• 08.09.2011, 16:11:55
  • /
  • OTS0218 OTW0218

"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Parole "Reiche fressen""

Die Neuwahl bleibt ein Gespenst, der SP-Wahlslogan 2013 lebendiger denn je.

Wien (OTS) - Das Neuwahlgespenst ließ grüßen: Der Vizekanzler
verpasste sich eine Mutinjektion und proklamiert, er habe keine
Angst vor Neuwahlen. Der Kanzler bekräftigte sein Nein, das er
im KURIER deponiert hatte. Ernsthaft am Tisch war ein Wahlgang nie.
Da Rot mit Blau nicht will, mit Grün mangels Masse nicht kann,
bliebe bloß die Neuauflage der alten Ehe. Der Alltag danach kann
nur schlimmer sein. Das Klima war schon zuletzt wie bei einem
Paar, das sich bereits die Telefonnummer des besten
Scheidungsanwalts geben lässt.

Die  jüngste hysterische Krise geht  aufs Konto des  Kanzlers.
Faymann      wurde    lange von der  lustvoll-dynamischen  Art  Josef
 Prölls überstrahlt. Er will  nicht noch einmal   ein getriebener
Schattenkanzler sein.  Da ist er lieber     Getriebener seiner
Partei. Für  alle, die es schon vergessen haben: Das Thema
Vermögenssteuer    zwang ihm  2009 Franz Voves    auf.  Damals wehrte
sich Faymann, der alles andere als ein Hasardeur ist,  noch mit
Händen und Füßen dagegen.  Voves rettete   so    überraschend in der
Steiermark Platz 1 für die SPÖ. Heute will  auch Faymann mit allen

Gliedmaßen "die 80.000 Reichen erwischen". Ob und wie das je gehen
kann, soll nun bis 2013 eine Kommission klären. Hauptsache der
Slogan "Eat the rich" hält bis dahin - denn dann wird
wirklich gewählt.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PKU

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel