• 05.09.2011, 09:21:48
  • /
  • OTS0033 OTW0033

Sima: Habichtskauz wieder im Wienerwald heimisch!

Wien (OTS) - Die große Eule feiert ihr Comeback! Schon vor mehr
als 100 Jahren ausgerottet, ist der Habichtskauz nun wieder in den
Wiener Wäldern heimisch. "Dank der verbesserten Lebensbedingungen,
dem strengen Schutz der Wälder und der aktiven Beteiligung an dem
Projekt ist das Überleben der Großeule nun gesichert", freut sich
Umweltstadträtin Ulli Sima. "Die Jungvögel, die unlängst schlüpften,
sind ein Zeichen dafür, dass Artenschutz auch in einer Millionenstadt
möglich ist."

Holz-Habichtskauzes als Dankeschön

Maßgeblich an dem Erfolg beteiligt war das Forschungsteam des
Instituts für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen
Uni Wien wesentlichen Anteil. Umweltstadträtin Ulli Sima und Herbert
Weidinger, stv. Forstdirektor der Stadt Wien, überreichen dem
Projektleiter Richard Zink daher ein besonderes Geschenk für seinen
unermüdlichen Einsatz: Der Holz-Habichtskauz der Wiener Förster ist
ein Dankeschön für die gute Zusammenarbeit von
Wildtierforschungsinstitut und Forstamt, das das
Wiederansiedelungsprojekt bereits seit 2008 unterstützt.

Die Eule erobert sein Revier zurück

Das Schrumpfen der Lebensräume und die Jagd auf die wild lebenden
Habichtskäuze ließen die Eule aus den Wäldern Österreichs
verschwinden. Durch nachhaltigen Umgang mit dem Wald, Ausweisung von
Schutzgebieten und Unterstützung der Artenschutzziele durch die
Jägerschaft verbesserten sich die Lebensbedingungen in den letzten
Jahrzehnten zunehmend. Heute findet der Habichtskauz wieder optimale
Bedingungen zur Wiederbesiedlung unserer Wälder.

Bisher wurden 50 junge Habichtskäuze im Biosphärenpark Wienerwald
bzw. im Wildnisgebiet am Dürrenstein wieder angesiedelt. Die über
5.000 Hektar Kernzonen im Biosphärenpark und das Wildnisgebiet
Dürrenstein bieten gute Voraussetzungen, dass die wieder
angesiedelten Jungvögel dauerhaft heimisch werden.

Die Quellschutzwälder als künftige Heimat

Sowohl die Käuze im Wienerwald als auch jene aus dem Wildnisgebiet
Dürrenstein haben bereits weite Ausflüge unternommen. "Mittelfristig
ist daher anzunehmen, dass die Vögel auch die Quellschutzgebiete der
Stadt Wien im Schneeberg-, Rax- und Hochschwabgebiet als geeigneten
Lebensraum entdecken werden", erklärt Herbert Weidinger,
stellvertretender Forstdirektor der Stadt Wien. Bereits 2010 wurde
daher vom Forstamt das Projektgebiet auf das Quellenschutzgebiet
erweitert. In einem ersten Schritt werden Beobachtungen gesammelt und
die Lebensraumeignung im Modell analysiert. Sollte sich aus den
Beobachtungen zukünftig ergeben, dass sich Habichtskäuze im
Quellenschutzgebiet ansiedeln, werden von der MA 49 und dem
Habichtskauz-Team durch gezieltes Anbringen einzelner Nistkästen
weitere Planungen und Maßnahmen gesetzt.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

Rückfragehinweis:

Marlene Auer
   Mediensprecherin
   der Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima
   Tel.:    +43 1 4000 81359
   E-Mail: marlene.auer@wien.gv.at
   www.ullisima.at
   Christina Stockinger
   MA 49 - Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien
   Tel.: 01/4000-49031
   E-Mail: christina.stockinger@wien.gv.at 
   www.wald.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel