aus den eigenen
Reihen schwächen die Partei als Gesamtes. Für mich ist immer das Wohl
der Partei im Vordergrund gestanden und deshalb nehme ich mich - zum
Wohl der Partei - aus der Schusslinie und mache den Weg frei für
einen Neuanfang.
Ich bedanke mich bei allen Funktionärinnen und Funktionären sowie den
Externen und Expertinnen und Experten, die sich im AGENDA-Prozess
engagiert haben, in der Überzeugung, dass in der Wiener ÖVP Bewegung
möglich ist. In ihrem Sinne hoffe ich, dass sich die konstruktiven
Kräfte durchsetzen. Es sind viele positive Schritte - sowohl in den
Bezirken als auch auf Landesebene - gesetzt worden. Ich übergebe hier
etwas, auf dem aufgebaut werden kann.
Weiters bedanke ich mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in
der Landespartei, im Klub und in den Bezirken, die mit mir gemeinsam
intensiv und konstruktiv in den vergangenen knapp zwei Jahren
gearbeitet haben.
Besonders bedanke ich mich bei unserem Landesgeschäftsführer Alfred
Hoch, der in einer sehr schwierigen Situation bereit war, diese
Position zu übernehmen und seitdem Seite an Seite mit mir an der
Erneuerung und Stärkung der Partei gearbeitet hat. Vielen Dank!"
Rückfragehinweis:
ÖVP Wien - Pressestelle
Tel.: (01) 515 43 - 940, Fax:(01) 515 43 - 929
mailto:[email protected]
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