VP-Marek ad Oxonitsch: Wiens Bildungssystem wird kaputtgespart

Wien (OTS) - "Herr Stadtrat Oxonitsch, hören Sie endlich auf, den Wienerinnen und Wienern Sand in die Augen zu streuen. Fakt ist, dass die Stadt Wien bei den Lehrern/innen einspart. Es wird im kommenden Schuljahr keine unverbindlichen Übungen und keine Begabtenförderung mehr geben, die Abhaltung von Freigegenständen und Förderkursen für die Schwächsten wird nicht mehr möglich sein. Doch während alle anderen Bundesländer bereit sind, Kosten für zusätzliche Lehrer zu übernehmen, hat man in Wien keine Mittel dafür", kritisiert die Klubobfrau der ÖVP Wien, LAbg. Christine Marek, in Reaktion auf Aussagen von SP-Bildungsstadtrat Oxonitsch.

In einer Stadt, die sich einen unsichtbaren Unibeauftragten leiste, der Wiens Steuerzahler jährlich knapp 250.000 Euro koste, kein Wunder. Die Kosten für die nun mehr eingesparten Lehrer/innen betragen geschätzte 2 Millionen Euro - Geld, das jederzeit vorhanden wäre, würde man auf Seiten der Stadt Wien die richtigen Prioritäten setzen. "Ausgerechnet im selbstausgerufenen Jahr der Bildung bei ebendieser einzusparen ist zugegeben nicht die beste Werbung für die Glaubwürdigkeit", so Marek.

Das Leugnen der Realität, das andauernde Abschieben der Verantwortung auf den Bund und das Ausreden auf Schwarz-Blau scheine sich zum Standard-Repertoire der Wiener Stadtregierung entwickelt zu haben. Statt die ewig gleichen Stehsätze zum Besten zu geben, sollte man endlich beginnen, vor der eigenen Türe zu kehren und sich vielleicht einmal darüber Gedanken machen, wie man dem Wiener Bildungssystem den nötigen Schub in Richtung Zukunft verpassen könnte. Aktuell habe das Wiener Bildungssystem eine Reihe von Baustellen aufzuweisen, deren Behebung dringend erforderlich wäre. So zeige nicht zuletzt der Wiener Lesetest, dass jeder vierte Wiener Schüler kaum oder nicht lesen könne.

"Auch das Wifo bestätigte letzte Woche die Defizite des Wiener Bildungssystems und wies darauf hin, dass der eingeschlagene Weg nicht der richtige sei. Fährt Wien fort wie bisher, droht der Untergang. Wiens Schüler haben sich eine solche Politik nicht verdient. Doch statt endlich den Kurs zu ändern, wird beschönigt und die rosa Brille aufgesetzt. Dass die Grünen bei diesem Trauerspiel den Steigbügelhalter geben, ist eine Schande. Es wird Zeit, dass sich die Herren und Damen der rot-grünen Stadtregierung einmal vor Augen führen, wie sich die Wiener Schülerinnen und Schüler dabei fühlen", so Marek abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T:(+43-1) 4000/81 916, F:(+43-1) 4000/99 819 60
eva.gruy@oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0005