- 07.09.2011, 08:22:35
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Rumänien: Donaudelta-Pferde zurück in der Wildnis
VIER PFOTEN-Team bringt Großteil der geretteten Tiere in ihre Heimat zurück
Wien (OTS) - Im Mai waren über 70 Wildpferde aus dem
Naturschutzgebiet Letea illegal gefangen und eine Woche eingepfercht
worden. Sie sollten in ein Schlachthaus gebracht und dort getötet
werden. Etliche starben auf Grund der katastrophalen Bedingungen noch
vor dem Transport, aber die internationale Tierschutzorganisation
VIER PFOTEN konnte die Überlebenden vor der Tötung retten. Nach drei
Monaten des Wartens wurden nun 22 der edlen Tiere in ihre Heimat
zurückgebracht. Der Rest der Pferde soll bald folgen - wenn das
Tauziehen um ihr Schicksal positiv abgeschlossen werden kann.
Die Tiere waren während der letzten Monate in einem Hof in
Urleasca, rund 250 km westlich ihrer Heimat, untergebracht. Dort
erholten sie sich von der vorangegangenen Tortur und wurden
medizinisch betreut. Der Transport der Pferde startete mit der
Verladung auf Lastwagen, die sie zur Fähre in Nufaru brachten, einem
Dorf an der Donau. Unterwegs blieb eines der Fahrzeuge im Sand
stecken, konnte vom VIER PFOTEN-Team aber wieder befreit werden. Von
Nufaru ging es dann mit dem Schiff weiter durch das Donaudelta nach
Sulina am Schwarzen Meer.
Dort erwartete sie bereits eine Delegation um Elena Udrea, die
rumänische Ministerin für regionale Entwicklung und Tourismus. Wild
lebende Pferde sind weltweit vom Aussterben bedroht, weshalb diese
Aktion zum Anlass genommen wurde, ein Partnerabkommen zur Verstärkung
des Artenschutzes zwischen der Regierung, VIER PFOTEN und anderen
Instanzen zu unterzeichnen. Damit will Rumänien - derzeit eines der
wenigen Länder mit einer großen Zahl in Freiheit lebender Herden -
die Zukunft der im Donaudelta lebenden Pferde sichern.
Die geretteten Tiere müssen sich nach der langen Zeit ihrer
Gefangenschaft erst wieder an die Freiheit gewöhnen, deshalb werden
sie für einige Zeit in einem eingegrenzten Gebiet gehalten und
überwacht. Dann kommen sie endgültig frei, werden aber während des
Winters weiterhin mit Futter versorgt, damit sie bei
Nahrungsknappheit nicht die Rinden der Bäume in diesem
Naturschutzgebiet abnagen. Inzwischen versucht VIER PFOTEN, auch die
restlichen Tiere zu befreien und in ihre Heimat zurückzubringen - die
Wildnis des Donaudeltas.
Honorarfreie Fotos in Druckqualität können angefordert werden.
Rückfragehinweis:
Robert Hengl
0699/19413446
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