• 02.09.2011, 11:30:35
  • /
  • OTS0084 OTW0084

Korrigierte Neufassung: GLOBAL 2000 fordert verpflichtendes Bio-Angebot auf Österreichs Schulbuffets

Schüler täglich mit Pestizidbelastung konfrontiert

Wien (OTS) - Am kommenden Montag beginnt für Österreichs Kinder
und Jugendliche
wieder der Schulalltag - und damit wohl auch der oftmalige Gang zum
Schulbuffet. Neben Jausenbroten wird den Schülern dort oft Obst als
gesunde Alternative angeboten. An sich ist dies ein Schritt in die
richtige Richtung, jedoch kommt ein Großteil dieses Obstes aus
konventionellem Anbau, wo Pestizide zur Schädlingsbekämpfung
angewendet werden.

Für die Schüler bedeutet dies die Möglichkeit einer zusätzlichen
Belastung durch chemisch-synthetische Pestizide. Pestizidrückstände
in Lebensmitteln können unter anderem Allergien,
Entwicklungsstörungen und Krebs auslösen. "Wir haben im vergangenen
Jahr Schüler aus mehreren Wiener Schulen auf solche
Pestizidrückstände im Körper getestet - und fanden
eine Belastung durch Organophosphate. Diese greifen in den
körpereigenen Hormonhaushalt ein, und Kinder und Jugendliche sind
dieser Gefahr besonders ausgeliefert. Das ist einfach
unverantwortlich", erklärt Sven Hergovich, Campaigner bei GLOBAL
2000.

Die vorgeschriebenen gesetzlichen Grenzwerte für einzelne Pestizide
werden auch im konventionellen Anbau meist nicht überschritten,
dennoch kann sich diese Belastung auf die Gesundheit der Kinder
auswirken - insbesondere, wenn sich Rückstände von mehreren
Pestiziden im angebotenen Obst befinden: "Diese Gefahr könnte durch
ein striktes Angebot von Bioprodukten einfach vermieden werden",
betont Hergovich.

Zu Beginn des vergangenen Schuljahres startete eine von GLOBAL 2000
unterstützte SchülerInnen-Initiative für Bio im Schulbuffet. Es
wurden Unterschriften gesammelt, um die zuständige Ministerin Claudia
Schmied zum Handeln zu bewegen. Doch seither hat sich nichts
geändert: "Die Gesundheit von Österreichs Jugend ist anscheinend kein
Anliegen der Regierung", betont Hergovich: "Kinder sollen Obst und
Gemüse essen, und es ist wichtig, dass sie es täglich angeboten
bekommen. Sie haben jedoch ein Anrecht darauf, dass es sich hierbei
um Produkte aus bestem Anbau handelt."

Natürlich sind Schulbuffets nicht die einzige Pestizidquelle für die
Schüler und Schülerinnen - diejenigen, die jedoch kein Jausenbrot von
zuhause mitnehmen, sind auf das Buffet angewiesen. Schüler dürfen
während der Unterrichtszeit das Gebäude teilweise nicht verlassen,
das Buffet stellt in diesem Fall also die einzige Essensquelle dar.
Das Bildungsministerium hat zwar eine Empfehlung zu Angebot aus
biologischer Herkunft an die Schulen ausgegeben, dies geht Hergovich
jedoch nicht weit genug: "Kindern und Jugendlichen nicht nur die
Möglichkeit, sich selbst für Bio zu entscheiden, zu nehmen, sondern
sie gleichzeitig bewusst das Risiko von Gesundheitsschäden eingehen
zu lassen, darf nicht nur durch eine Empfehlung aufgehalten werden.
In Österreichs Schulen müssen Bioprodukte bei den Buffets
verpflichtender Standard werden", fordert er.

Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000
Nunu Kaller
Tel.: +43 699 1 42000 20
mailto:[email protected]
www.global2000.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GLL

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel