Rumänien: Donaudelta-Pferde zurück in der Wildnis

VIER PFOTEN-Team bringt Großteil der geretteten Tiere in ihre Heimat zurück

Wien (OTS) - Im Mai waren über 70 Wildpferde aus dem Naturschutzgebiet Letea illegal gefangen und eine Woche eingepfercht worden. Sie sollten in ein Schlachthaus gebracht und dort getötet werden. Etliche starben auf Grund der katastrophalen Bedingungen noch vor dem Transport, aber die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN konnte die Überlebenden vor der Tötung retten. Nach drei Monaten des Wartens wurden nun 22 der edlen Tiere in ihre Heimat zurückgebracht. Der Rest der Pferde soll bald folgen - wenn das Tauziehen um ihr Schicksal positiv abgeschlossen werden kann.

Die Tiere waren während der letzten Monate in einem Hof in Urleasca, rund 250 km westlich ihrer Heimat, untergebracht. Dort erholten sie sich von der vorangegangenen Tortur und wurden medizinisch betreut. Der Transport der Pferde startete mit der Verladung auf Lastwagen, die sie zur Fähre in Nufaru brachten, einem Dorf an der Donau. Unterwegs blieb eines der Fahrzeuge im Sand stecken, konnte vom VIER PFOTEN-Team aber wieder befreit werden. Von Nufaru ging es dann mit dem Schiff weiter durch das Donaudelta nach Sulina am Schwarzen Meer.

Dort erwartete sie bereits eine Delegation um Elena Udrea, die rumänische Ministerin für regionale Entwicklung und Tourismus. Wild lebende Pferde sind weltweit vom Aussterben bedroht, weshalb diese Aktion zum Anlass genommen wurde, ein Partnerabkommen zur Verstärkung des Artenschutzes zwischen der Regierung, VIER PFOTEN und anderen Instanzen zu unterzeichnen. Damit will Rumänien - derzeit eines der wenigen Länder mit einer großen Zahl in Freiheit lebender Herden -die Zukunft der im Donaudelta lebenden Pferde sichern.

Die geretteten Tiere müssen sich nach der langen Zeit ihrer Gefangenschaft erst wieder an die Freiheit gewöhnen, deshalb werden sie für einige Zeit in einem eingegrenzten Gebiet gehalten und überwacht. Dann kommen sie endgültig frei, werden aber während des Winters weiterhin mit Futter versorgt, damit sie bei Nahrungsknappheit nicht die Rinden der Bäume in diesem Naturschutzgebiet abnagen. Inzwischen versucht VIER PFOTEN, auch die restlichen Tiere zu befreien und in ihre Heimat zurückzubringen - die Wildnis des Donaudeltas.

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